Spezielle Schönheitsbehandlung für Stoffe

Die Firma Veramtex SA ist als einziges belgisches Unternehmen nach OEKO-TEX® Standard 1000 zertifiziert
Das belgische Unternehmen Veramtex SA hat sich komplett auf die Behandlung von Geweben und Strickwaren aus Natur- und Cellulosefasern spezialisiert. Abgesehen von Optimierungen und Investitionen im Hinblick auf die Rückgewinnung von Ammoniak tragen andere, häufig von den Mitarbeitern vorgeschlagene Verbesserungen (von automatischen Lichtschaltern bis hin zu optimierten Spannrahmen) dazu bei, mehr Nachhaltigkeit im Betrieb umzusetzen (PresseBox) (Zürich, Switzerland, ) In unserer modernen Welt erfreuen sich sowohl aus Naturfasern als auch aus Cellulosefasern hergestellte Textilien nach wie vor großer Beliebtheit und sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Das belgische Unternehmen Veramtex SA hat sich komplett auf die Behandlung von Geweben und Strickwaren aus Natur- und Cellulosefasern spezialisiert. Mit einem eigens dafür entwickelten innovativen Verfahren, der sogenannten "Beau Fixe" Technologie, können Stoffe aus Baumwolle, Leinen, Lyocell, Hanf oder Ramie ganz nach den individuellen Wünschen der Kunden ausgerüstet werden. Dabei setzt Veramtex konsequent auf umweltfreundliche Prozesse. Die Mehrzahl der Kunden kommt aus dem deutschsprachigen Raum, von wo der OEKO-TEX® Standard seinen Ursprung nahm. Entsprechend strebte Veramtex bereits in den Anfangsjahren eine Zertifizierung nach OEKO-TEX® Standard 1000 an und ist seit dem Jahr 2000 als umweltfreundlicher Betrieb zertifiziert.

Spezialisierung auf Cellulosefasern

Die Gründung von Veramtex SA erfolgte 1983 durch die Kooperation eines französischen Textilunternehmens und einem belgischen Hersteller von stickstoffhaltigem Düngemittel. Die Patentanmeldung des von Veramtex später weiterentwickelten Verfahrens und die ersten erfolgreichen Versuche an Strickwaren datieren bereits aus dem Jahr 1974. Seit 1990 agiert Veramtex erfolgreich als eigenständiges Unternehmen, das sich von Anfang an dem Umweltschutz verschrieben hat. Aus diesem Grund wird die "Beau Fixe" Technologie, die auf der Verwendung von flüssigem Ammoniak basiert, ständig weiterentwickelt und optimiert. Bereits 1990 konnte Veramtex hinsichtlich des eingesetzten Ammoniaks eine Wiedergewinnungsrate von über 99% erreichen. Ein Jahr später überwog die Menge der behandelten Gewebe erstmals die der Strickwaren und eröffnete dem Unternehmen neue Märkte. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden und damit die Produktionskapazität zu verdoppeln, wurde im Jahr 2000 eine zweite hochmoderne Produktionsstraße in Betrieb genommen. Auf einer Gesamt-Produktionsfläche von 3000 m² mit 14 Mitarbeitern schafft Veramtex derzeit einen jährlichen Output von 10 Millionen Metern Gewebe bis zu einer Warenbreite von 1,80 Meter. Daniel Hazard, der die Technologie ursprünglich entwickelt hat, ergänzt: "Durch die Spezialisierung auf einen einzigen effizienten Behandlungsschritt von natürlichen Geweben und Gewirken in Reinform oder Mischungen sind wir in der Lage, ausschließlich auf Kommissionsbasis zu arbeiten - d.h. unsere Lieferanten sind auch gleichzeitig unsere Kunden. Unser selbst entwickeltes und prozessoptimiertes Verfahren erlaubt es uns, jeglichen Wünschen und Qualitätsansprüchen unserer namhaften Klientel an die weiter zu verarbeitenden Produkte gerecht zu werden.

""Beau Fixe" Behandlung

Die hohen Qualitätsansprüche der Verbraucher an moderne Textilien erfordern heutzutage in aller Regel vor der Konfektionierung eine gezielte Behandlung und Ausrüstung von Stoffen und Geweben. Dadurch werden Eigenschaften wie eine optimale Farbfixierung, leichte Pflege, lange Lebensdauer und viele weitere erwünschte und zum Teil unentbehrliche Funktionen von Textilien erst ermöglicht. Veramtex setzt das eigenentwickelte "Beau Fixe" Verfahren (Beau =der Stoff bleibt schön und angenehm, Fixe = der Stoff bleibt stabil nach der Wäsche) ein, um diese gewünschten Eigenschaften je nach Materialzusammensetzung zu erhalten. Daniel Hazard erläutert die Vorteile der Technologie: "Mit der "Beau Fixe" Behandlung geht eine generelle Qualitätsverbesserung aller Cellulosefasern wie Baumwolle, Lyocell, Leinen oder Ramie einher. In erster Linie wird ein gewisser Grad an Knitterfreiheit erreicht, d.h. die Stoffe müssen oft nicht mehr mühsam gebügelt werden. Daneben verfügen die behandelten Artikel über einen weicheren Griff, und die mechanische Abnutzung durch die Maschinenwäsche wird deutlich reduziert. Eine eklatante Verbesserung wird auch bei der Maßstabilität sowie Festigkeit erreicht, oft auch eine Erhöhung der Farbaffinität. Insgesamt gesehen weist ein "Beau-Fixe" behandelter Artikel eine deutlich gesteigerte Pflegbarkeit auf, genau das wünschen sich die Endverbraucher im Alltag.

