Bayerisches Handwerk zur neuen OECD-Studie

Traublinger: "Berufliche Bildung stärkt deutsche Wirtschaft"
(PresseBox) (München, ) Die Ergebnisse der neuen OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2012" belegen erneut die Leistungskraft des deutschen Bildungswesens. So ist Deutschland das einzige OECD-Land, das in den vergangenen Jahren die Arbeitslosigkeit auf allen Bildungsniveaus abbauen konnte. "Es ist daher nur logisch, dass unsere erstklassige berufliche Bildung wieder als Vorbild für andere Staaten genannt wird", erklärt Heinrich Traublinger, MdL a. D., Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT). Gerade junge Menschen profitieren in Deutschland von einer Berufsausbildung: so liegt die Jugendarbeitslosigkeit mit rund 7,9 Prozent europaweit auf dem niedrigsten Niveau.

Allerdings bietet die OECD-Studie aus Sicht des bayerischen Handwerks auch wieder Anlass für Kritik. Die Interpretation des neu aufgenommenen Indikators zur Bildungsmobilität zwischen den Generationen zeige eine haarsträubende Überheblichkeit seitens der OECD, so der BHT-Präsident. Entscheidet sich beispielsweise das Kind eines Beamten, eine handwerkliche Ausbildung zum Hörgeräteakustiker zu absolvieren, bedeutet dies in den Augen der OECD einen Bildungsabstieg! "Gleiches gilt dann wohl auch, wenn das Kind eines Professors 'nur' die Promotion schafft. Manchmal verstehe ich wirklich nicht, was in den Köpfen der Damen und Herren von der OECD vor sich geht. Niemand sollte diskriminiert werden, nur weil sein Bildungsweg nicht über Abitur und Hochschule führt", kritisiert Traublinger. Dass sich die berufliche Bildung in Deutschland voll auf Augenhöhe mit der schulischen und akademischen Bildung befinde, sei schließlich der Hauptgrund für die wirtschaftliche Stärke des Landes.

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