Elektrofahrzeuge fordern eine funktionierende Ladeinfrastruktur

Die VDI-Konferenz "Ladeinfrastruktur und -technik Elektromobilität"am 12. und 13. Dezember 2012 in Karlsruhe diskutiert technische Lösungen zur Optimierung des Ladesystems
Sichere Ladeverfahren für das Elektroauto: VDI-Konferenz (PresseBox) (Düsseldorf, ) Das Ziel der Nationalen Plattform Elektromobilität steht: eine Million Fahrzeuge mit elektrifiziertem Antriebsstrang bis 2020. Ein wichtiger Aspekt, um das Ziels durchzusetzen, ist eine flächendeckende und kundenfreundliche Ladeinfrastruktur. Doch bisher gibt es noch keine optimal tragfähigen Geschäftsmodelle und noch nicht alle technischen Herausforderungen sind gelöst. Mit diesen Fragen befasst sich die VDI-Konferenz "Ladeinfrastruktur und -technik Elektromobilität" am 12. und 13. Dezember 2012 in Karlsruhe.

Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Hans-Georg Herzog von der Technischen Universität München zeigen Vertreter aus insgesamt 20 Unternehmen der Automobil- und Elektronikindustrie Lösungen, um die Ladeinfrastruktur wirtschaftlich, technisch sicher und für den Kunden handhabbar zu machen.

Zu Beginn der Konferenz diskutieren Experten die wichtigen Rahmenbedingungen, um eine Ladeinfrastruktur aufzubauen. Anno Mertens von Audi zeigt, zu welchem Zeitpunkt Kunden laut Felderfahrungen an welchen Ort laden. Eduard Stolz von opi 2020 thematisiert die aktuellen internationalen Standards und Normen im Umfeld Elektromobilität und erläutert die weitere Roadmap. Wie sich die deutschen OEMs in Zukunft eine offene und sichere Clearing-Plattform vorstellen, um die bereits bestehenden Infrastrukturinitiativen zusammenzubringen, präsentiert Andreas Pfeiffer vom Konsortium Hubject. Was das breite Ausrollen einer Ladeinfrastruktur für den Städtebau und die Raumplanung bedeutet, fokussiert Felix Huber von der Universität Wuppertal in seinem Vortrag.

Interessante Konzepte, um das Laden und das Abrechnen im öffentlichen und halböffentlichen Raum für Kunden attraktiv zu machen, stellen unter anderem Andreas Hunscher von Langmatz und Knut Hechtfischer von ubitricity vor.

Beim Ladevorgang ist das Fahrzeug in ein bestehendes Stromnetz integriert. Dirk Uwe Sauer von der RWTH Aachen, Fiona Williams von Ericsson und Xaver Pfab von BMW diskutieren, was dies für die Performance der Batterie bedeutet und inwieweit sich das Fahrzeug als mobiler Speicher nutzen lässt, um Netzschwankungen aufzufangen.

Die technischen Herausforderungen beim konduktiven und induktiven Laden stehen vor allem am zweiten Konferenztag im Fokus. Birger Fricke vom Ford Forschungszentrum und James Gallagher von ESB ecars berichten über ihre Erfahrungen über Wechselstrom (AC)- und Gleichstrom (DC)-Laden und welche Standards in diesem Umfeld benötigt werden.

Das induktive Laden ist aktuell die Lademöglichkeit der ersten Wahl, aber hier sind viele technische Fragen noch ungeklärt. Wie lässt sich die Übertragungsleistung beim kabellosen Laden optimieren? Welche EMV-Anforderungen sind zu beachten? Welche Normungsarbeit muss hier noch national und international geleistet werden? Aktuelle Lösungsansätze zeigen beispielsweise Matthias Wechlin von Conductix Wampfler, Grzegorz Ombach vom Qualcomm und Daniel Kürschner von Vahle auf.

Anmeldung und Programm unter www.vdi.de/laden-emobilitaet oder über das VDI Wissensforum Kundenzentrum, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, E-Mail: wissensforum@vdi.de, Telefon: +49 211 6214-201, Telefax: -154.

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