MVV Energie investiert gut 27 Millionen Euro in umweltschonende Fernwärme in Mannheim

Neuer Fernwärmespeicher beim GKM soll im nächsten Jahr in Betrieb gehen - Beitrag zur Energiewende durch mehr Flexibilität
(PresseBox) (Mannheim, ) Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie investiert weiter massiv in den Ausbau der umweltschonenden Fernwärmeversorgung in der Quadratestadt. Während derzeit in mehreren Mannheimer Stadtteilen bereits planmäßig ein Netzausbau- und Verdichtungsprogramm läuft, mit dem der bereits hohe Versorgungsgrad von über 60 Prozent kontinuierlich gesteigert werden soll, und die Bauarbeiten am neuen Block 9 der Grosskraftwerk Mannheim AG (GKM), an der die MVV Energie mit 28 Prozent beteiligt ist und das die benötigte Wärme durch hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung bei der Stromproduktion erzeugt, sichtbar voran gehen, plant die MVV Energie nun erstmals den Bau eines eigenen Fernwärmespeichers. Mit der Anlage wird sowohl die Versorgungssicherheit für die rund 100.000 an das Fernwärmenetz angeschlossenen Haushalte weiter erhöht als auch ermöglicht, deutlich flexibler auf die unterschiedlich hohe Einspeisung von Sonnen- und Windenergie in das deutsche Stromnetz und die hieraus resultierende schwankende Nachfrage nach konventioneller Energie reagieren zu können.

Nach den Worten des technischen Vorstands der MVV Energie, Dr. Werner Dub, ist der neue Fernwärmespeicher damit ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz: "Die umweltschonende Fernwärme ist und bleibt ein zentraler Bestandteil beim ökologischen Umbau unserer Energieversorgung. Gerade hier in Mannheim wollen wir ihr Potenzial weiter nutzen und ihre Zukunftsfähigkeit stärken."

Mit dem Bau des Fernwärmespeichers, für den Investitionen in Höhe von insgesamt 27 Millionen Euro einschließlich der erforderlichen Anbindung an das Fernwärmenetz vorgesehen sind, soll bereits in den nächsten Wochen begonnen werden, damit er vor dem Herbst 2013 in Betrieb gehen kann. Mannheim, das schon heute eines der größten Fernwärmenetze in Deutschland besitzt, wird dadurch, davon ist der MVV-Vorstand überzeugt, "seiner traditionellen Vorreiterrolle bei der Nutzung dieser klimaschonenden Wärmeversorgung auch in der Zukunft gerecht."

Die Anlage selbst entsteht auf dem Gelände des GKM zwischen dem bestehenden Block 7 und dem neuen Block 9. Sie besteht im Wesentlichen aus einem 36 Meter hohen und 45.000 Kubikmeter fassenden Stahlbehälter mit einem Durchmesser von 40 Metern, der vor Ort zusammengeschweißt wird. Der Speicher verfügt über einen nutzbaren Wärmeinhalt von 1500 Megawattstunden, der für eine Überbrückungszeit von mehreren Stunden reicht.

Dr. Dub: "Dieses große Speicherprojekt leistet damit auch einen unverzichtbaren Beitrag zum Erfolg der Energiewende auf lokaler und regionaler Ebene." Wirtschaftlicher Eigentümer des Fernwärmespeichers ist die MVV Energie, die künftig auch dessen Einsatz steuert. In ihrem Auftrag plant, baut und betreibt das GKM die Anlage. Die Anlage ist auf eine Betriebsdauer von mindestens 40 Jahren ausgelegt und eröffnet zukünftig die Möglichkeit, auch andere Wärmequellen einzubinden.

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Roland Kress
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