Stellungnahme der IHK Heilbronn-Franken zum Energiegutachten des KIT

(PresseBox) (Heilbronn, ) Das Energiegutachten des KIT beschreibt die mit der Ener-giewende einhergehenden Risiken und Chancen. Der Um-stellungsprozess erweist sich als schwierig, insbesondere in punkto Versorgungssicherheit und der Gewährleistung wettbewerbsfähiger Preise, aber machbar. Allerdings nur, wenn die Landesregierung die notwendigen Rahmenbedin-gungen jetzt schnell auf den Weg bringt.

Die IHK Heilbronn-Franken unterstützt ihre Mitgliedsunter-nehmen in Energiefragen durch ein breites Serviceangebot.

Der Umbau der Energieversorgung nach dem sukzessiven Aus-stieg aus der Kernenergie bis 2022 ist eines der wichtigsten in-dustriepolitischen Themen der nächsten Jahrzehnte mit enormen Herausforderungen. Aus diesem Grund haben die baden-württembergischen IHKs das renommierte Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beauftragt ein Energiegutachten für den Zeitraum bis 2025 zu erstellen. Im Mittelpunkt standen Fragen der Entwicklung der Versorgungssicherheit, der Stromproduktion, des Stromverbrauches sowie der Strompreisentwicklung. Gleichzeitig sollten Handlungsempfehlungen für Politik und Unternehmen aufgezeigt werden. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden am 14. Mai 2012 einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Das KIT sieht das technische Potenzial zum Ausbau der erneuerbaren Energien als erreichbar an. Je nach zugrunde gelegtem Szenario werden drastische Strompreissteigerungen, nicht ausreichende Kraftwerkskapazitäten und steigende Stromimporte prognostiziert.

Der Erfolg der Energiewende in Baden-Württemberg hängt ganz wesentlich vom schnellen Aus- und Umbau der elektrischen Netze, dem Erreichen des ambitionierten Windkraftziels und der deutlichen Steigerung der Energieeffizienz ab. Bisher fehlende Rahmenbedingungen gefährden jedoch die Umsetzung. Die baden-württembergischen IHKs haben dies zum Anlass genommen einen Aufgabenkatalog in Form energiepolitischer Positionen für die Landesregierung zu formulieren. Anlass ist die Sorge um die Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit der einheimischen Wirtschaft. Die Landesregierung ist aufgefordert, die notwendigen Rahmenbedingungen jetzt schnellstmöglich zu schaffen.

Die IHK Heilbronn-Franken unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen nicht nur auf politischer Ebene, im Bereich der Einforderung von belastbaren Rahmenbedingungen gegenüber der Landesregierung, z.B. durch gemeinsame Initiativen aller baden-württembergischen IHKs, sondern auch durch ein umfangreiches Serviceangebot an Informationen, Veranstaltungen, Weiterbildungen und Beratungen zu Energiefragen. Hervorzuheben ist ein kostenfreies Energiecoaching, mit Vor-Ort-Begehung, Schwachstellenanalyse und Förderungsberatung. Zum Serviceangebot gehört auch die Organisation von Energieeffizienztischen, wo Unternehmen voneinander lernen und sich auf gemeinsame Energieeffizienzziele verständigen. Zu diesem Themenbereich gehört auch die von der IHK Heilbronn-Franken angebotene Weiterbildung zum Energiemanager. Darüber hinaus wirbt die IHK Heilbronn-Franken in ihrem gesamten regionalen Umfeld für die mit der Energiewende einhergehenden Veränderungen, z.B. der Schaffung gesellschaftlicher Akzeptanz für zusätzliche Windkraft-, Speicher- und Übertragungskapazitäten, der Förderung neuer Forschungsfelder im Energiebereich und den Chancen, die sich für die regionale Wirtschaft durch die Entwicklung innovativer Energiesysteme und Energieeffizienzmaßnahmen ergeben.

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Achim Ühlin
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