50 Jahre Spiegel-Affäre mahnen zu lebendiger Pressefreiheit

(PresseBox) (Berlin, ) Der Deutsche Journalisten-Verband hat anlässlich des fünfzigsten Jahrestags der so genannten Spiegel-Affäre am morgigen Freitag den herausragenden Stellenwert der Pressefreiheit für die Demokratie betont. Die Verhaftung von Spiegel-Redakteuren, die Durchsuchung von Redaktion und Wohnungen und die Beschlagnahme umfangreichen Recherchematerials durch die Behörden im Oktober 1962 seien der Tiefpunkt im Verhältnis von Staat und Medien in der deutschen Nachkriegsdemokratie gewesen, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken: "Von der Spiegel-Affäre ging ein Signal aus, die in der Verfassung garantierte Pressefreiheit im journalistischen Alltag fest zu verankern." Die Pressefreiheit lebe von kritischen und mündigen Journalistinnen und Journalisten und einer aufgeklärten Öffentlichkeit, die staatliche Übergriffe auf Medien nicht dulde.

"Der aktuelle Versuch aus der CSU-Parteizentrale, Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks über den politischen Gegner zu verhindern, unterstreicht die Notwendigkeit, dass Journalisten wie Bürger auch weiterhin für die Unabhängigkeit der Berichterstattung eintreten", sagte Konken. "Pressefreiheit muss gelebt werden."

Der DJV-Vorsitzende wiederholte in dem Zusammenhang seine Forderung nach "lückenloser Aufklärung der Vorgänge". Mit dem Rücktritt des CSUSprechers am heutigen Donnerstag sei die Angelegenheit für den DJV nicht erledigt.

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Hendrik Zörner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher
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