Bayerisches Handwerk zum Einlagensicherungssystem

BHT befürchtet Vertrauenskrise in Banken und Sparkassen
(PresseBox) (München, ) Der Bayerische Handwerkstag (BHT) warnt davor, im Zuge der geplanten Bankenunion die nationalen Einlagensicherungssysteme durch ein europaweit einheitliches Sicherungssystem zu ersetzen. BHT-Präsident Heinrich Traublinger, MdL a. D. und Hauptgeschäftsführer Dr. Lothar Semper machen in einem Brief an Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, Wirtschaftsminister Martin Zeil und Finanzminister Dr. Markus Söder deutlich, dass die Abkehr von den bewährten deutschen Einlagensicherungssystemen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer erheblichen Vertrauenskrise in Banken und Sparkassen führen und diese in ihrer Leistungsfähigkeit massiv beeinträchtigen würde. Traublinger und Semper wörtlich: "Gerade das Handwerk ist auf solide und zuverlässige Finanzierungspartner angewiesen, wie sie insbesondere die Genossenschaftsbanken und Sparkassen darstellen."

Schon heute könne man davon ausgehen, dass mit einem EU-weit einheitlichen Sicherungssystem das bewährte hohe Sicherungsniveau in Deutschland keinen Bestand mehr haben werde. Auch liege auf der Hand, so die BHT-Vertreter, dass im nächsten Schritt mit dem Geld dieses Sicherungssystems, und damit auch mit dem Geld der deutschen Sparer und Anleger, die maroden Banken in ganz Europa gestützt werden sollen. Traublinger und Semper fordern, dass die Drei-Säulen-Struktur des deutschen Bankensystems durch die Pläne zur Bankenunion nicht in Frage gestellt und gefährdet werden dürfe. Das bayerische Handwerk bittet die Vertreter der Staatsregierung, sich für eine kompromisslose Beibehaltung der bewährten deutschen Einlagensicherungssysteme einzusetzen.

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