Rösler: Zusage für Seekabelverbindung zwischen Norwegen und Deutschland ist ein großer Erfolg

(PresseBox) (Berlin, ) Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, traf heute den norwegischen Erdöl- und Energieminister Ola Borten Moe in Berlin. Bei ihrem Gespräch ging es um die Zusage Norwegens, die erste Seekabelverbindung von Norwegen nach Deutschland zu bauen.

Bundesminister Rösler: "Ich freue mich, dass unser Einsatz von Erfolg gekrönt ist und Norwegen sich dazu entschieden hat, seine erste Seekabelverbindung nach Deutschland zu bauen. Diese neuen Stromleitungen durch die Nordsee sind die Voraussetzung für den künftigen Stromaustausch zwischen unseren Ländern. Durch den Austausch wird die Versorgungssicherheit in Deutschland gestärkt und der Strompreis für Verbraucher und Unternehmen entlastet.

Zudem können wir dadurch künftig auch norwegische Speicherkapazitäten nutzen. Die neuen Gleichstromkabel leisten einen Beitrag zur Integration der erneuerbaren Energien und schaffen mehr Netzstabilität. Angesichts der großen Herausforderungen der Energiewende ist diese neue Seekabelverbindung ein großer Erfolg und eine gute Nachricht für Deutschland. Norwegen ist ein wichtiger und verlässlicher Partner für uns, bei Öl, Gas und künftig auch im Strombereich."

Der norwegische Netzbetreiber Statnett hatte jüngst bekannt gegeben, dass aufgrund innernorwegischer Netzengpässe bis 2021 der Anschluss von zwei Seekabeln in Norwegen möglich sei. Seither stehen das Bundeswirtschaftsministerium und die Bundesnetzagentur in engem Kontakt mit den beteiligten Parteien.

Jetzt hat Statnett entschieden, das erste Kabel bis 2018 nach Deutschland zu bauen. Die Einzelheiten der Finanzierung, die von Statnett sowie auf deutscher Seite vom Netzbetreiber TenneT und der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW getragen werden, sollen bis Ende September feststehen.

Nach Russland ist Norwegen Deutschlands zweitwichtigster Gaslieferant (mit ca. 34 %). Als weltweit drittgrößter Öl- und Gasexporteur will Norwegen durch Nutzung der Gasvorkommen in der Barentsee seine Lieferkapazität in Zukunft weiter ausbauen.

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