Klares Bekenntnis zur Tarifautonomie

iGZ-Mittelstandsbarometer: 90 Prozent votieren für Verhandlungen der Tarifvertragsparteien
Ergebnis (PresseBox) (Münster, ) Ein eindeutiges Bekenntnis zur Tarifautonomie lieferten jetzt die iGZ-Mitgliedsunternehmen anlässlich der vierten Umfrage zum iGZ-Mittelstandsbarometer: 90 Prozent votierten dafür, dass die Tarifvertragsparteien der Zeitarbeitsbranche die Equal Pay-Verhandlungen führen sollen und erteilten damit einer gesetzlichen Regelung eine klare Absage. "Damit", so iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz, "drückten die iGZ-Mitglieder auch ihr Einverständnis für den eingeschlagenen iGZ-Tarifverhandlungskurs mit den DGB-Gewerkschaften zur Lohnangleichung von Stammpersonal und Zeitarbeitnehmerschaft aus". Weitgehend stabil zeigt sich der Zeitarbeitskräftemarkt im ersten Quartal 2012: Mit 89 Prozent Vollzeitjobs bei 82,8 Prozent unbefristeten Arbeitsverträgen liegt die Quote sicherer Arbeitsplätze unverändert hoch. 67,9 Prozent der Arbeitnehmerschaft kassiert übertarifliches Entgelt. Auch die Zahl der Übernahmen von Zeitarbeitskräften in das Stammpersonal der Kundenunternehmen verharrt mit runden 33 Prozent auf hohem Niveau - im dritten Quartal 2011 lag hier die Spitze bei 36 Prozent. Nach wie vor blicken die Unternehmen optimistisch in die Zukunft: 56,7 Prozent sehen die weitere wirtschaftliche Entwicklung "positiv" oder "eher positiv", rund ein Drittel 31,2 Prozent) schätzt die Lage etwa gleichbleibend ein. Nach wie vor kann von einer Verdrängung des Stammpersonal durch mittelständische Zeitarbeit keine Rede sein - 89,7 Prozent der Kundenunternehmen beschäftigen maximal bis zu zehn Zeitarbeitnehmern, 78,8 Prozent davon sogar nur bis zu fünf überlassenen Arbeitskräften. Dabei macht sich der Fachkräftemangel bemerkbar. 59 Prozent (4. Quartal 2011: 58,2 Prozent) verfügen über eine anerkannte Berufsausbildung. Nach wie vor stark vertreten ist die Gruppe der Zeitarbeitnehmer ohne Ausbildungsabschluss: 25,9 Prozent sind ungelernte Hilfskräfte. Laut iGZ-Mittelstandsbarometer waren 44,7 Prozent der Beschäftigten im ersten Quartal 2012 im Ersteinsatz, für 55,3 Prozent war es der zweite oder weitere Einsatz. Das spricht einerseits für einen hohen Anteil von Zeitarbeitskräften, die aus der Arbeitslosigkeit kommen, und andererseits angesichts der weiteren Einsätze für die Stabilität der Arbeitsverhältnisse. "Die Ergebnisse dokumentieren einmal mehr den hohen Stellenwert mittelständischer Zeitarbeit für stabile wirtschaftliche Verhältnisse und die positiven Auswirkungen unserer soliden Verbandspolitik", zog der iGZ-Hauptgeschäftsführer das Fazit aus der vierten Umfragewelle zum iGZ-Mittelstandsbarometer. Die Ergebnisse werden jeweils vom iGZ unabhängig von der Sozialen Innovation (SI) GmbH Dortmund/ Berlin ermittelt.

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iGZ Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V.
Albersloher Weg 10
D-48155 Münster
Wolfram Linke
Pressesprecher/ Redakteur

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