Die Hälfte des Netzwerk-Equipments ist voraussichtlich in fünf Jahren veraltet

Neue Marktdynamik ändert das Lebenszyklusmanagement von Technologien
(PresseBox) (Oberursel, ) 45 Prozent der Netzwerkgeräte, die in ungefähr 300 Unternehmen im Einsatz sind, werden in fünf Jahren komplett veraltet sein. Das geht aus den Daten des "Network Barometer Report 2012" hervor, der diese Woche von Dimension Data veröffentlicht wurde. Dies ist ein Anstieg um 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Darüber hinaus ist der Prozentsatz der Geräte, die sich in der End-of-Sale-Phase befinden, von 4,2 Prozent im Kalenderjahr 2010 auf 70 Prozent im Kalenderjahr 2011, exponentiell gewachsen.

Dem Report zufolge bewegen Geräte-Hersteller viele ihrer Produkte strategisch in die End-of-Sale- Phase, um Platz für neuere Technologien zu schaffen. Gleichzeitig ist der Prozentsatz der Geräte, die kurz vor einer Vertragsverlängerung stehen oder sich in der End-of-Engineering-Phase befinden, dramatisch von 86,2 Prozent auf 20,8 Prozent gesunken.

Der aktuelle Network Barometer Report bezieht sich auf Daten von 294 Unternehmen aller Größen und Industriezweige, die für das Technology Lifecycle Management (TLM) Assessment1 erfasst wurden.

Raoul Tecala, Business Development Director Network Integration bei Dimension Data erklärt: "In den letzten zwei Jahren konnten wir einen signifikanten Wandel erleben, von einer produktorientierten Entwicklung hin zu einer Architektur-Entwicklung. Somit wird ein besserer Support für makro-technologische Trends wie Virtualisierung, Video und Mobile Services gewährleistet. Ein gutes Beispiel dafür ist Ciscos Produkt-Portfolio Borderless Networks². Außerdem wurden in den letzten Jahren Upgrades bei jeder Routing- und Switching-Produktfamilie vorgenommen."

Am anderen Ende des Spektrums zeigt der Rückgang der Geräte, die kurz vor einer Vertragsverlängerung stehen oder sich in der End-of-Engineering-Phase befinden, dass IT Manager eine Upgrade-Strategie eingeschlagen haben - vor allem bei den Produkten, deren Lebenszyklus ein Risiko für den operativen Bereich darstellen. Der Prozentsatz der Geräte in der Kategorie Last-Dayof- Support stieg lediglich um nur 0,2 Prozent auf 9,2 Prozent im Vergleich zu 9 Prozent in 2010.

"Die Tatsache, dass die Ergebnisse in der Kategorie Last-Day-of-Support fast unverändert blieben, während in anderen Kategorien dramatische Veränderungen stattgefunden haben, deutet darauf hin, dass Unternehmen Benchmarkings zur Überalterung der Geräte durchgeführt haben", so Tecala. "Unserer Meinung nach aktualisieren Unternehmen bewusst diese Geräte nicht, weil sie nach einer Evaluierung festgestellt haben, dass sie nicht unternehmenskritisch sind und das Risiko, sie im Einsatz zu haben, ist gering."

"Diese Veränderungen zeigen deutlich, dass unsere Kunden eine höhere Transparenz bezüglich ihrer Netzwerk-Assets pflegen und ein besseres Verständnis dafür entwickeln, wo sie ohne Risiko Assets einsparen können. Das ist genau das, was wir erreichen wollten", so Tecala.

Aber selbst wenn die Ergebnisse auf eine bessere Transparenz hinweisen, bewegt sich der Markt sehr schnell und Unternehmen müssen Upgrades in ihren Budgetplänen berücksichtigen, damit sie wettbewerbsfähig bleiben. "Aufgrund der schnellen technologischen Entwicklungen ist heutzutage der Lebenszyklus von Assets kürzer denn je. Kunden rechnen mit einer siebenjährigen Abschreibung der Anschaffungskosten für ihre Netzwerkgeräte. Die erhobenen Daten zeigen, dass fast die Hälfte der zurzeit eingesetzten Netzwerkgeräte ihr Last-Day-of-Support bereits nach fünf Jahren erreicht.

"Darüber hinaus können Geräte, die trotz des fortgeschrittenen Lebenszyklus noch einsetzbar sind, in der Regel keine strategischen Technologie-Investitionen wie Mobile Services und Videokommunikationstechnologien unterstützen. Unternehmen, die Upgrades ausschließlich nach dem zeitlichen Plan durchführen, werden der Konkurrenz, die Upgrades zur Risikominimierung und Business-Optimierung durchführt, hinterher hinken", sagt Tecala.

Weitere Ergebnisse des Network Barometer Reports:

Zwei Drittel aller erfassten Geräte in 2011 weisen mindestens eine bekannte Sicherheitslücke auf: Die Geräte, die bereits in den vergangenen Jahren im Technology Lifecycle Management Assessment erfasst wurden, hatten weniger Sicherheitslücken: 59 Prozent im Vergleich zu den Erst-Teilnehmern, die bei 75 Prozent liegen;

- Vier unter den Top Ten der häufigsten Sicherheitslücken sind neu. Drei davon sind mit Sicherheitsrisiko hoch eingestuft, während PSIRT #111895 - in sechs Prozent der Netzwerk- Geräte vorkommend - als kritisch eingestuft wurde. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre IOS-Patch-Management-Prozesse umfangreich sind und regelmäßig durchgeführt werden;
- Unternehmen, die Desktop-Virtualisierung und Pervasive-Video planen, müssen vorab einen Upgrade ihrer Routing- und Switching-Infrastruktur vornehmen. Nur 18 Prozent der erfassten Switches waren in der Lage diese Technologien zu unterstützen.

Über den Network Barometer Report 2012

Der Network Barometer Report 2012, veröffentlicht von Dimension Data, berichtet über den Status der Netzwerke weltweit und basiert auf erhobenen Daten von 294 Unternehmen sowie auf den Technology Lifecycle Management (TLM) Assessments, die von Dimension Data in 2011 weltweit durchgeführt wurden. Der Bericht überprüft die Readiness der Netzwerke auf Sicherheitsrisiken, End-of-Life-Status und Konfigurationsabweichungen von Best Practice Netzwerk-Geräten.

1 Das Technology Lifecycle Management (TLM) Assessment ist ein Service zur Evaluierung des IT-Infrastruktur-Bestandes eines Unternehmens. Netzwerk-Bestände werden aufgenommen, katalogisiert und analysiert. Es identifiziert die grundlegende Konfiguration sowie Problemstellen wie End-of-Life- oder Sicherheits-Themen, damit Unternehmen diese pro-aktiv adressieren können.

2 Cisco entwickelte ein System zur Kennzeichnung sechs wichtiger Phasen im Lebenszyklus eines Technologie-Produktes; diese reichen von künftigem End-of-Sale - diese markiert den Anfang des Produktlebenszyklus - hin bis zum Last-Day-of- Support - das Datum, wann die Wartung des Produktes durch den technischen Support des Herstellers endet. Technologie, die nach dem End-of-Sale-Datum im Einsatz ist, muss als veraltet betrachtet werden. Je mehr es sich dem Last-Day-of- Support nähert, desto schwieriger wird es sein, das Asset zu warten. Darüber hinaus ist das Produkt stärker Risiken ausgesetzt.

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