SMEThermal 2013: Aufbruchsstimmung in der Solarthermiebranche

150 Experten aus 25 Ländern diskutierten Solarsysteme der Zukunft
(PresseBox) (Berlin, ) Damit die Solarwärme ihren Beitrag zur Energiewende leisten kann, muss die Branche nach den großen Zielen greifen. Mit dieser These eröffnete Karl-Heinz Remmers, Vorstand der Berliner Wissensdienstleisters Solarpraxis AG am 29. Februar die vierte SMEThermal in Berlin. Wie sich die Kollektoren, die Systeme und die Produktionstechnik dafür entwickeln müssen, diskutierten rund 150 Industrievertreter und Wissenschaftler während der Konferenz. Veranstalter war die Solarpraxis AG in Kooperation mit den Branchenmagazinen SONNE WIND & WÄRME und SUN & WIND ENERGY.

Als führende internationale Industrietagung der Thermieindustrie in Europa bietet die SMEThermal ein optimales Forum für Kollektor- und Speicherhersteller und deren Zulieferindustrie. "In diesem Jahr war auf der SMEThermal 2013 wieder mehr Aufbruchsstimmung zu spüren. Es wurden viele spannende Innovationen präsentiert", sagt Bärbel Epp, Geschäftsführerin von solrico, der auf Solarthermie spezialisierten Agentur für Marktforschung und internationale Kommunikation, die für das Konferenzprogramm verantwortlich war. "Neue Kollektormodelle und optimierte Systeme reduzieren die Kosten und geben der Branche Rückenwind."

Eine Kernfrage der Konferenz war, wie die Solarsysteme der Zukunft aussehen werden - und woraus das Herzstück von Solarthermie-Anlagen, der Kollektor, bestehen wird. Kollektoren mit Absorbern aus extrudierten Aluminiumprofilen ermöglichen einen Effizienzsprung um mindestens 10 %, wie Jari Varjotie, Geschäftsführer der finnischen Firma Savo-Solar bestätigte.

Gleichzeitig arbeiten Forscher und Unternehmen an Systemen, die Kunststoffe als Kollektormaterial nutzen, um Solarwärme für mehr Menschen im Sonnengürtel der Erde erschwinglich zu machen. Michael Sessler, Leiter für Geschäftsentwicklung beim israelischen Solarunternehmen Magen eco-Energy, gab die Zielrichtung vor: In wenigen Jahren können Kunststoffkollektoren für 40 bis 50 Euro pro Quadratmeter ab Werk angeboten werden. Dies entspricht einer Halbierung der Preise gegenüber heutigen Standardkollektoren in Europa.

Viele weitere Innovationen in der Produktion und der Anwendung könnten Solarsysteme in Zukunft günstiger und effizienter machen: Mit einer neuen Maschine der Schweizer Sika AG lässt sich der Klebstoff zur Verbindung von Kollektorrahmen und Scheibe L-förmig auftragen - das geht schneller und präziser als bisherige Verfahren. Das deutsche Unternehmen Weil Engineering präsentierte ein neues Verfahren zum automatischen Laserschweißen von Wärmespeichern.

Jens Gruetzmann, Vertriebsleiter bei dem weltweit tätigen Magnesiumanoden-Hersteller Magontec, nimmt bereits zum vierten Mal an der SMEThermal teil. Er schätzt die Veranstaltung vor allem als Netzwerkplattform: "Wir profitieren sehr von dem intensiven Austausch mit Kunden auf dieser internationalen Industrietagung", sagt er. Die Kontakte schätzt auch Rolf Jönsson, Produktmanager bei Alfa Laval Lund AB aus Schweden, Sponsor und Aussteller auf der SMEThermal und führender Hersteller von Wärmetauschern. "Es ergeben sich viele gute Kontakte zu Menschen mit demselben Interesse. Die Solartechnik und unsere Produkte passen sehr gut zusammen.

Die durchgehend positive Resonanz der Teilnehmer und Aussteller zeigt, dass SMEThermal ein wichtiges Forum für die internationale Solarthermiebranche darstellt. Auch Anfang 2014 wird die SMEThermal wieder in Berlin stattfinden.

Weitere Informationen: http://www.solarpraxis.de/...

Kontakt

Solarpraxis Neue Energiewelt AG
Zinnowitzer Str. 1
D-10115 Berlin
Bärbel Epp
Geschäftsführerin solrico
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