Neurofeedback als Therapiebaustein in der Kinderpsychiatrie

Kongreßbericht: 32. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Kinderund Jugendpsychiatrie
(PresseBox) (Essen, ) Auf dem diesjährigen Kongreß der Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie fanden sich ca. 100 interessierte Zuhörer unter der Leitung der Professoren Martin Holtmann (Hamm) und Daniel Brandeis (Mannheim) zu einem Symposium über Neurofeedback als Therapiebaustein in der Kinderpsychiatrie zusammen. Herr Prof. Florian Zepf aus Aachen berichtete über das Neurofeedbacktraining der langsamen kortikalen Potentiale (engl. slow cortical potential - SCP) bei ADHS und konnte nachweisen, dass ein Training des Feedbacks der SCP zu neuropsychologischen Veränderung führt, die auch nach einem halben Jahr noch nachweisbar waren. Herr Prof. Daniel Brandeis aus Mannheim zeigte, dass ein dreidimensionales EEG-Feedback oder tomografisches Neurofeedback (tNF) tieferer Hirnareale wie z.B. der Aktivität des Anterioren Cingulum (ACC) auch zu klinischen Verbesserungen führte, die mit anderen kontrollierten NFB-Studien vergleichbar sind. Anna-Maria Werner aus Tübingen berichtete über erste Versuche zum Neurofeedback mittels Nah- Infrarotspektroskopie (NIRS). Hierbei gehen die Wissenschaftler um Prof. Birbaumer der Frage nach, ob die Durchblutung in präfrontalen Hirnarealen durch ein spezifisches Feedback-Training verbessert und das NIRS-Feedback schneller als ein EEG-Feedback erlernt werden kann. Herr Prof. Martin Holtmann begründete, ob neben der Reduzierung der ADHS-Kernsymptomatik, ein Neurofeedbacktraining auch bei Störungen der Empathie und Emotionsregulation hilfreich sein kann. Erste Befunde zu Effekten eines Neurofeedback-Trainings auf autistische Symptome wurden vorgestellt.

Über Neurofeedback

Neurofeedback, auch EEG-Biofeedback genannt, ist eine Methode, mit der die Aktivität des Gehirns beeinflusst werden kann, um neurologische Störungen zu behandeln. Die Betroffenen lernen, ihre Gehirnströme selbst zu kontrollieren und bewusst Erregungs- und Spannungszustände zu erzeugen. Damit trainieren die Betroffenen, bestimmte Gehirnregionen gezielt zu aktivieren und somit ihre Symptome selbst zu regulieren. Neurofeedback kommt heute bei einer Vielzahl von Störungen zur Anwendung. Vor allem bei der Behandlung von ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit- und Hyperaktivitätsstörung) sind die Wirksamkeit und die nachhaltigen Erfolge von Neurofeedback durch zahlreiche klinische Studien in international führenden Fachkliniken und Universitäten belegt.

Über neuroConn GmbH

Die neuroConn GmbH wurde 2005 gegründet und beschäftigt sich mit der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von elektronischen Geräten zur Messung, Interpretation und Beeinflussung von Gehirnströmen für diagnostische und therapeutische Zwecke. Die neuroConn hat ihren Sitz in Ilmenau und beschäftigt derzeit 14 Mitarbeiter.

Ziel der neuroConn ist es, durch hochwertige und multifunktionale Geräte bessere Diagnosen sowie nebenwirkungsfreie Therapien zu ermöglichen.

Gemäß den Anforderungen und Wünschen ihrer Kunden bietet die neuroConn GmbH komplette, sofort einsatzfähige und zugelassene Gerätesysteme aus einer Hand. Die neuroConn unterscheidet sich von anderen Anbietern durch Qualität und einen bedeutenden Wissensvorsprung. Einzigartige, patentierte Technologien werden in praxistaugliche Anwendungen umgesetzt.

Zur Gerätefamilie der neuroConn GmbH gehört das THERA PRAX Gerät, das unter anderem zur Neurofeedbacktherapie von ADS / ADHS geeignet ist. THERA PRAX wird zunehmend erfolgreich auch bei anderen Indikationen, wie Autismus und Epilepsie, eingesetzt.

Kontakt

mic AG
Denisstraße 1b
D-80335 München
Sabrina Semmler
Presse, Marketing & Investor Relations
E-Mail:
Katja Kraus
neuroConn GmbH
Vertriebsassistentin / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail:
Social Media