Steigende Attraktivität von Genossenschaften

Die lange Zeit im Dunkeln gebliebene Rechtsform kann sich seit einigen Jahren größerer Beliebtheit erfreuen und das aus gutem Grund:
(PresseBox) (Berlin, ) Allein Bayern verzeichnete bei den Neugründungen 2011 einen Zuwachs von etwa 25 Prozent. Fast die Hälfte kam aus dem Bereich neue Energien. Nahezu jeder vierte Bundesbürger ist inzwischen Mitglied in einer oder mehrerer der rund 5.500 in Deutschland eingetragenen Genossenschaften. Weltweit sind dies mehr als 800 Millionen Menschen in über hundert 100 Ländern.

Angesichts der wachsenden Bedeutung haben die Vereinten Nationen das Jahr 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften erklärt. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: „Genossenschaften zeigen der Weltgemeinschaft, dass ökonomische Zielsetzungen und soziale Verantwortung gleichsam erreicht werden können. Kreditgenossenschaften, ländliche und gewerbliche Genossenschaften stabilisieren regionale Wirtschaftskreisläufe und sorgen für lokale Beschäftigung.“

Stärken von Genossenschaften
Genossenschaften setzen ihren Schwerpunkt weniger auf Maximierung von Kapitalrenditen als auf die Förderung der Interessen ihrer Mitglieder. „Wegen der großen Nachfrage an Beratung haben wir 2007 unseren Genossenschaftsprüfverband gegründet“, berichtet Thomas Rösler, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Vorstand Ecovis Genossenschaftsprüfverband mit Prüfrecht für ganz Deutschland. „Neben Jahresabschluss und Wirtschaftsprüfung unterstützen wir in allen wirtschaftlichen und rechtlichen Angelegenheiten. Dazu bieten wir wertfreie Beratung an, das heißt, wir raten nicht von vornherein zur Gründung einer Genossenschaft, sondern schauen uns sehr genau an, welche Rechtsform für den Einzelfall passt.“

Unter den als juristische Personen eingestuften Rechtsformen wie der Gesellschaft mit beschränkter Haftung, der Aktiengesellschaft und dem eingetragenen Verein ist die eingetragene Genossenschaft (e.G.) besonders auf die Interessen und Rechte der Einzelmitglieder ausgerichtet. Dr. Petro Otto, Agrarexperte und Vorstand Ecovis Genossenschaftsprüfverband: „Ein wichtiger Unterschied ist das Abstimmungsverhalten. Während sich die Stimmrechte in anderen Rechtsformen nach der Anteilsgröße bündeln, sind sie bei Genossen demokratisch gleichmäßig verteilt. Daher hat der einzelne Genosse mehr Gewicht und kann nicht von einer Minderheit mit Kapitalmehrheit dominiert werden.“

Eine der größten Stärken von Genossenschaften ist ihre Langlebigkeit. Denn trotz unvermeidlicher Mitgliederbewegungen haben sie langfristige Ziele, die Förderung gemeinsamer Interessen, und unterliegen generell weniger Auseinandersetzungen als andere Rechtsformen, weil sie juristisch einen höheren Kapitalschutz genießen: Die Genossenschaftsanteile sind festgelegt und durchweg gleich. Es kommt dadurch nicht auf veränderliche Kapitalhöhen an; so ist beispielsweise bei einer Vererbung der Wert des jeweiligen Anteils klar.

Der Prüfverband betreut als Mandanten überwiegend landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften und Zusammenschlüsse für erneuerbare Energien. Die Form der Genossenschaft entdecken zunehmend auch Vertreter aus dem Gesundheitswesen. So lobt Allgemeinmediziner Dr. Kurt Huttenloher, Mitgründer des Gesundheitsverbundes Dachauer Land, die flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten: „Ecovis hat sich bei der Auswahl der Rechtsform als starker Partner erwiesen, der uns mit Rat und Tat zur Seite stand. Der Rat, als eingetragene Genossenschaft zu starten, hat sich bisher ausgezahlt.“

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