Deutsche Stiftung für chronisch Kranke (DScK) startet Telemedizinprojekt mit CSC

(PresseBox) (Mannheim, ) Die Deutsche Stiftung für chronisch Kranke (DScK) hat mit technologischer Unterstützung von CSC ein telemedizinisches Pilotprojekt für außerklinisch invasiv beatmete Patienten in Bayern gestartet. Das Vorhaben der DScK wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StMUG) und der AOK Bayern gefördert und erfolgt in Zusammenarbeit mit den Asklepios Fachkliniken München-Gauting. Ziel der Projektpartner ist die Entwicklung und Etablierung moderner, ortsunabhängiger Betreuungsansätze für chronisch kranke Patienten mit COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) und neuromuskulären Erkrankungen, die auf außerklinische Beatmung angewiesen sind.

Da für Beatmungspatienten in Deutschland nur wenige ambulante Expertenzentren zur Verfügung stehen und Hausbesuche von spezialisierten Ärzten in der Regel nicht durchführbar sind, werden oftmals wiederholte Krankenhauseinweisungen notwendig, die hohe Kosten verursachen und Patienten wie Angehörige stark belasten.

Das Modellvorhaben der DScK mit 24 betroffenen AOK-Patienten soll unter Einsatz der CSC-Lösung eMEDlink mittels Videovisiten helfen, die stationäre Behandlung zu verkürzen oder sogar zu verhindern. Dabei werden die Patienten per Videoschaltung mit dem Exzellenzzentrum (Klinikum) verbunden. Medizinisches Fachpersonal kann so ortsunabhängig den physischen und psychischen Zustand des Patienten bewerten, Echtzeitanamnesen erheben und zeitnah hilfreiche Instruktionen erteilen. Auf diese Weise können drohende Komplikationen frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen unmittelbar eingeleitet werden. Patienten, Angehörige und Pflegepersonal gewinnen zudem an Sicherheit, da sie bei Bedarf kurzfristig die Meinung eines Experten einholen können, ohne das Haus verlassen zu müssen. Darüber hinaus sollen die Patienten lernen, mit ihrer Krankheit besser umzugehen und ihr Leben selbstbestimmt und möglichst krankheitsunabhängig zu gestalten.

„Mit CSC haben wir einen kompetenten und vertrauensvollen Partner gewonnen, der auf umfassende Erfahrung in der Entwicklung videobasierter, telemedizinischer Lösungen zurückgreifen kann“, sagt Dr. Thomas M. Helms, Vorstand der DScK, und ergänzt: „Das Videokonferenzsystem bietet insbesondere schwerstkranken Patienten die Möglichkeit, direkt in ihrer häuslichen Umgebung auf höchstem Niveau versorgt zu werden. Die Videovisiten sollen dazu beitragen, die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Arztbesuche maßgeblich zu reduzieren. Neben dem unmittelbaren Nutzen für den Patienten hat die Lösung auch einen hohen wirtschaftlichen Vorteil. Nur so werden die Krankenkassen diese Leistung in die Regelversorgung aufnehmen. Daran werden wir gemeinsam arbeiten.”

Über die Deutsche Stiftung für chronisch Kranke (DScK)

Im Jahr 2004 wurde in Fürth die Deutsche Stiftung für chronisch Kranke gegründet. Die Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, die Versorgung von Menschen, die an einer chronischen Erkrankung leiden, zu verbessern. Dieser Zweck wird verwirklicht durch die Entwicklung, Förderung und wissenschaftliche Evaluierung von innovativen Versorgungsformen sowie unterstützenden Patientenschulungs- und Betreuungskonzepten. Fundament der Stiftungsarbeit ist die Überzeugung, dass die Zusammenarbeit aller an der Versorgung Beteiligten – von Ärzten über Pflegekräfte und Therapeuten bis hin zu Kostenträgern und Vertretern der Gesundheitspolitik – eine wesentliche Basis für die Verbesserung der Lebensqualität von chronisch kranken Menschen ist. Eine wichtige Rolle kommt hierbei auch dem Patienten selbst zu – ein proaktiver und selbstbestimmter Umgang mit seiner Erkrankung stellt einen bedeutenden Erfolgsfaktor für die Krankheitsbewältigung und damit für den Therapieerfolg dar. Mehr auf www.dsck.de.

Über die Asklepios Fachkliniken München-Gauting

Die Asklepios Fachkliniken München-Gauting – Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie – sind mit 270 Betten eine der größten Fachkliniken für Lungenerkrankungen in Deutschland. Die Stärke der Kliniken ist es, durch innovative Medizin und enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Abteilungen auch komplexe Krankheitsbilder von Lunge und Thorax rasch und kompetent zu diagnostizieren und interdisziplinär zu behandeln. Die Fachklinik ist Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München und Bestandteil des Comprehensive Pneumology Centers (CPC), einem Forschungsverbund, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Erforschung von Grundlagen auf dem Gebiet der Lungenheilkunde und ihre rasche Umsetzung in die klinische Medizin zum Wohl des Patienten voranzutreiben. Darüber hinaus kooperiert die Klinik mit renommierten Forschungseinrichtungen im In- und Ausland. Mehr auf www.asklepios.com.

Über CSC und eMEDlink

CSC ist ein weltweit führendes Unternehmen für IT-gestützte Businesslösungen und Dienstleistungen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Falls Church, Virginia, hat rund 96.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in den zwölf Monaten bis zum 29. Juni 2012 einen Umsatz von 15,8 Milliarden US-Dollar. Weitere Informationen über CSC in Deutschland finden Sie auf der deutschen Website von CSC unter www.csc.com/de oder unter www.csc.com.

eMEDlink ist eine Telemedizinlösung, die eine interaktive, telemedizinische Betreuung von Patienten per Videokonferenzsystem direkt zu Hause ermöglicht. Die Lösung ist so konzipiert, dass Standardkomponenten zur Übertragung von Vitalparametern wie z.B. Pulsoxymeter oder Spirometer via USB oder Bluetooth-Schnittstellen zum Einsatz kommen können.

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