BSM lobt 2013 einen Wettbewerb für umgesetzte Infrastrukturlösungen aus

Das Laden von Elektrofahrzeugen muss einfach, sicher, wirtschaftlich und universell werden.
(PresseBox) (Berlin, ) Zur Münchner eCarTec im kommenden Jahr lobt der Bundesverband Solare Mobilität e.V. einen Wettbewerb aus für Infrastrukturlösungen, die in 2013 umgesetzt wurden und Energieabgabestellen, Verkehrs-, Parkraum- und kommunale Belange am besten unter einen Hut bringen. Ausgezeichnet werden diejenigen Wettbewerbseinreichungen, die diese Verknüpfung jeweils ortsbezogen beispielhaft und zum Nutzen des Elektrofahrzeug-Fahrers abbilden. Hierzu müssen Forschung, Industrie und Energieversorger erst noch die Frage beantworten, was eine bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur für Elektromobile kennzeichnet, wie sicher, energie-effizient und technisch zuverlässig sie betrieben werden kann, welche Geschäftsmodelle greifen und ob und wie sie den Betriebsaufwand erwirtschaften kann.

Der Ideen- und Realisierungswettbewerb 2013 umfasst Lösungen, die bis 31. August 2013 in Deutschland, Österreich und der Schweiz umgesetzt worden sind und bis Ende September 2013 Betriebsfestigkeit und Nutzerakzeptanz unter Beweis stellen konnten. Die Jury, die konkreten Kriterien und die weiteren Ausschreibungsbedingungen wird der BSM im Nachgang der eCarTec 2012 bekannt geben. Unzweifelhaft ist neben der Batteriefrage das Thema 'Infrastruktur Energieabgabestelle' die wichtigste Herausforderung für alle Beteiligten, um der Elektromobilität zu einem technisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich überzeugenden Durchbruch im Markt zu verhelfen, so der Vorstand des traditionsreichen Verbandes.

Der BSM-Vorsitzende Thomic Ruschmeyer erwartet nicht nur Erkenntnisse für die Entwicklung der Mobilität insgesamt: "Was für Parkraum benötigen wir wo für welche Fahrzeuge und wo laden elektrisch angetriebene Personen-, Transport und Güterfahrzeuge im Straßen- und wann im Parkraum? Was für Energie- und Gesamtkosten für Lade-Infrastruktur müssen wir insbesondere 2020 -2030 vergegenwärtigen?"

Der BSM erhofft sich durch die eingereichten Wettbewerbsbeiträge überzeugende Antworten aus der Praxis und verweist auf seine Kenntnis von über 4.300 Ladesäulen in Europa auf Basis der www.lemnet.org Datenbank, welche seit 1997 die Entwicklung der E-Infrastruktur festhält. Zur Zeit sind unter LEMnet 4301 Standorte mit 10.081 Steckdosen (bzw. "Anschlüssen" bzw. Kabel mit installierten Steckern) eingetragen, davon sind 3.488 deutsche sog. "Schuko"-Stecker zum Laden von Elektrofahrzeugen. Seit 1997 führt LEMnet ein öffentliches, herstellerunabhängiges Online-Register mit Verknüpfungen zu über 30 internetbasierten und mobilen Navigationshilfen.

Eine Schlüsselfrage für Verantwortliche in Kommunen, den Ländern und im Bund ist immer noch nicht ausreichend durch Forschung, Industrie und Dienstleister beantwortet: "Wie kann jeweils straßen- bzw. ortsbezogen der Aufbau von Energieabgabestellen gemeinde-, markt- und kundenorientiert zugleich erfolgen? Wie können alle Nutzer zu gleichen Bedingungen Zugang zur Infrastruktur haben, auch diejenigen ohne eigene Garage?", wie es Andreas-Michael Reinhardt zusammenfasst, BSM-Vorstandsmitglied und Präsident von LEMnet Europe e.V., Jena/Berlin.

Der BSM legt auch angesichts vieler Debatten, vergangener Kongresse und Diskussionen in der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) den Fokus auf die Frage, "welche Aufgaben auf die Gemeinden und Städte konkret bei der elektromobilen Ladeinfrastruktur zukommen, wie und unter wessen Mitbeteiligung ganzheitliche Lösungen entstehen können im Zusammenhang mit der vorhandenen Infrastruktur für Strom, Beleuchtung und Straßen- und Parkraum in einer Gemeinde und am geplanten 'Point of Charge'?", so der 2. BSM-Vorsitzende Patrick Zankl. "Noch kann keine Institution verbindlich sagen, welche Bedingungen für eine Bürger-, Nutzer- und bedarfsgerechten Lade-Infrastruktur exakt zu schaffen sind, um gemäß NPE-Bericht vom Juni 2012 zur Zukunftsfähigkeit von Energieabgabestellen im öffentlichen Raum zu kommen", stellt der Bundesvorstand fest. Deshalb bedarf es eines Wettbewerbs und einer öffentlichen Auszeichnung der besten Praxisergebnisse, um fokussiert und alsbald überzeugende Ladeinfrastrukturen in der Praxis als "Leuchttürme" vorzufinden.

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Matthias Breust
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