"Umweltfreundlicher Prozess

Kernpunkt des "Beau Fixe" Technologie ist die Verwendung von flüssigem Ammoniak, die grundsätzlich bei jeder Faser pflanzlichen Ursprungs wie zum Beispiel Baumwolle, Leinen oder Lyocell angewendet werden kann. Ammoniak ist eine chemische Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff und bei Raumtemperatur ein farbloses, stechend riechendes Gas. Unterhalb von −33 °C wird es flüssig, unterhalb von −77,7 °C erstarrt Ammoniak in Form von farblosen Kristallen. Der verwendete flüssige Ammoniak wird, nachdem er die physikalischen Eigenschaften der kristallinen Struktur der Fasern in einem je nach Materialeinsatz zeitlich definierten Quellvorgang verändert hat, unter Zugspannung restlos aus dem Gewebe entfernt. Erst damit wird sichergestellt, dass die Veränderung des Gewebes von Dauer ist. Der Prozess findet bei einer konstanten Temperatur von -33°C, dem Siedepunkt des flüssigen Ammoniaks unter atmosphärischem Druck, statt. Zur Entfernung des Ammoniaks verwendet Veramtex ausschließlich entmineralisiertes Wasser ohne jegliches Additiv.

Seit vielen Jahren arbeitet Veramtex konsequent daran, dem Leitbild einer sauberen Umwelt und - vor dem Hintergrund möglicher Gesundheitsbeeinträchtigungen der Mitarbeiter durch Ammoniak (z. B. Schleimhaut- und Augenreizungen) - auch optimaler Arbeitsbedingungen zu entsprechen. Dies belegt nicht zuletzt die bereits im Jahr 2000 erfolgreich durchgeführte und seither regelmäßig erfolgreich erneuerte Zertifizierung als umweltfreundliche und sozialverträgliche Betriebsstätte gemäß OEKO-TEX® Standard 1000. Mit dem OEKO-TEX® Zertifikat kann Veramtex nach außen hin dokumentieren, dass der im Unternehmen verwendete Prozess nachweislich unter nachhaltigen und umweltfreundlichen Bedingungen abläuft. Dieser Mehrwert wird laut Geschäftsführer Marc Vanhoomissen von Dritteinrichtungen sehr geschätzt - vor allem von den örtlichen Behörden: "Die Zertifizierung nach OEKO-TEX® Standard 1000 verhilft uns neben der Erfüllung sämtlicher Qualitätsansprüche unserer Kunden dabei, das Vertrauen der Kontrollbehörden zu gewinnen, indem wir Außenstehenden einen Einblick in wichtige Aspekte wie Sicherheit und Umwelt gewähren."

Tatsächlich kann das nach der Behandlung dem Gewebe restlos entzogene Ammoniak durch dafür speziell entwickelte Anlagen wieder gewonnen, gereinigt und innerhalb dieses Verfahrens ohne Luft- und Wasserverschmutzung zu über 99% erneut verwendet werden. Dabei ist auch der Sicherheitsgedanke aufgrund des Gefahrenpotenzials des allgegenwärtigen Grundstoffs Ammoniak ein fest verankerter Bestandteil der Entwicklungsarbeit. Dies verdeutlicht auch eine einzigartige Rückgewinnungsanlage bei Veramtex, die Ammoniak mittels Destillation aus Ammoniakwasser gewinnt. Zugunsten dieser Anlage und dem ungefährlicheren Ammoniakwasser wurde in jüngster Zeit der riskante Transport von flüssigem Ammoniak per Lastkraftwagen aus Sicherheitsgründen aufgegeben. Aber auch andere Optimierungsmaßnahmen wie beispielsweise ein verbessertes Energiemanagement verhelfen dem Unternehmen zu mehr Nachhaltigkeit.

Kontakt:
Veramtex SA
Avenue Antoon Van Oss, 1
1120 Brüssel
BELGIEN
Tel: +32 (0)2 262 02 34
Fax: + 32 (0)2 268 61 46
E-Mail: veramtex@veramtex.com

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Helmut Mueller
Oeko-Tex International

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