TÜV SÜD steht für Sicherheit in der industriellen Automation

SPS/IPC/Drives in Nürnberg: TÜV SÜD stellt zwei neue Zertifikate vor
(PresseBox) (München/Nürnberg, ) Sicherheit und Zuverlässigkeit in der industriellen Automation - auf der SPS/IPC/Drives in Nürnberg präsentiert TÜV SÜD vom 27. bis 29. November 2012 sein Leistungsspektrum, das von Limited Product Certification von Einzelmaschinen und Komponenten sowie Panel Shop-Zertifizierungen bis zum Schutz von offenen IT-Systemen gegen feindliche Attacken, Sabotage und Spionage reicht. Erstmals präsentiert TÜV SÜD die Zertifikate "IEC 61850" und "Embedded Systems - Safety & Security". (Halle 4, Stand 4-521).

Mit intelligenten Stromnetzen soll die Energiewende möglich werden. Entscheidend für die Realisierung von Smart Grids sind die eingebettete Mess-, Steuer- und Regeltechnik zur Automatisierung der Stromverteilung sowie ein standardisierter Informationsaustausch. "Die Norm IEC 61850 bietet zwar einen einheitlichen Kommunikationsstandard", sagt Maurizio Scavazzon, Produktmanager IEC 61850 im Bereich Embedded Systems der TÜV SÜD AG. "Aber im Mittelspannungs- und Niederspannungsbereich gibt es noch nicht genügend Geräte, die entsprechend ausgelegt sind." Als UCA-akkreditiertes Prüflabor und Competence Center für IEC 61850 unterstützt TÜV SÜD die Gerätehersteller bei der Umsetzung und Dokumentation der Industrieanforderungen. "Das Zertifikat ist der sichtbare Nachweis dafür, dass ein Produkt die Kommunikationsanforderungen der IEC 61850 erfüllt."

Schutz vor feindlichen Attacken, Sabotage und Spionage

Mit vernetzten, offenen Systemen lässt sich in der industriellen Automation viel Zeit und Geld sparen. "Solche Systeme erleichtern zwar die Integration von Anlagen und Komponenten, sind aber auch anfälliger für feindliche Attacken, Sabotage und Spionage", sagt Dr. Thomas Störtkuhl, Spezialist für Industrial IT Security im Bereich Embedded Systems der TÜV SÜD AG. Mit Analysen, Prüfungen, Tests und Zertifizierungen unterstützen die Experten ihre Kunden dabei, Schutzmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. "Für unsere Zertifizierungen haben wir umfassende Kriterienkataloge entwickelt, die das spezielle Umfeld der industriellen Automation und die besonderen Sicherheitsanforderungen berücksichtigen", erklärt Dr. Störtkuhl. "Ich freue mich ganz besonders, dass wir im Rahmen der SPS/IPC/Drives zum ersten Mal unser neues Zertifikat 'Embedded Systems - Safety & Security' präsentieren können."

NRTL-Zertifizierungen für Kleinserien und Schaltschrankhersteller

Mit Zertifizierungen lassen sich Qualitäts- und Sicherheitsstandards dokumentieren und nachweisen. Das gilt nicht nur für Systeme und Geräte zur Steuerung von automatisierten Produktionsprozessen, sondern auch für die hergestellten Produkte. Auf der SPS/IPS/Drives stellt die TÜV SÜD Product Service GmbH zwei NRTL-Zertifizierungen aus dem Bereich der Maschinensicherheit vor, die vor allem für den Einsatz auf dem nordamerikanischen Markt (USA und Kanada) interessant sind: die Limited Production Certification (LPC) und die Zertifizierung nach dem Panel Shop Program.

"Im Vergleich zur NRTL-Produktzertifizierung ist die Limited Production Certification (LPC) kostengünstiger", sagt Frank Etz, Projektleiter Maschinensicherheit Europa, USA und Kanada bei TÜV SÜD Product Service. "Die Prüfungen sind darauf zugeschnitten, dass die Zertifizierungen nur für eine begrenzte Stückzahl oder einen begrenzten Zeitraum gelten." Die Prüfung und das Labeling finden an der Fertigungsstätte des Unternehmens und nicht im Labor des Prüfunternehmens statt, der Dokumentationsaufwand für LPC ist geringer als der Aufwand für eine NRTL-Produktzertifizierung und es gibt - aufgrund des beschränkten Geltungsbereichs - keine Fertigungsstättenüberwachungen. Frank Etz: "Die LPC ist vor allem Unternehmen interessant, die aufgrund kleiner Mengen oder schneller Produktwechsel bisher aus Kostengründen auf einen Zertifizierung verzichtet haben."

Das Panel Shop Program ist auf die speziellen Anforderungen von Schaltschrankherstellern ausgerichtet, die ihre Produkte an unterschiedliche Kundenspezifikationen anpassen müssen. Mit einer Panel-Shop-Zertifizierung kann ein Hersteller seine Schaltschränke individuell anfertigen, wenn bei der Produktion bestimmte Eckpunkte eingehalten werden. Nach der Zulassung des Herstellers zum Panel Shop Program finden regelmäßige Fertigungskontrollen durch TÜV SÜD statt, um die Aussagen der Zertifizierung zu kontrollieren und zu bestätigen. "Der Vorteil für den Hersteller besteht darin, dass er eine NRTL-Zertifizierung besitzt und seine Produkte selbst mit entsprechenden Labeln ausstatten darf und zugleich die Flexibilität bei der individuellen Ausführung seiner Produkte behält."

Weitere Informationen zu den Leistungen von TÜV SÜD Embedded Systems und TÜV SÜD Product Service im Bereich der industriellen Automation und der Industrieprodukte gibt es im Internet unter www.tuev-sued.de/embedded sowie www.tuev-sued.de/ps.

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