Wie Sie Ihr Rating bei Ihrer Bank steigern können

Sie können die Außendarstellung Ihres Unternehmens sowie Ihr Eigenkapital durch eine clevere Bilanzpolitik enorm verbessern. Guter Gesprächsstoff für Ihren Steuerberater.
(PresseBox) (Berlin, ) Jeder Unternehmer weiß es: Wer gut dastehen will, muss etwas dafür tun. Nur allzu oft wird allerdings unterschätzt, wie wichtig die überzeugende Darstellung der eigenen Bonität ist. Darauf achten heute längst nicht nur Banken. Auch Wirtschaftsauskunfteien von Creditreform bis Bürgel sammeln Firmendaten, um sie Geschäftspartnern zur Verfügung zu stellen. Das Rating ist damit mehr als nur der Schlüssel zum Bankkredit. Es entscheidet auch über die Konditionen von Lieferanten, den Zugang zu alternativen Finanzierungsquellen oder darüber, ob ein Geschäft überhaupt zustande kommt.

Als ein herausragendes Kriterium geht stets das Eigenkapital in die Ratingnoten ein. „Man sollte deshalb die Bilanz auch unter diesem Aspekt so aufbereiten, dass die Firma im richtigen Licht erscheint“, sagt Larsen Lüngen, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei Ecovis. Das kann zum Beispiel durch die Nutzung von Bewertungswahlrechten geschehen. Bei Anlagevermögen wie Gebäuden oder Maschinen ist es je nach Nutzungsdauer – und abweichend von der Steuerbilanz – möglich, höhere oder niedrigere Abschreibungen vorzunehmen. Bei der Bewertung der Herstellungskosten des Vorratsvermögens kann man Verwaltungskosten mit einbeziehen oder nicht. Ebenso lässt sich das wichtige Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme (Eigenkapitalquote) durch eine Verrechnung von Anzahlungen mit den Vorräten verbessern.

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Über solche Wahlrechte hinaus verfügen Unternehmer häufig über Ermessensspielräume bei der Beurteilung von Sachverhalten. So ergeben sich hinsichtlich des Risikos, ob ein Rechtsstreit positiv oder negativ endet, Gestaltungsmöglichkeiten für die Höhe der erforderlichen Rückstellungen. Auch wenn Unternehmen direkte Pensionszusagen eingerichtet haben, werden dafür Rückstellungen gebildet. Dem stehen in der Bilanz die zur Erfüllung dieser Pflichten bereitgestellten Vermögenswerte wie etwa Rückdeckungsversicherungen gegenüber. „Wenn man nun die beiden Positionen – so sie fristenkongruent sind – saldiert, führt das zu einer niedrigeren Bilanzsumme und als Folge davon zu einem höheren Anteil des Eigenkapitals am Gesamtvolumen“, erläutert Manfred Busch, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei Ecovis.

Nicht zuletzt bietet es sich an, Sachverhalte auf ihre Konsequenzen für den Jahresabschluss zu untersuchen und hier das Bilanzbild gezielt zu verbessern. So kann man mit dem Verkauf und Zurückmieten von betrieblichen Anlagen stille Reserven heben oder das Eigenkapital durch Verkäufe von Vorratsbeständen an verbundene Unternehmen erhöhen. Eine relativ neue Stellschraube ist das Aktivierungsrecht für immaterielle Vermögensgegenstände. Wer etwa selbst eine Software für den Verkauf der Produkte im Internet geschaffen hat, kann die Entwicklungskosten dafür – bei Erfüllung bestimmter Dokumentationspflichten – aktivieren und so das bilanzielle Eigenkapital erhöhen. „Das Unternehmen wird dadurch zwar nicht reicher, aber es zeigt seine Werte in einem besseren und transparenteren Licht“, sagt Busch.

Worüber wir reden sollten
•Wie lassen sich Forderungen und Verbindlichkeiten zur Optimierung der Bilanzstruktur nutzen?
•Welche Bewertungswahlrechte kann ich anwenden?
•Wie ist die betriebliche Altersversorgung in die Bilanz integriert?
•Wo sind im Unternehmen immaterielle Vermögenswerte entstanden?

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