Zollerhebung für Bildsensoren ausgesetzt

FRAMOS räumt Kostenfaktor für europäische Industrie aus dem Weg
(PresseBox) (Pullach, ) Die Industrielle Bildverarbeitung ist heute aus der Produktion, Logistik, Medizin, Automobil- und Sicherheitstechnik nicht mehr wegzudenken. Mit einem Verkaufsvolumen von über 1,5 Milliarden Euro spielen europäische Hersteller von Produkten für diese Technologie eine weltweit führende Rolle. Herzstück jedes Bildverarbeitungssystems sind seine Kameras und Herzstück jeder Kamera ist ihr Bildsensor. Letztere stammen fast ausschließlich aus den Halbleiter-Zentren in Fernost. Alle erfüllen weitgehend die gleiche Funktion: Sie nehmen Licht auf und wandeln diese in elektrische Ladungen um, so dass eine Auslese-Elektronik daraus schließlich ein Bild erstellen kann. Doch in puncto Zoll-Richtlinien wurden feine und nicht nachvollziehbare Unterschiede gemacht – mit beträchtlichen Folgen bei den Einfuhrkosten der Europäischen Industrie. Einer der größten Importeure für Bildsensoren, die FRAMOS-Gruppe mit Sitz in Pullach bei München, hat mit Unterstützung zweier Bundestagsabgeordneter und des Industrieverbands VDMA eine europaweite Zollaussetzung für Bildsensoren erreicht, die auf der so genannten CMOS-Technologie basieren.

Die Einordnung von eingeführten Waren in die richtige Zolltarifklasse ist eine anspruchsvolle Aufgabe, v.a. wenn verschiedene, inhaltlich passende Warentarifgruppen existieren. Ein typischer solcher Fall ist die richtige Zuordnung von bildgebenden Sensoren, im speziellen CCD- und CMOS-Sensoren. Da alle wesentlichen funktionellen Baugruppen auf einem Chip untergebracht sind, liegt es zunächst nahe CCD und CMOS in die Warentarifgruppe 8542 für „Integrierte Schaltungen“ einzuordnen und somit zollfrei auszuweisen. In der Auslegung der Zollämter ist diese Tarifgruppe aber meist nicht auf diese Bauteile anzuwenden, da fast alle heute gebräuchlichen Sensoren auch rein optische Elemente (Mikrolinsen, Farbfilter) enthalten ohne elektrisches Eingangs- oder Ausgangssignal. In dieser Auslegung ist ein solcher bildgebender Sensor keine integrierte Schaltung. Stattdessen sind die Sensoren der Warentarifgruppe „8529 – Teile für Fernsehkameras“ zuzuordnen und sind somit mit einem erheblichen Zollsatz belegt.
Für spezielle CCD-Sensoren besteht bereits seit 2010 innerhalb der geltenden Zolltarifnummer 85.29 9092 eine Zollaussetzung. Da die technische Beschreibung innerhalb dieser Zollaussetzung im Wesentlichen sowohl auf CCD als auch auf CMOS zutrifft, stellte die FRAMOS Gruppe, als einer der größten europäischen Importeure für Bildsensoren, den Antrag auf Erweiterung der Zollaussetzung um CMOS-Sensoren. Diesem Antrag wurde mit Wirkung zum 1.1.2013 statt gegeben.

Dr. Andreas Franz, Geschäftsführer von FRAMOS macht die Auswirkung deutlich: “Mit diesem Erfolg haben wir eine enorme finanzielle Entlastung für die Bildverarbeitungsbranche und die europäische Industrie als Ganzes erreicht.“ Die Verbreitung von CMOS-Sensoren stieg in den letzten Jahren in nahezu jedem relevanten Industriezweig. Insbesondere auch die Automobilindustrie setzt zunehmend auf bildgebende Techniken und hierbei weitgehend auf CMOS-Technologie. Aber auch in der Qualitätssicherung, der Prozessautomatisierung oder der Medizintechnik ist die Tendenz stark steigend.

Zur Durchsetzung des Antrags sicherte sich FRAMOS die engagierte Unterstützung der Bundestagsabgeordneten Florian Hahn (CSU) und Jimmy Schulz (FDP) und des Industrieverbands VDMA. Dr. Simon Che’Rose, Technischer Leiter bei FRAMOS führt aus: „Nach langen Verhandlungen wurde der Antrag von der europäischen Kommission angenommen. Diese Entscheidung liegt im Interesse der Europäischen Union und ist begründet durch die wirtschaftliche Relevanz der Bildverarbeitungstechnologie. Ein Erfolg für FRAMOS, die Bildverarbeitungsbranche und die europäische Industrie.“

Kontakt

FRAMOS GmbH
Mehlbeerenstr. 2
D-82024 Taufkirchen
Dr. Roanld Müller
Produktmanagement
E-Mail:
Werner Weber
Marketing / Werbung
E-Mail:

Bilder

Social Media