Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert Verbundprojekt zur Verkehrssicherheit

(PresseBox) (Berlin, ) Jährlich verursachen Personen- und Sachschäden bei Straßenverkehrsunfällen volkswirtschaftliche Kosten von über 30 Milliarden Euro. Das sind mehr als 1 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Die Reduzierung von Verkehrsunfällen ist jedoch nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein gesellschaftliches Gebot.

Vor diesem Hintergrund wurde unter Federführung der deutschen Automobilindustrie das Forschungsprojekt UR:BAN mit Gesamtkosten von 80 Mio. Euro ins Leben gerufen, an dem sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zur Hälfte mit Fördermitteln beteiligt. Durch eine neue Qualität im Bereich der Fahrerassistenz- und Verkehrsmanagement­systeme soll mehr Sicherheit speziell in dicht besiedelten Gebieten erreicht werden.

Die im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für Technologiepolitik zuständige Staatssekretärin, Anne Ruth Herkes: "Die Vermeidung von Verkehrsunfällen und der damit verbundenen enormen volkswirtschaftlichen Belastungen ist ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung. Wir wollen mit dem Projekt UR:BAN vor allem eine Minderung der Unfallgefahren in dicht besiedelten Gebieten erreichen. Eine Besonderheit liegt dabei in der Berücksichtigung des menschlichen Verhaltens bei passiven und aktiven Verkehrsteilnehmern. Damit sollen z.B. für Autofahrer komplexe Verkehrssituationen beherrschbar bleiben. Insofern hat sich UR:BAN die Entwicklung höchst anspruchsvoller Technologien im Bereich der Fahrerassistenz­systeme zum Ziel gesetzt."

An dem Projekt UR:BAN (Urbaner Raum: Benutzergerechte Assistenzsysteme und Netzmanagement) beteiligen sich namhafte Vertreter aus der Automobil- und Zulieferindustrie, Elektronik-, Kommunikations- und Softwarefirmen, Universitäten, Forschungsinstitute und Städte. Neben den Forschungs- und Entwicklungs­arbeiten zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sind Strategien zur Steuerung der Verkehrsströme in Abhängigkeit von den Antriebssystemen der Fahrzeuge ein weiterer Forschungsschwerpunkt. Das Projekt ist Bestandteil des 3. Verkehrsforschungsprogramms der Bundesregierung "Mobilität und Verkehrstechnologien".

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