Aktuelle Liste der Krankenkassen: 19 Kassen schütten Prämie aus

Verbraucherportal veröffentlicht vollständige Liste der Krankenkassen und deren Prämienausschüttungen
(PresseBox) (Rostock, ) Angesichts der verhältnismäßig hohen Rücklagen im System der gesetzlichen Krankenversicherung werden die Forderungen nach Ausschüttungen an die Versicherten lauter. Tatsächlich haben 19 der 134 Krankenkassen Prämien vorgesehen. Das 1A Verbraucherportal veröffentlicht unter http://www.1a.net/versicherung/gesetzliche-krankenversicherung/liste eine vollständige und fortlaufend aktualisierte Liste aller Kassen, die auch die Höhe der jeweiligen Prämien enthält. Erstmals seit 2009 erhebt keine Krankenkasse einen Zusatzbeitrag.

Die Mehreinnahmen 2012 erlauben sowohl den Krankenkassen als auch dem Gesundheitsfonds - der zentralen Sammelstelle für Mitgliedsbeiträge - die Rücklagen laut Bundesversicherungsamt um mehrere Milliarden Euro aufzustocken. Insgesamt ist deshalb im Fonds und bei den Krankenkassen ein Finanzpolster von fast 30 Milliarden Euro entstanden.

Bereits im Herbst 2012 wurde diskutiert, wie mit dem Geld umzugehen sei. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) forderte schon damals die Krankenkassen dazu auf, die Versicherten in Form von Prämien an den Rücklagen zu beteiligen. Die Ausschüttungen betragen zwischen 30 und 120 Euro pro Jahr. Abgesehen von der Techniker Krankenkasse (80 Euro Prämie) sind es vor allem Betriebskrankenkassen, die Prämien verteilen. Anspruch darauf haben schätzungsweise rund acht Millionen beitragspflichtige Mitglieder bei den 19 Krankenkassen. Versicherte der Familienversicherung kommen dagegen nicht in den Genuss der Rückzahlung.

Bereits zum Jahreswechsel wurde die Praxisgebühr abgeschafft. Auch dieses kann als Ergebnis der finanziellen Rücklagen gewertet werden. Außerdem hatte die Praxisgebühr nach Einschätzung vieler Experten das Ziel, die Arztbesuche zu reduzieren und besser zu steuern, nicht erreicht. Außerdem ist geplant, den Bundeszuschuss zum gesetzlichen Krankenversicherungssystem im Jahr 2014 um weitere zwei Milliarden Euro zu kürzen, nachdem der Zuschuss bereits für 2013 um 2,5 Milliarden reduziert wurde. Insgesamt schießt das Finanzministerium dieses Jahr 11,5 Milliarden Euro aus Steuermitteln hinzu.

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