Grenzüberschreitende Interoperabilität: Consultation Meeting zu SPOCS-Endergebnissen

20. Juni 2012, Ständige Vertretung Österreichs, Brüssel
(PresseBox) (Brüssel, ) Worum geht es?
Das von der EU geförderte Projekt SPOCS ist im Rahmen der grenzüberschreitenden Unternehmensgründung und Erbringung von Dienstleistungen in einem anderen EU-Mitgliedstaat tätig. SPOCS optimiert die grenzüberschreitende Interoperabilität der dafür notwendigen Verfahren. Dies umfasst die Entwicklung von technischen Lösungen für den Informationsaustausch über Verwaltungsverfahren und für einen sicheren Austausch der erforderlichen Dokumente. Dabei ergab sich eine intensive organisatorische Zusammenarbeit zwischen den am Projekt beteiligten Mitgliedstaaten, zum Beispiel im Rahmen der Identifizierung gleichwertiger Dokumente. Nun möchten die SPOCS-Partner ihr Engagement ausweiten, damit die Projektergebnisse weiterentwickelt werden können. Aus diesem Grund hat SPOCS ein „Consultation Meeting zu SPOCS-Endergebnissen” (20.06.2012, Ständige Vertretung Österreichs, Brüssel) organisiert. Diese Veranstaltung richtet sich an nicht am Projekt teilnehmende Mitgliedsstaaten sowie Interessenten aus Industrie und Standardisierungs¬organisationen. Inhalt der Tagung ist die Ergebnispräsentation und der Ideenaustausch der Teilnehmer über die Verbesserung der Nützlichkeit der SPOCS-Lösungen. Die Anwesenden können vorab einen Einblick in die Ergebnisse des Projekts erhalten, über mögliche SPOCS-Lösungen für ihre Länder diskutieren und Ideen zur Nachhaltigkeit und Standardisierung zusammentragen.

Warum ist SPOCS wichtig für Sie?
• Verwaltungsvereinfachung und -modernisierung
• Weniger Bürokratie
• Größere Transparenz
• Bessere Online-Dienste
• Mehr Geschäftsmöglichkeiten im öffentlichen Sektor
• Produktinnovation durch offene Spezifikationen und Software
• Ankurbelung der Nachfrage nach IT-Produkten und IT-Dienstleistungen

Für Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit auf andere Staaten ausweiten möchten, können sich die Beantragung von Genehmigungen und die Abwicklung von Verwaltungsverfahren als sehr kompliziert erweisen. Die von Mitgliedsstaaten 2009 umgesetzte EG-Dienstleistungsrichtlinie erleichtert durch Einheitliche Ansprechpartner und vereinfachte Online-Verfahren die Gründung von Unternehmen in anderen Mitgliedsstaaten. Über diese Einheitlichen Ansprechpartner erhalten die Unternehmen elektronischen Zugang zu allen erforderlichen Verwaltungsmaßnahmen, um eine Geschäftstätigkeit in anderen Mitgliedsstaaten aufzunehmen oder sie auf diese auszuweiten. Das Projekt SPOCS (Simple Procedures Online for Cross-border Services) stellt dafür technische Bausteine zur Verfügung, die die elektronischen Verfahren europaweit interoperabel und sicher machen. Die Beantragung von Lizenzen und Genehmigungen wird dadurch insgesamt einfacher, schneller und sicherer. SPOCS erhält bis zu 50% Förderung dem Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) der Europäischen Kommission.

Ein gutes Beispiel aus der Praxis: Ein italienischer Immobilienmakler möchte seine Tätigkeit auf Bremen ausweiten. Die vom Einheitlichen Ansprechpartner für Bremen zur Verfügung gestellten Informationen entsprechen jedoch nicht den geforderten italienischen Dokumenten. Ist er in der Lage, diese Informationen von seiner Behörde in Italien zu erhalten? Ist die Transaktion sicher? Ja, denn SPOCS ermöglicht es ihm, über den Einheitlichen Ansprechpartner alle Verwaltungsvorgänge online und grenzüberschreitend durchzuführen!

Hintergrund
Waren es zu Beginn noch fünf Mitgliedsstatten, beteiligen sich heute 16 Staaten am Projekt SPOCS. Während der gesamten Projektdauer hat SPOCS mit Standardisierungsorganisationen und einflussreichen Akteuren, wie dem Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI), zusammengearbeitet, um die Projektergebnisse dauerhaft verfügbar zu halten und für die Zukunft zu sichern.
Dank der EU-Förderprogramme wurden bereits technische Bausteine für neue digitale Dienste entwickelt, zum Beispiel für eProcurement, eID, die Unternehmensmobilität und sogar für den gesicherten elektronischen Austausch von Patientendaten. Diese sind das Ergebnis von fünf Großpilotprojekten: e-CODEX (eJustice), epSOS (eHealth), STORK (eID), PEPPOL (eProcurement) und SPOCS (eBusiness). Sie bilden den Grundstein für die Umsetzung gemeinsamer Lösungen, um öffentliche Online-Dienste bereitzustellen und sie in ganz Europa zugänglich zu machen.


Weiterführende Informationen
SPOCS: http://www.eu-spocs.eu
SPOCS Piloten: http://www.eu-spocs.eu/...
Redaktioneller Ansprechpartner
SPOCS-Pressestelle: communication@eu-spocs.eu

Kontakt

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Am Fallturm 9
D-28359 Bremen
Gabriela Ölschläger
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