Drohende Ausflaggung der "MS Deutschland": Maritimer Koordinator fordert Bekenntnis zum Schifffahrtsstandort Deutschland

Drohende Ausflaggung der (PresseBox) (Berlin, ) Der Koordinator der Bundesregierung für die Maritime Wirtschaft, Parlamentarischer Staatssekretär Hans-Joachim Otto, erklärt: "Ich nehme die Ankündigung der Reederei Deilmann, die "MS Deutschland" auszuflaggen, mit Besorgnis zu Kenntnis. Die Verlagerung der "MS Deutschland" in das Schiffsregister Maltas hat weit mehr Auswirkungen als das Auswechseln der deutschen Fahne am Achterdeck durch die maltesische. Insbesondere für die Besatzung der "MS Deutschland" wäre dieser Flaggenwechsel mit erheblichen Änderungen rechtlicher und finanzieller Art verbunden."

Der Maritime Koordinator weist zudem die in einem "Informationsblatt" der Reederei vom 21. Mai 2012 aufgestellten Aussagen über die deutsche Schifffahrtsförderung zurück. "Die Bundesregierung steht zu ihrer Verantwortung für die deutsche Seeschifffahrt. Gerade in diesen Tagen wird das Maritime Bündnis nach vielen intensiven und konstruktiven Gesprächen zwischen Reedern und der Bundesregierung auf eine neue, solide Grundlage gestellt - insbesondere mit positiven Auswirkungen für die Seeleute auf Schiffen unter deutscher Flagge."

Nicht nur die Bundesregierung trägt Verantwortung für den Seeschifffahrtsstandort Deutschland: "Ich appelliere an die Reeder, ihrer Verantwortung und ihren klaren Zusagen für den Standort Deutschland gerecht zu werden. Dies gilt in besonderem Maße für den Eigentümer des Schiffes, das den Namen dieses Landes trägt und das "Deutsche Schiff" bei den Olympischen Spielen in London sein wird", so Hans-Joachim Otto.

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