Wie Job und Privatleben sich die Waage halten

(PresseBox) (München, ) Work-Life-Balance bedeutet nicht nur, Familie und Karriere unter einen Hut zu bekommen. Die Kunst besteht vor allem darin, den Beruf mit dem gesamten Privatleben, wie soziale Kontakte, Freizeitaktivitäten und Zeit für sich selbst, in Einklang zu bringen. Wenn das gelingt, können sich die beiden Lebensbereiche stützen und ergänzen. Steht im Job oder Zuhause eine schwere Phase bevor, kann diese durch den anderen Bereich aufgefangen werden. Die Experten von TÜV SÜD zeigen einige Möglichkeiten, wie Mitarbeiter eine gesunde Work-Life-Balance schaffen und inwieweit der Arbeitgeber sie beim Ausgleich zwischen Privatem und Beruflichem unterstützen kann.

Tipps für Arbeitnehmer

- Den passenden Job finden. Wer mit Freude und Leidenschaft dabei ist, dem fällt es deutlich leichter, stressige Zeiten oder Tiefphasen im Beruf zu überwinden. Aus diesem Grund sollten der Arbeitsplatz und seine Anforderungen den eigenen Interessen und Qualifikationen entsprechen.
- Lernen, abzuwägen. Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Beruf und Privatleben bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Verteilung zwischen den beiden Bereichen immer 50/50 entsprechen muss. Eine temporäre Überlastung ist durchaus erträglich, wenn sie sich auf längere Sicht wieder ausgleicht. Wichtig ist dabei allerdings, den Absprung zu schaffen und sich nach einer stressigen Phase Zeit für sich selbst sowie für Familie und Freunde zu nehmen.
- Grenzen setzen. Permanente Überforderung wird auch für den motiviertesten Mitarbeiter irgendwann zum Problem und hemmt die Kreativität und Produktivität. Deshalb sollte nicht jede Aufgabe, die an einen herangetragen wird, unüberlegt angenommen werden. Mitarbeiter müssen sich Grenzen und Prioritäten setzen. Ist dies aufgrund der Fülle an Arbeit nicht möglich, sollte das Gespräch mit dem Arbeitgeber gesucht werden, um eine Lösung zu finden.
- Soziale Kontakte nicht vernachlässigen. Ist im Job auch noch so viel los, sollten Familie und Freunde nicht dauerhaft darunter leiden. Denn, wenn eine Stressphase auf die nächste folgt und kein Land in Sicht ist, werden sich die Lieben irgendwann vernachlässigt fühlen. Wer diesen Punkt übersieht, ist schnell einsam.
- Ausgleich schaffen. Wer im Beruf stark gefordert ist, strapaziert auch seinen Körper. Regelmäßige Pausen sowie ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und sportlicher Ausgleich stärken nicht nur die Fitness, sondern erhöhen auch die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit und senken den Stresspegel.

Was der Arbeitgeber tun kann

- Systematisch Stressquellen ermitteln und reduzieren. Eine Möglichkeit, bestehende Risikofaktoren im Unternehmen in den Griff zu bekommen und Verbesserungspotenziale auszuschöpfen, ist bspw. der BalanceCheck von TÜV SÜD. Dieser beinhaltet eine Analyse der psychischen Belastungen und vorhandenen Ressourcen der Mitarbeiter und stellt die aktuelle Arbeitssituation (Ist-Wert) der Wunsch-Arbeitssituation (Wunsch-Wert) gegenüber. Dadurch können Handlungsempfehlungen zur Verringerung von krankmachenden Stressfaktoren und spezifische Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet werden.
- Ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) aufsetzen. Mit einem BGM wird die Arbeitsplatzgestaltung und die Arbeitsatmosphäre individuell und ganzheitlich betrachtet und möglichst gesundheitsförderlich gestaltet. Das wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz und dementsprechend auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter aus. Zum anderen stellen "weiche Faktoren" ein immer gewichtigeres Kriterium bei der Entscheidung für oder gegen einen Arbeitsplatz und somit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmen dar.
- Flexible Arbeitszeiten schaffen. Obgleich sie nicht in jeder Branche gleichermaßen umgesetzt werden können, sind flexible Arbeitszeiten eine bekannte und weit verbreitete Work Life Balance Maßnahme. Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitern demnach, die Arbeitszeiten so variabel wie möglich zu gestalten, um auch privat flexibler zu sein. So können sie beispielsweise reagieren, wenn der Partner oder das Kind krank werden. Zudem können Sonderurlaube, das sogenannte Home Office, oder Sabbaticals Teil einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung sein.
- Weiterbildungen anbieten. Fachliche Weiterbildungen erhöhen die Kenntnisse und Fähigkeiten des Arbeitnehmers und qualifizieren ihn für neue oder anspruchsvollere Tätigkeiten. Von den Kenntnissen und Fähigkeiten, die Mitarbeiter neben dem alltäglichen Berufsleben erwerben, profitieren nicht nur sie selbst, sondern auch der Arbeitgeber. Schulungen zu Themen wie Stress- und Zeitmanagement helfen außerdem, Stress zu vermeiden.
- Mitarbeiter unterstützen, Job und Familie zu vereinen. Neben dem Angebot flexibler Arbeitszeiten, können Arbeitgeber auch Möglichkeiten schaffen, die dem Familienleben ihrer Mitarbeiter zugute kommen. Beispielsweise bieten sich Kinderbetreuungsmöglichkeiten im Haus oder Partnerschaften mit nahe gelegenen Kindergärten oder Krippen an oder auch eine Kooperation mit einem Pflegedienst.

Weitere Informationen für Medien zum Thema Gesundheit und Betriebliches Gesundheitsmanagement gibt es im Internet unter www.tuev-sued.de/presse/BGM.

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