Schaeffler auf der Husum WindEnergy 2012

FAG GreaseCheck: Durch Analyse von Schmierfett dem Wälzlagerschaden einen Schritt voraus
Grundsätzlicher Aufbau und Arbeitsweise des FAG GreaseCheck (PresseBox) (Husum/Schweinfurt, ) Der Schaeffler Industrial Aftermarket präsentiert auf der diesjährigen Husum WindEnergy als Highlight den Schmierfettsensor FAG GreaseCheck. Durch die Analyse des Fettes im laufenden Betrieb kann einer Schädigung der Wälzlager rechtzeitig vorgebeugt und von zeit- auf bedarfsgesteuerte Schmierung umgestellt werden. Erste Einsätze des Sensors bei führenden Herstellern von Windenergieanlagen sowie großen Windparkbetreibern zeigen, dass diese Methode speziell bei schwer zugänglichen und kritischen Anlagen enorme Zeit- und Kosteneinsparungen ermöglicht. Darüber hinaus werden Umwelt und Ressourcen geschont und ein höherer Nutzungsgrad der Anlagen erreicht.

Auf die richtige Schmierung kommt es an

Etwa 90 Prozent aller Wälzlager werden mit Fett geschmiert. Ist der Schmierstoff verbraucht oder verschmutzt, sind Wälzlagerschäden vorprogrammiert. Um dem vorzubeugen, ist die Überwachung des Fettzustands während des Betriebes der Anlage ein wesentlicher Sicherheitsfaktor für den Anlagenbetreiber. Da der tatsächliche Zustand des Schmierstoffs bisher nur über aufwändige Entnahmen und kosten- sowie zeitintensive Labormessungen ermittelt werden kann, wird meist der Weg der gezielten Überfettung des Wälzlagers gewählt. Erhöhte Walkarbeit und die daraus resultierende erhöhte Lagertemperatur können sich jedoch ebenfalls negativ auf die Funktion der Wälzlager auswirken. Durch die Online-Überwachung mit dem FAG GreaseCheck ist der Anwender jederzeit über den Zustand des Fettes informiert und muss erst dann eingreifen, wenn das Fett die physikalischen Eigenschaften für eine zuverlässige Schmierung nicht mehr erfüllt. Dies ist aber immer noch rechtzeitig bevor eine Schädigung der Wälzlager und eventuelle Anlagenausfälle aufgrund von unzureichender Schmierung eintreten können.

FAG GreaseCheck - kleiner Sensor mit intelligenter Auswerteelektronik

Der Sensorkopf mit einem Durchmesser von nur fünf Millimetern wird unmittelbar in den Schmierstoff eingebettet. Mithilfe des optischen Infrarot-Reflexions-Verfahrens können vier Parameter detektiert werden: Wassergehalt, Trübung, thermischer oder mechanischer Verschleiß und Temperatur. Eine intelligente Auswerteelektronik generiert daraus ein analoges Signal, das den Anwender schnell und einfach über den Zustand des Fettes informiert. Wird ein Schwellwert gesetzt, kann durch ein Signal direkt ausgegeben werden, ob der Fettzustand gut oder schlecht ist. Somit können auf plötzlich auftretende Veränderungen des Fettzustands umgehend geeignete Maßnahmen bis hin zu einer Notabschaltung durchgeführt werden.

Einsatz, Einbau und Einführung auf dem Markt

Der FAG GreaseCheck ist für die FAG Arcanol Schmierstoffe und nach vorheriger Kalibrierung auch für weitere auf dem Markt verfügbare Fette einsetzbar. Speziell für die schwer zugänglichen und produktionskritischen Anlagen in der Windkraft birgt das Verfahren großes Einsparungspotential. Sowohl Ausfallzeiten als auch Kosten für Schmierstoffe, Instandhaltung und Ersatzteile können reduziert und der Nutzungsgrad der Anlage erhöht werden. Die derzeitigen Einsätze des Sensors in Windenergieanlagen (WEA) bestätigen diese Ansätze. Bei der Installation des Sensors unterstützen die Schaeffler-Anwendungstechniker, da der optimale Einbauort von Anwendung zu Anwendung variiert und genau festgelegt werden muss. In den Großlagern der WEAs sollte der FAG GreaseCheck beispielsweise in der unmittelbaren Nähe der Lastzone des Lagers eingebaut werden. Zukünftig werden einige Wälzlagergehäuse von Schaeffler bereits von Haus aus mit einer entsprechenden Aufnahme zur optionalen Platzierung des Sensors ausgestattet. Dieser wird nach Abschluss der letzten Feldtests ab dem zweiten Quartal 2013 auf dem Markt erhältlich sein.

Kontakt

Schaeffler AG
Industriestraße 1-3
D-91074 Herzogenaurach
Martin Adelhardt
Schaeffler KG
Leiter Kommunikation Schaeffler Gruppe Industrie
Katharina Foerst

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