BSI-konformes Smart Metering System schafft Planungssicherheit

(PresseBox) (Koblenz (Gewerbepark Nord), ) Koblenz, Juni 2012 – GÖRLITZ gibt im Rahmen der Umstellungen in der Metering Landschaft in Deutschland auf schutzprofilgeschützte Messsysteme eine Garantie, dass das heute schon verfügbare Messsystem von Echelon den Anforderungen des BSI Schutzprofils genügen wird und die kostengünstige PLC-Technik zur Erschließung der letzten Meile zum Kundenzähler auch dann noch genutzt werden kann. Die Garantie wird in Form eines "Vouchers" abgegeben, mit dem der Betreiber dann später die Schutzprofilerweiterung für das Echelon System zu einem heute schon garantierten Maximalpreis nachrüsten kann, wenn es erforderlich wird. Die Vereinbarungen hierzu wurde zwischen dem kalifornischen Hersteller Echelon Corp. und der GÖRLITZ AG geschlossen und auf der diesjährigen Echelon Smart Energy Conference Konferenz in Budapest vorgestellt.

Deutschland steht derzeit in der Umsetzung des von der EU auferlegten 3. Binnenmarktpaketes. Die daraus resultierende Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) vom 05. August 2011 beinhaltet erstmals die Verpflichtung, ab dem 01.01.2013 bei bestimmten Anschlussnutzern „Messsysteme“ zu verbauen. Diese, in das Kommunikationsnetz eingebundene Messeinrichtung besteht aus einem elektronischen Zähler und einer Kommunikationseinheit (Gateway) und muss zusätzlich den Anforderungen eines Schutzprofils genügen. Dessen Mindestanforderungen an die Sicherheit der geplanten Messsysteme werden derzeit im Bundesamt für Sicherheit der Informationstechnik (BSI) festgelegt. Netzbetreiber, in der Rolle als verpflichtender Messstellenbetreiber/Messdienstleister stehen somit vor der widersprüchlichen Situation, ab Januar 2013 rund 10 Millionen Messeinrichtungen laut EnWG verpflichtend einbauen zu müssen, und bereits zu diesem Zeitpunkt einen Großteil der Kosten für den mit großer Wahrscheinlichkeit eintretenden vollen Roll-Out zu investieren – obwohl der Markt bisher keine allgemein gültigen und rechtlich konformen Messsysteme vorweisen kann. „Die resultierende Planungsunsicherheit zwingt kleine Messstellenbetreiber nicht selten zur Aufgabe des Messwesens“, erklärt Ralf Hoffmann, Vorsitzender des Vorstands der GÖRLITZ AG. GÖRLITZ hat eine Lösung für Netzbetreiber entwickelt, die den Roll-Out proaktiv und unabhängig planen und selbst steuern möchten: Eine BSI-konforme Lösung in Kooperation mit Echelon Corp.
Im Kern der Lösung steht die bewährte IDSpecto.AMM Smart Metering Lösung. Das System wird heute in den größten Smart Metering Projekten weltweit eingesetzt und ermöglicht die Auslesung enormer Zählermengen mit hohen Datendichten (>400.000LP). Zweite Komponente ist das Echelon Networked Energy Services (NES) System. Das offene, auf Standards basierende NES-System (OSGP Protokoll, anerkannt durch EU-Standardisierungsgremium) ist speziell auf die Bedürfnisse eines Smart Meter Roll-Outs zugeschnitten, ist kostengünstig, schnell und zuverlässig. Die intelligenten Zähler der Marke Echelon sowie deren Vernetzung via Powerline und Datenkonzentratoren im Feld bilden die Technologie- und Netzwerkinfrastruktur. Über das Modul IDSpecto.AMMGateway als „Metering Connector“ werden die erfassten Zählerdaten schnell, präzise und sicher im GÖRLITZ System verarbeitet. „Mit dieser Lösung haben wir durchweg positive Erfahrungen gemacht. In den skandinavischen Projekten ist die Funktionalität und Massentauglichkeit in beeindruckender Weise nachgewiesen worden. Wir haben den Zeitplan für den Roll-Out eingehalten“, kommentiert Olaf Schimpf, Produktmanager Smart Metering. Auch viele kleinere Kunden des Koblenzer Herstellers haben bereits in regionalen Roll-Outs von den Erfahrungen profitieren können.

„Damit dieses Komplettsystem nun auch zukunftsfähig und langfristig den rechtlichen Anforderungen gerecht werden kann, haben wir uns zu einer nie dagewesenen Strategie entschieden“, so Ralf Hoffmann. Kunden können Gutscheine, sogenannte Vouchers erwerben, eine Garantie, zu einem späteren Zeitpunkt ein BSI-Schutzprofilgateway zu einem heute bereits festgelegten Preis zu beziehen. „Durch den Erwerb eines GÖRLITZ-Vouchers geben wir unseren Kunden absolute Planungssicherheit und Investitionsschutz für die getätigten Investitionen“. In den Entwicklungsabteilungen des Koblenzer Unternehmens wird bereits an einem „BSI-Gateway“ gearbeitet. Da die Anforderungen seitens des BSI noch nicht final feststehen, wird sich auch die Fertigstellung noch hinauszögern. „Trotzdem, oder anders gesagt, allen Unsicherheiten zum Trotz, können wir unseren Kunden heute schon verlässliche Zahlen geben, die sie in ihre individuelle Kalkulation miteinbeziehen können.“ Damit bleibt Zeit und auch finanzieller „Spielraum“, um die technische Infrastruktur und Know-how für den Roll-Out aufzubauen und damit Kapazitäts- und Kompetenzengpässen vorzubeugen. Der zusätzliche Aufwand für die später notwendige Umrüstung auf Schutzprofiltechnologie ist absehbar. „Somit ist diese Lösung auch für Netzbetreiber interessant, die in den nächsten 2-3 Jahren viele Zähler im Turnus tauschen müssen oder diejenigen, die einen hohen Anteil an konzentrierten Neubauten in ihrem Netzgebiet erwarten.“

Werden die gesetzlichen Verpflichtungen später fixiert, kann durch Einlösung und Anrechnung des Vouchers das Smart Metering System um das notwendige BSI-Gateway erweitert werden und den Anforderungen zur Sicherheit an der Messstelle wird Rechnung getragen. Zusätzlich wird mit dem Voucher-Programm ein Softwareupdate von Echelon für das NES-System geliefert, um auch IT-seitig die Sicherheitsbestimmungen einzuhalten.

Das Voucher Angebot der GÖRLITZ AG erlaubt somit den sofortigen Beginn der Aktivitäten zum Einbau von zukunftsfähiger Gerätetechnologie gemäß den Anforderungen von §21 EnWG. Netzbetreiber können den Roll-Out in ihrem Netz entsprechend ihrer eigenen Strategie, unter Einbezug aller Finanzkennzahlen und Risiken und unabhängig von den derzeit noch nicht endgültig klaren Rahmenbedingungen planen und durchführen.

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Ralf Gerhard Hoffmann
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