TÜV SÜD: Flotten belegen Alltagstauglichkeit alternativer Antriebe

(v.l.): Roland Vogt, Geschäftsführer FleetCompany, Preisträger Fabian Nendza (Globetrotter Ausrüstung Denart & Lechhart GmbH), Preisträger Christian Noack und Wolfgang Schümann (Flughafen Hamburg GmbH), Yavuz Acar und Andreas Grausam (UniCreditbank AG - HypoVereinsbank) und Arnd Martin (FleetCompany GmbH) (PresseBox) (München, ) Gas, Hybrid, Strom - für mehr Energieeffizienz und weniger CO2 kommen in Flotten immer häufiger alternative Antriebe zum Einsatz. Das zeigen die Gewinner des fünften GreenFleet®-Award, der am Mittwoch, 17. Oktober, von der TÜV SÜD-Tochter FleetCompany GmbH auf der Branchenmesse econfleet in Münster vergeben wurde. Flughafen Hamburg GmbH, UniCreditbank AG - HypoVereinsbank und Globetrotter Ausrüstung Denart & Lechhart GmbH überzeugten die hochrangige Fach-Jury mit besonders innovativen Mobilitätskonzepten.

Roland Vogt, Geschäftsführer der FleetCompany, freute sich bei der Preisübergabe auf der Econfleet in Münster besonders über den Einsatz von Hybrid- und Stromfahrzeugen: "Der tägliche Einsatz der Elektrofahrzeuge ist ein deutliches Signal an die Flottenbetreiber, dass Elektromobilität selbst im professionellen Einsatz funktioniert. Der GreenFleet®-Award ist in seiner fünften Ausgabe nicht mehr nur eine Auszeichnung in Sachen Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit, sondern immer mehr auch Botschafter für den Einsatz alternativer Antriebe in großen Pkw-Flotten", so Vogt.

Der innovative Flottenpreis, der in diesem Jahr bereits zum fünften Mal vom inzwischen größten unabhängigen Flottendienstleister in Europa vergeben wird, begleitet den Wandel im Fuhrpark-Management, der in den vergangenen Jahren enorm an Fahrt zugelegt hat. Dazu Vogt: "Als wir vor fünf Jahren den GreenFleet®-Award das erste Mal vergeben haben, hatte der Trend hin zu umweltfreundlicheren Fahrzeugen gerade erst begonnen. Heute konstatieren wir: Energieeffizienz und CO2-Einsparung gehören inzwischen in die Car-Policy und sind Top-Themen für jeden Fuhrpark-Manager. Wir prämieren die Besten."

Kein Diesel oder Benzin bis 2020

Ein großes Thema bei den drei GreenFleet®-Award Gewinnern ist der Einsatz von Erdgas oder Elektrofahrzeugen. Beispielsweise beim Gewinner Flughafen Hamburg GmbH. Sie hat beim Transfer von Fluggästen oder beim Gepäcktransport inzwischen auf Erdgas umgestellt. Dadurch konnten bisher 12 Prozent CO2 eingespart werden - auch dank einer eigenen Erdgastankstelle, die 2010 eingerichtet wurde. Bis 2020 sollen die Fahrzeuge am Hamburger Flughafen nur noch mit alternativen Antrieben unterwegs sein. Dabei kommt schon heute Elektromobilität zum Einsatz: Seit 2007 fahren zwei Gepäckschlepper und ein Fiat Doblo mit Brennstoffzellentechnologie. Dazu kommen zwei vollelektrische Mercedes Vito seit 2011. Sie haben sich laut Flottenmanagement mehr als bewährt.

30 Prozent weniger CO2 bis 2020

Auch im Bankwesen denkt man an Umwelt und Effizienz: Das zeigt Gewinnerin UniCreditbank AG - HypoVereinsbank mit einem Fuhrpark von knapp 3.000 Fahrzeugen. Die Banker überzeugten die Jury nicht nur mit der ambitionierten Deckelung des CO2-Ausstoßes bei Pool-Neuwagen von 100 Gramm pro Kilometer und bei Dienstautos von 130 Gramm pro Kilometer, sondern auch mit der zügigen Umsetzung: Zwischenzeitlich konnten mehr als 40 Prozent der alten Dienstfahrzeuge durch neue ersetzt werden. Das Ergebnis: 16 Prozent weniger Kohlendioxid bei den Dienstautos. Beschleunigt wird der Wechsel durch ein Anreizsystem. Je weniger CO2 der neue Dienstwagen emittiert, desto günstiger wird der Mitarbeiteranteil. Die Fuhrparkverantwortlichen setzen zudem auf alternative Antriebe: mit verschiedenen Pilotprojekten zu Erdgas-, Hybrid- oder Elektroantrieb.

Mehr frische Luft

Beim GreenFleet®-Award-Gewinner Globetrotter Ausrüstung Denart & Lechhart GmbH, hat man die Gesamtemissionen im Blick. Zur Reduktion kommt ein Mix aus CO2-Obergrenze und CO2-Gesamtemission in der Flotte zum Einsatz. Limit pro Fahrzeug: 4 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Zusätzlich transportiert ein Mercedes Vito E-Cell innerhalb der Standorte in Hamburg die Waren von A nach B. Und den Mitarbeitern in der Hansestadt stehen sechs Pedelecs als Alternative für die Fahrt mit dem Dienstwagen zur Verfügung. Alles in allem wollen die Hamburger bis 2016 20 bis 25 Prozent CO2 einsparen.

Unabhängige Experten-Jury

Wie in den vergangenen Jahren hat auch 2012 wieder eine hochrangige Jury aus unabhängigen Experten die Gewinner ermittelt. Die Mitglieder kommen vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e. V, von der Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule für angewandte Wissenschaften, FH München, von der TÜV SÜD Akademie und vom Initiator, der FleetCompany.

Vergabekriterien: CO2- Einsparung innerhalb eines Jahres. Welches Potenzial hat das Projekt? Lässt es sich auf andere Unternehmen übertragen? Wie innovativ ist der eingereichte Vorschlag? Der GreenFleet®-Award wird in mehreren Kategorien vergeben: Erfolgreiche Senkung des Spritverbrauchs, die Umsetzung innovativer technischer Konzepte und die Umgestaltung der Firmenwagenregelung hin zu kostengünstigeren und umweltfreundlicheren Modellen. Für die Bewerbung gibt es keine Beschränkungen: "Es können sich auch Unternehmen bewerben, die noch keine FleetCompany-Kunden sind", betont Vogt.

Weitere Informationen rund um den GreenFleet®-Award unter www.tuev-sued.de und www.fleetcompany.com.

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