Projektbezogene Lieferantenbewertung bei Energieversorger

EWV Stolberg: Baustellenbewertung mit dem Supply-Monitor von Simmeth System
(PresseBox) (Burghausen, ) Bei der EWV (Energie- und Wasser-Versorgung GmbH) Stolberg werden parallel zur jährlichen Bewertung des gesamten aktiven Lieferantenpools die Tiefbaulieferanten über den Supply-Monitor von Simmeth System projektspezifisch bewertet. Hierbei wird für jede Baustelle, welche gewisse Kriterien erfüllt, ein webbasierter Fragebogen an die Projektverantwortlichen versandt. Die Antworten der Techniker fließen direkt in die Supply-Monitor Datenbank ein und werden dort automatisch je Projekt und Lieferant verrechnet und klassifiziert. Ergebnisse stehen für detaillierte Analysen, Auswertungen und Berichte auf Knopfdruck zur Verfügung. Für die Entwicklung der Lieferanten wurden je nach Bewertungsklassifizierung Handlungsempfehlungen erarbeitet.

Das SRM (Supplier Relationship Management) System bei der EWV Stolberg umfasst alle Prozessschritte des Lieferantenmanagements – von der Selektion und Qualifizierung über die Bewertung, Klassifizierung bis hin zur methodischen Lieferantenentwicklung. Die EWV Stolberg hat dies mit dem Supply-Monitor von Simmeth System in der Praxis Schritt für Schritt erfolgreich implementiert.

Der zentrale Baustein, die regelmäßige jährliche Bewertung der Lieferanten mittels Kennzahlen aus dem ERP System und webbasierten Fragebögen, welche durch diverse Fachbereiche differenziert nach verschiedenen Warengruppen beantwortet werden, ist bereits seit 2009 erfolgreich im Einsatz.

Hardy Creutz, Leiter Einkauf und Materialwirtschaft: „Projekte aus dem Bereich Tief-, Kabel- und Rohrbau machen 72 Prozent unseres Einkaufsvolumens in der Beschaffungsgruppe Bau aus. Aus diesem Grund und auf Basis der erzielten Erfolge mit der Lieferantenbewertung entschied man sich, dass man diesen Lieferantenpool über eine projektbezogene Baustellenbewertung noch besser und nachhaltiger optimieren könnte.“

Kern der Systematik ist es, dass die Tiefbaulieferanten nach Abschluss einer Baustelle sofort zu ihrer Leistung in diesem Projekt bewertet werden.

Die Bewertungskriterien sind bei einer Projektbewertung andere als bei einer klassischen Lieferantenbewertung. Dabei werden neben dem Preis insbesondere die Zuverlässigkeit und Qualität der Lieferanten je Projekt durchleuchtet. Im Sinne einer 360-Grad-Bewertung, also der Rundumsicht über die Leistung eines Lieferanten, werden die Aspekte der Bauausführung als auch der Bauabrechnung berücksichtigt.

Dieter Gronowski, stellvertretender Leiter Einkauf und Projektverantwortlicher für die Baustellenbewertung: „Die EWV möchte nur solche Lieferanten beauftragen, die für die Ausführung besonders geeignet sind. Neben dem Preis sind besondere Eignungskriterien, w. z. B. Leistungsfähigkeit zu bewerten. Die Ergebnisse der Projektbewertung unterstützen uns bei der Auswahl der richtigen Partner nachhaltig. Außerdem werden die Ergebnisse transparent dargestellt und ermöglichen eine faire Gleichbehandlung aller Lieferanten."

Das frühzeitige Einbinden der Techniker förderte von Anfang an die Akzeptanz dieser Methodik.
In gemeinsamen Workshops einigten sich alle betroffenen Mitarbeiter, im Bereich der Bauabrechnung 3 Kriterien, im Bereich der Bauausführung 5 Kriterien mit Hilfe von Fragebögen zu beurteilen.
Die Fragen zu diesen Kriterien werden in verschiedene Fragebögen aufgeteilt und an jeweils die für die Kriterien Verantwortlichen versandt. Dadurch erreicht man, dass die betroffenen Mitarbeiter jeweils nur wenige Fragen zu ihrem Verantwortungsbereich zu beantworten haben. Dies steigert die Akzeptanz des Vorgehens und gewährleistet trotzdem, dass durch Befragung aller Verantwortlichen ein 360-Grad Bild resultiert.

Die Antworten auf die abgefragten Kriterien fließen direkt in die Supply-Monitor Datenbank ein und werden in Form einer Scorecard mittels Gewichtungen zu einer Bewertung je Projekt bzw. Baustelle und auch je Lieferant verdichtet.

Miriam Lohne, Einkauf EWV: "Der dadurch entstehende umfassende Datenpool aus den bewerteten Projekten bietet ein hervorragendes Fundament für die Zusammenarbeit und die Entwicklung dieser Lieferanten."

Auf Basis der Ergebnisse werden nun die Baustellen in einer Projektklassifizierung in 4 Klassen von „vorbildlich“ bis „entwicklungsbedürftig“ eingestuft und entsprechend der daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen bearbeitet.

Nach einer Pilotierungsphase im Juni und Juli mit ausgewählten Bauprojekten, in der ausnahmslos positive Erfahrungen gesammelt wurden, ging man im August 2012 in den Echtbetrieb. Die Ergebnisse seitdem bei der Vergabe von neuen Projekten verwendet. Das Ziel der Optimierung und Qualitätssteigerung des Lieferantenpools ist an dieser Stelle durch die vorrangige Priorisierung der vorbildlichen Projekte bereits eindeutig zu beobachten.

Hardy Creutz: „Zusammengefasst kann man sagen: die Baustellenbewertung mit dem Supply-Monitor ist effizient, konkret, zeitnah und konsequent. Auf Basis von Zahlen, Daten und Fakten liefert dieses System statt des bisherigen Bauchgefühls jetzt eindeutige Ergebnisse. Sogar die Entwicklungen einzelner Ergebnisse werden nachgehalten und können jederzeit individuell aufbereitet werden.“

Kontakt

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geschäftsführender Gesellschafter
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