Psychische Störungen und kriminelles Verhalten

Telepolis-Gespräch am 18. Februar 2013
Psychische Störungen und kriminelles Verhalten (PresseBox) (München/Hannover, ) Das Online-Magazin telepolis.de und die Bayerische Amerika-Akademie setzen ihre Gesprächsreihe fort und laden am Montag, den 18. Februar, um 19:30 Uhr zum Vortrag "Kranke, gefährlicheGehirne" ein. Die Veranstaltung findet im Foyer des Amerika Hauses, am Karolinenplatz 3 in München statt. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten. Für das leibliches Wohl wird vor Ort gesorgt.

Ist das Gehirn das Maß aller Dinge? Moral, Wahrheit und Lüge, Freiheit, Gefährlichkeit und Schuldfähigkeit - all das wollen manche Neurowissenschaftler heute am Gehirn festmachen. Unter dem Titel "Kranke, gefährliche Gehirne" geht es im dritten Telepolis-Gespräch vor allem um den Zusammenhang psychischer Störungen und kriminellem Verhalten.

Neuesten Schätzungen zufolge leiden ca. 40 Prozent aller Euro­päer innerhalb eines Jahres an mindestens einer psychischen Störung. Gemäß dem verbreiteten biologischen Modell beruhen diese Störungen auf einem Funktionsdefekt des Gehirns oder nachteiligen Genvarianten. Die Forschung hierzu ist aber keines­wegs unumstritten, und es bleibt ferner die Frage, ob die biolo­gische Ebene die beste zur Behandlung psychisch gestörter Menschen ist. Zum Kriminalverhalten wird eine ähnliche Diskus­sion geführt. Einige Hirnforscher und Psychologen vertreten eine neue biologische Sichtweise vom gefährlichen Menschen.

In den letzten Jahren wurden viele Gen- und Gehirnvarianten gefunden, die mit einem erhöhten Risiko für kriminelles Verhalten verbunden sein sollen. Die Effekte hierfür sind allerdings klein, und es gibt kein strikt deterministisches Kriminalitäts-Gen oder -Gehirnareal. Vereinzelt wurden solche Befunde bereits in Gerichtsurteilen als Strafminderungsgrund anerkannt.

Prof. Dr. Norbert Nedopil, Leiter der Abteilung Forensische Psy­chiatrie der Münchner Universitätsklinik, und Prof. Dr. Stephan Schleim vom Lehrstuhl für Neurophilosophie der Ludwig-Maxi­milians-Universität München informieren über neuere For­schungsergebnisse zu "kranken" beziehungsweise "gefähr­lichen" Gehirnen und deren Bedeutung für die Gesellschaft.

Im Anschluss an die Vorträge findet unter der Moderation von Florian Rötzer, Chefredakteur von Telepolis, eine Diskussion statt, an der die Zuhörer eingeladen sind, sich zu beteiligen.

Das Telepolis-Gespräch wird am Montag, den 18. Februar, um 19:30 Uhr im Foyer des Amerika Hauses, Karolinenplatz 3, 80333 München, stattfinden (U-Bahn-Ausstieg Königsplatz). Veranstalter sind Telepolis.de und die Bayerische Amerika-Akademie , organisiert wird die Veranstaltung von heise Events.

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