Rösler trifft den libyschen Minister für Strom und Erneuerbare Energien Al Baraasi

Dr. Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie (rechts), mit Dr. Awad Ibrahim Al Baraasi, libyscher Minister für Strom und Erneuerbare Energien (Foto: BMWi) (PresseBox) (Berlin, ) Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, ist heute am Rande des in Berlin stattfindenden Africa Energy Forum mit dem libyschen Minister für Strom und Erneuerbare Energien, Dr. Awad Ibrahim Al Baraasi, zu einem bilateralen Gespräch zusammen getroffen, um über die Lage auf den internationalen Energiemärkten und bilaterale Kooperationspotentiale bei erneuerbaren Energien zu sprechen.

Bundesminister Rösler: "Die Bundesregierung begrüßt die Ziele Libyens zum Ausbau erneuerbarer Energien. Das Land kann in diesem Bereich von der hohen technologischen Erfahrung deutscher Unternehmen profitieren. Künftig könnte Libyen auch für die Realisierung des DESERTEC-Vorhabens relevant werden - die geographischen Voraussetzungen für die Entwicklung der Solarenergie sind sehr gut. Libyen ist zudem ein wichtiger Partner Deutschlands für die Versorgung mit Erdöl. Es ist erfreulich, dass die Produktion in Libyen nach dem Bürgerkrieg so schnell wieder aufgenommen wurde und fast schon wieder das Vorbürgerkriegsniveau erreicht hat."

Der Anteil erneuerbarer Energien in Libyen ist bislang sehr gering und beschränkt sich hauptsächlich auf die Nutzung von Biomasse. Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Strommarkt auf bis zu 30 Prozent steigen. Die geographischen Bedingungen des Landes für den Ausbau von Sonnen- und Windenergie gelten als sehr gut.

Libyen ist zudem ein wichtiger Öllieferant Deutschlands. In 2010 bezog Deutschland rd. 7,3 Mio. t Rohöl aus Libyen, das waren rd. 7,8 Prozent der Gesamtöleinfuhren. Seit Januar 2012 bezog Deutschland ca. 2,7 Mio. t Rohölimporte aus Libyen. Das Land ist damit aktuell viert wichtigster Lieferant für Deutschland (nach Russland, Großbritannien und Norwegen).

In folge des Bürgerkrieges war die Wirtschaftsleistung Libyens 2011 um 61 Prozent auf 36,9 Mrd. US-Dollar eingebrochen (2010: 80,4 Milliarden) nach Schätzungen von Germany Trade and Invest wird das BIP dieses Jahr um 76,3 Prozent steigen, so dass das Vorbürgerkriegsniveau zu ca. 80 Prozent wieder erreicht wird. Auch die Tendenz des bilateralen Handels mit Deutschland zeigt in 2012 bereits wieder nach oben. So konnten Deutsche Unternehmen im ersten Quartal Waren im Wert von ca. 150 Mio. Euro nach Libyen exportieren.

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