„Food Defense“ wirft zahlreiche Fragen bei Akteuren der Lebensmittelbranche auf

Umsetzung der Anforderungen im Detail noch unklar
(PresseBox) (Essen, ) Kann das Thema Food Defense in ein bestehendes HACCP-Konzept integriert werden? Sind Kameraüberwachungen in der Produktion in Deutschland überhaupt rechtlich zulässig? Welche Regelung kann bei einem Rampenverkauf gefunden werden? Inwieweit kann bei einem original-verschlossenen Produkt ein Manipulationsschutz vorausgesetzt werden? So nur einige Fragen von Unternehmen, die vor die Herausforderung gestellt werden, die Anforderungen von Food Defense („Produktschutz“) ab sofort verpflichtend zu erfüllen.

Im Rahmen des Ende September von DNV Business Assurance veranstalteten Webseminars „Food Defense – ein Buch mit sieben Siegeln?“ fand Lebensmittelsicherheitsexperte Ralph Geyer erste Antworten auf diese und weitere Fragen und führte in die Thematik des Schutzes der Lebensmittelkette vor terroristischen Angriffen ein. Das rege Interesse der rund 90 Teilnehmer spiegelte wider, wie wichtig das Thema für Akteure der Branche aktuell ist. Dabei wurde zum einen die Unsicherheit der Unternehmen im Umgang mit der auf dem europäischen Markt doch recht neuen Anforderung deutlich. Zum anderen wurde seitens der Teilnehmer klar signalisiert, dass Sie hier nach einer effizienten und effektiven Vorgehensweise für das eigene Unternehmen suchen.

Für Ralph Geyer ist das große Interesse an Food Defense nicht weiter verwunderlich: „Während das Thema bisher vor allem für Unternehmen relevant war, die den US-amerikanischen Markt beliefern, gewinnt es spätestens seit der verpflichtenden Einführung in der Version 6 des IFS Food sowie im IFS Logistics 2 auch in Europa zunehmend an Bedeutung,“ so Geyer. „Mit der neuen Version des IFS Standards wurde die seit zwei Jahren freiwillige Checkliste zum Schutz der Produktion vor absichtlichen Schädigungen jetzt durch diverse Anforderungen ersetzt. Unter den Rubriken "Sicherheitsbewertung", "Standortsicherheit", "Personal und Besucher" sowie "Externe Kontrollen" fasst die Checkliste Kriterien zusammen, die von Auditoren ab sofort verpflichtend überprüft werden müssen.“

Von der Festlegung der Inhalte des Food Defense Plans mit entsprechenden Verantwortlichkeiten, über die Gefahrenanalyse und Risikobewertung bis hin zu Sicherheitsmaßnahmen und der Sensibilisierung von Mitarbeitern: Die Manipulationsüberwachung stellt für alle Beteiligten eine Herausforderung dar, die nur mithilfe einer hohen Sensibilisierung für das Thema, entsprechender Schulungen und einer kontinuierlichen Überprüfung des Systems gemeistert werden kann. Ralph Geyer fasst zusammen: „Wenn Produktsicherheit und Produktschutz wirkungsvoll mit einander verknüpft sind, sollte alles in einem vernüftigen – ohnehin vorhandenen – Krisenmanagement zusammengefasst und integriert werden. So werden Doppelarbeiten vermieden. Letztendlich gewährt Food Defense Unternehmen mehr Sicherheit – insbesondere denen, die mit ihren Produkten eine hohe Sichtbarkeit nach außen haben. Aber auch Unternehemen, die in zweiter oder dritter Reihe stehen, sollten das Thema nicht vernachlässigen.“

Mehr zum Thema IFS 6: Kostenlose Veranstaltung
Neben dem Thema Food Defense birgt die neue Version des IFS Food 6 zahlreiche weitere Neuerungen, die trotz bereits erfolgter Einführung des Standards Mitte dieses Jahres, Unternehmen weiterhin vor Herausforderungen stellen. Für Interessenten, die mehr über die Änderungen des Standards erfahren und die hier bereits gesammelten Erfahrungen kennen lernen möchten, bietet DNV Business Assurance eine kostenlose Veranstaltung zum Thema „Neues aus der IFS Standardfamilie“ an - am 05.11.2012 in Düsseldorf.

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