"Jetzt alle Kräfte bündeln - Fachkräftesicherung ist Gemeinschaftsaufgabe"

Fachkräftekongress in der IHK
(PresseBox) (Saarbrücken, ) Zur Milderung des drohenden Fachkräftemangels hat der Präsident der IHK Saarland, Dr. Richard Weber, eine schnelle Konkretisierung und Umsetzung der Strategie für Fachkräftesicherung angemahnt. In seiner Begrüßung auf einem von der IHK heute (5. Februar) in Saarbrücken veranstalteten Fachkräftekongress betonte Weber angesichts der besonderen Betroffenheit des Saarlandes die Notwendigkeit, dass alle gesellschaftlichen Kräfte sich gemeinsam dieser Zukunftsaufgabe stellen. Weber: "Vieles ist schon auf gutem Wege - mehr jedenfalls, als viele wissen. Trotzdem: Wir müssen bei der Umsetzung in nächster Zeit alle zusammen noch mehr "Gas geben" - Wirtschaft, Landesregierung und Arbeitnehmerorganisationen. Wir können und werden nur erfolgreich sein, wenn wir die Kräfte im Land bündeln und wenn sich alle mit konkreten und substanziellen Beiträgen beteiligen. Dieses Signal soll von unserer heutigen Veranstaltung ausgehen."

Starkes Engagement der IHK

Weber wies vor den 300 Kongressgästen darauf hin, dass sich die IHK selbst stark engagieren wird. In ihrem Fachkräftekongress - zugleich erste Veranstaltung der Jubiläumsreihe "150 Jahre IHK Saarland" - stellte die IHK in verschiedenen Vorträgen und Workshops mit namhaften Referenten konkrete Initiativen, Konzepte und Projekte vor. Hans-Joachim Fuchtel, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, präsentierte in Vertretung von Ministerin von der Leyen die Pläne der Bundesregierung. Der Kongress in der IHK sei dabei Teil einer Initiative der IHK zur Fachkräftesicherung, so Dr. Weber. Insgesamt habe die IHK-Vollversammlung in einem einstimmigen Beschluss für Aktivitäten in diesem Bereich fünf Millionen Euro bereitgestellt. Schwerpunkte bilden dabei die berufliche Aus- und Weiterbildung, die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Integration von ausländischen Fachkräften in den Arbeitsmarkt sowie die längere Beschäftigung Älterer.

Saarland muss Zuwanderungsland werden

Laut IHK-Präsident müsse es auch Ziel sein, das Saarland zu einem Zuwanderungsland zu machen. Denn auch wenn es gelinge, das Fachkräftepotential im Land nahezu vollständig zu heben, bleibe noch immer eine erhebliche Fachkräftelücke. Weber: "Bis 2030 wird die Erwerbsbevölkerung - d. h. die Zahl der Saarländerinnen und Saarländer zwischen 20 und 65 - um rund ein Fünftel zurückgehen. Dieser Rückgang ist doppelt so hoch wie im Schnitt der westdeutschen Länder. Dies können wir nur kompensieren, wenn wir das Saarland attraktiv für Zuwanderung von außen machen." Deshalb habe die IHK auch gemeinsam mit der Landesregierung ein professionelles Saarland-Marketing auf den Weg gebracht. Weber: "Das wurde von vielen unterstützt, von manchen kritisiert. Aus Sicht unserer IHK möchte ich heute nochmals unterstreichen: Nur wenn die Wirtschaft genug Fachkräfte findet, kann sie ihre Wachstumschancen nutzen. Und nur dann kann es gelingen, die Landesfinanzen auch über die Einnahmenseite zu konsolidieren. Deshalb werden sich die Mittel, die Landesregierung und IHK ins Marketing investieren, regionalwirtschaftlich und finanziell amortisieren."

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