Großes Potenzial auf den B2C E-Commerce-Märkten des Nahen Ostens

(PresseBox) (Hamburg, ) Der neue "Middle East Internet & B2C E-Commerce Report 2012" des Hamburger sekundären Marktforschungsunternehmens yStats.com bereitet die Entwicklung der Onlinemärkte im Nahen Osten übersichtlich und umfassend auf. Dazu werden nach regionalen Daten Kennzahlen zu Internetnutzung und B2C E-Commerce aus 12 einzelnen Ländern geliefert - darunter Saudi-Arabien, Israel und die VAE. Abschließend folgen Informationen zu und Profile von über 20 Wettbewerbern.

Im Nahen Osten war Saudi Arabien 2011 bei der Zahl der Internetnutzer führend, Qatar und die Vereinigten Arabischen Emirate hingegen bei der Internetdurchdringung. Onlineshopping wurde insbesondere durch Group-Buying-Websites angekurbelt, die beliebtesten Produktkategorien waren dabei zwischen Dezember 2011 und Februar 2012 Flugtickets sowie Haushaltsgeräte und Elektronikprodukte. Für fast die Hälfte der Internetnutzer war jedoch noch 2011 ein Mangel an Vertrauen in die Zahlungsmethoden ein Grund dafür, nicht online einzukaufen. Trotzdem hatte Souq.com, ein führender Onlineshop mit Sitz in den VAE, im April 2012 bereits zwei Millionen Unique Visitors weltweit. Das Shopping-Portal Cobone.com setzte bis Februar 2012 fast 500.000 EUR im Monat mit Elektronik um.

Starkes Wachstum des Onlinesegments in Saudi Arabien, Israel und den VAE

Insgesamt stieg die Zahl der Internetnutzer in den Staaten des Golfkooperationsrates (bestehend aus Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi Arabien und den VAE) zwischen 2000 und 2010 jährlich um mehr als 30 Prozent. Auch der Umsatz im B2C E-Commerce wird laut Prognosen zwischen 2010 und 2015 um mehr als ein Drittel steigen. So wurde erwartet, dass in Saudi-Arabien im Jahr 2012 Internetdurchdringung sowie Vertrauen und damit auch der B2C E-Commerce stark wachsen. Die beliebteste Shoppingseite war dort Amazon.com, gefolgt von Souq.com. In Israel waren 2011 etwas mehr Internetnutzer männlich als weiblich; am beliebtesten war bei ihnen das Lesen von Nachrichten, während weniger als 10 Prozent online einkauften. Auch in den VAE nahm die Zahl der Internetnutzer Anfang 2012 aufgrund verbesserter Verbindungen stark zu und es wurde vermehrt auf regionalen Websites eingekauft und mit Kreditkarte bezahlt.

Online-Aufschwung in Bahrain, Kuwait und Jordanien

In Bahrain stieg der Umsatz im B2C E-Commerce zwischen 2010 und 2011 um fast fünfzig Prozent und in Kuwait um fast zwei Drittel. Ebenso wuchs der B2C E-Commerce in Jordanien 2011/12 aufgrund verbesserter Breitbandverbindungen. In Katar waren Ende 2011 Flugtickets, gefolgt von Apps, besonders beliebt im mobilen Onlinehandel und im Libanon verbrachte im August 2011 mehr als ein Viertel der Internetnutzer durchschnittlich mehr als sechs Stunden täglich online. Laut dem "Middle East Internet & B2C E-Commerce Report 2012" von yStats.com wurde der B2C E-Commerce jedoch in Oman u. a. durch langsame Internetverbindungen erschwert, auch im Jemen war das Internet noch Anfang 2012 aufgrund des staatlichen Monopols langsam und teuer. Trotzdem nutzte bereits im Mai 2011 mehr als ein Viertel der Iraker das Internet, um sich zu informieren, und in Syrien verbrachten im August 2011 ein Drittel aller Internetnutzer durchschnittlich ein bis zwei Stunden am Tag online. Letztlich sind Internetdurchdringung und Onlinehandel im Mittleren Osten je nach Land sehr unterschiedlich ausgeprägt, schnellere und bessere Internetverbindungen fördern jedoch die Ausbreitung des Onlinehandels in der Region.
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