Brennstoffzelle: Allianz von Daimler, Ford und Nissan

Mercedes verschiebt Einführung der B-Klasse F-Cell - Kleiner SLS wird gestrichen - Produktionszeit soll von 43 auf 30 Stunden sinken
(PresseBox) (Stuttgart/Köln, ) Daimler verabschiedet sich von der eigenständigen Entwicklung der Brennstoffzelle. Künftig will der Stuttgarter Autobauer gemeinsam mit Nissan und dem amerikanischen Autokonzern Ford eine Brennstoffzelle zum Einsatz in Elektrofahrzeugen entwickeln. Das erfuhr die Zeitschrift auto motor und sport aus Mercedes-Kreisen auf dem Autosalon in Paris. Damit reagiert Daimler auf die neuen Brennstoffzellen-Allianzen in der Autowelt und die Ankündigung Toyotas, schon 2014 den Prius mit serienmäßiger Brennstoffzelle auf den Markt zu bringen.

Von der Kooperation mit Nissan und Ford verspricht sich Daimler vor allem deutlich niedrigere Entwicklungs- und Produktionskosten. Als erstes Modell soll die B-Klasse mit der Brennstoffzelle ausgestattet werden. Allerdings wackelt nach Informationen der Zeitschrift der Einführungstermin 2014 durch die neue Allianz. Die B-Klasse F-Cell mit Brennstoffzelle hatte Mercedes gerade erst auf dem Pariser Autosalon präsentiert.

Die neue Allianz, die Daimler-Chef Dieter Zetsche in Kürze verkünden will, ist Teil des Sparprogramms "Fit for Leadership". Im Rahmen des Programms will Daimler offenbar nicht nur die Produktion von S- und E-Klasse in Sindelfingen zurückfahren. Zudem will Produktionschef Wolfgang Bernhard die Produktionszeit pro Auto von 43 auf 30 Stunden drücken. Zudem setzt Daimler den Rotstift bei der Modellplanung an. So wird der kleine Sportwagen gestrichen, der unterhalb des SLS geplant war.

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