Umstellung im Innenstadt-Fernwärmenetz: Hamburg spart 10.000 Tonnen CO2 pro Jahr

In den bestehenden Trassen werden neue Heißwasser-Leitungen verlegt (PresseBox) (Berlin, ) Die Umstellung der Fernwärme-Versorgung in der Hamburger Innenstadt trägt den Klimaschutzzielen der Stadt Hamburg Rechnung: Vattenfall spart jährlich 10.000 Tonnen CO2-Emissionen ein.

Im Juli 2010 ist das alte Stadtdampfnetz - der Ursprung der Fernwärmeversorgung in Hamburg - stillgelegt worden. Die Fernwärmekunden des Stadtdampfnetzes wurden über einen Zeitraum von acht Jahren sukzessive an das modernere Heizwassernetz angeschlossen. 2011 war das erste komplette Jahr ohne Dampfnetz im Innenstadtbereich, sodass sich jetzt erstmals die energetischen Vorteile der Umstellung mit Zahlen belegen lassen: 10.000 Tonnen CO2 werden jährlich eingespart. Denn die neu verlegten Heizwasserleitungen sind wesentlich besser wärmegedämmt als es die teilweise bis zu 70 Jahre alten Dampfleitungen waren. So lassen sich jährlich 65 Gigawattstunden Fernwärmenetzverluste vermeiden. Gleichzeitig steigt die Versorgungssicherheit der in der Hamburger Innenstadt gelegenen Kunden.

Vattenfall hat in das langfristige Infrastrukturprojekt 40 Millionen Euro investiert, es über acht Jahre konsequent umgesetzt und dabei die Wärmeversorgung für rund 25.000 Wohneinheiten aufrecht erhalten:

2002 erfolgt der Beschluss zum Rückbau des Dampfnetzes.
2003 beginnt die Umstellung der innerstädtischen Stadtdampfversorgung auf Heizwasser.
2010 geht das letzte Teilstück des Stadtdampfnetzes außer Betrieb.
2011 erhält die Hamburger Innenstadt zum ersten Mal Fernwärme ohne Stadtdampfnetz.

Teile der 36 Kilometer langen ehemaligen Dampftrassen werden weiterhin genutzt. Die historische Infrastruktur dient der kostengünstigen Ertüchtigung des Heizwassernetzes in der Innenstadt, zum Beispiel in der Straße Lange Mühren am Hauptbahnhof. Hier werden in den bestehenden Trassen neue Heißwasser- Leitungen verlegt (mit Foto).

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