Sovello: Investorenprozess dauert an

(PresseBox) (Thalheim, ) Der Investorenprozess des insolventen Photovoltaik-Unternehmens Sovello Gmbh dauert an. Da eine Fortführung des Unternehmens jedoch aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich ist, muss die verbliebene Kernmannschaft weiter verkleinert werden. Dies teilte der Insolvenzverwalter Lucas F. Flöther heute mit. Die Belegschaft wurde heute bereits informiert. Insgesamt verbleiben rund 50 der zuletzt 170 Mitarbeiter im Unternehmen. Die restlichen Arbeitnehmer werden zum 1. November freigestellt.

Die bisher 170 Mitarbeiter der Kernmannschaft hatten nach Einstellung der Produktion im August die Produktionsanlagen betriebsbereit gehalten und den Vertrieb für den Fall des Verkaufs an einen Investor aufrechterhalten. "Wie befürchtet, gestaltet sich der Verkaufsprozess aber sehr schwierig" so Flöther. "Bis heute liegt kein ausreichendes Angebot eines Investors vor."

Zwar hatten die Interessenten ihre Angebote zuletzt finanziell und konzeptionell angepasst. Die Kaufangebote waren jedoch immer noch nicht hinreichend. "Wegen der bereits bei Verfahrenseröffnung festgestellten desaströsen und sich weiter zuspitzenden Finanzlage des Unternehmens, sind wir nun gezwungen, die Kernmannschaft weiter zu verkleinern", sagte Flöther.

Der Insolvenzverwalter setzt den Investorenprozess und die Gespräche mit den bestehenden Interessenten dennoch mit Hochdruck fort, um das Unternehmen unter Umständen doch noch zu retten. "In diesem extrem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld der Solarbranche ist es auf jeden Fall schwer, einen geeigneten Investor zu finden", unterstrich Flöther. "Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf." Sollte mittelfristig kein Investor gefunden werden, muss der Geschäftsbetrieb eingestellt werden.

Die gekündigten und ehemaligen Mitarbeiter von Sovello hatten vergangenen Dienstag ein weiteres Speed-Dating mit Arbeitgebern der Region Anhalt-Bitterfeld. Nach Angaben der Arbeitsagentur Dessau-Roßlau-Wittenberg haben 200 ehemalige Mitarbeiter bisher einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben.

Das Unternehmen hatte am 14. Mai 2012 Insolvenz angemeldet. Zunächst versuchte die Geschäftsführung eine Sanierung in "Eigenverwaltung". In den zweieinhalb Monaten bis Insolvenzeröffnung am 1. August hatte sich die Situation jedoch weiter verschlechtert, so dass das zuständige Amtsgericht Dessau-Roßlau eine Fortsetzung der Eigenverwaltung ablehnte und mit Lucas F. Flöther einen Insolvenzverwalter einsetzte.

Über Flöther & Wissing Rechtsanwälte:
Flöther & Wissing Rechtsanwälte ist auf dem Gebiet der Insolvenzverwaltung eine der führenden Kanzleien Deutschlands. Die Anwaltssozietät ist derzeit an neun Standorten in Deutschland tätig und hat bereits eine Vielzahl von Sanierungserfolgen vorzuweisen, so zuletzt bei dem Haushaltsdiscounter Mäc-Geiz und dem Glashersteller Agenda Glas. Prof. Dr. Lucas F. Flöther ist Partner der Kanzlei Flöther & Wissing Rechtsanwälte, Mitglied im renommierten Gravenbrucher Kreis, Vorstand des Verband Insolvenzverwalter Deutschland e.V.(VID) und Vorsitzender des Ausschusses Insolvenzrecht der Bundesrechtsanwaltskammer.

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