MVV Energie mit gutem Start in ein schwieriges Jahr

Umsatz und Ergebnis legen gegenüber Vorjahr zu / Zurückgehende Erträge aus der konventionellen Stromerzeugung belasten Ergebnis im Gesamtjahr / Leichter Ergebnisrückgang erwartet
(PresseBox) (Mannheim, ) Nachdem im letzten Jahr das Ergebnis des Mannheimer Energieunternehmens MVV Energie (WKN: A0H52F, ISIN: DE000A0H52F5) im 1. Quartal noch durch milde Witterung und einen Turbinenschaden im Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) belastet war, konnten im 1. Quartal (1. Oktober - 31. Dezember 2012) des laufenden Geschäftsjahrs 2012/13 Umsatz und Ergebnis gesteigert werden. Wie das Unternehmen bei der Vorlage des Finanzberichts für die ersten drei Monate des aktuellen Geschäftsjahres 2012/13 am Donnerstag in Mannheim mitteilte, stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent auf 1,1 Millarden Euro, im selben Zeitraum nahm auch das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) von 74 auf 88 Millionen Euro zu.

Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Dr. Georg Müller ist das für MVV Energie "ein guter Start in ein schwieriges Jahr". Neben dem witterungsbedingten Anstieg des Wärme- und Gasabsatzes haben dazu der erneut erfolgreiche bundesweite Energievertrieb bei Industrie- und Gewerbekunden, das gestiegene Handelsvolumen sowie die weggefallene Belastung aus dem GKK-Turbinenschaden beigetragen. Positiv hat sich auch die zunehmende Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien ausgewirkt. So stieg die erneuerbare Stromerzeugung im Quartalsvergleich um 12 Prozent auf 179 Millionen Kilowattstunden. Zudem konnte das Unternehmen aus der im Herbst 2012 in Betrieb genommenen Biomethananlage in Klein Wanzleben erstmals 13 Millionen Kilowattstunden Biomethan in das öffentliche Gasnetz einspeisen.

"Gleichwohl können auch wir uns dem anhaltend schwierigen und sich in den zurückliegenden Wochen und Monaten weiter verschärfenden Branchentrend nicht entziehen", betonte Dr. Müller beim Ausblick auf das Gesamtjahr. Die Markterwartungen für Energieversorgungsunternehmen haben sich, so der MVV-Chef, angesichts der unsicheren Rahmenbedingungen vor allem bei der Stromerzeugung deutlich verschlechtert. Auch wenn die Unternehmensgruppe durch die bereits auf mehrere Jahre im voraus auf Termin erfolgte Vermarktung eines Großteils der eigenen Stromerzeugung Vorsorge getroffen habe, wirke sich die aktuelle negative Strompreisentwicklung insbesondere auf den Ergebnisbeitrag des Teilkonzerns MVV Umwelt aus, weil die in den thermischen Abfallverwertungsanlagen erzeugten Strommengen teilweise kurzfristig vermarktet werden.

Da es gleichzeitig zu unvorhersehbaren Schäden in der Wärmeerzeugung von Heizkraftwerken in Mannheim und Leuna gekommen ist, erwartet das Unternehmen, dass es mit Blick auf das gesamte Geschäftsjahr beim Adjusted EBIT das Vorjahresergebnis mit 223 Millionen Euro voraussichtlich nicht wieder erreichen wird. MVV Energie geht aus heutiger Sicht für das laufende Geschäftsjahr 2012/13 von einem in der Größenordnung um 5 Prozent niedrigeren operativen Ergebnis als im letzten Geschäftsjahr aus.

Enthalten in dieser Ergebnisprognose sind bereits die zusätzlichen Herausforderungen, die durch das Auslaufen der Zuteilung von Emissionszertifikaten, durch niedrigere Abfallpreise und durch die Entwicklung des Wettbewerbs sowie des Regulierungsumfelds im Netzgeschäft auf das Unternehmen zukommen. Zudem wirkt sich im Vergleich zum Vorjahresergebnis auch der Wegfall des bisherigen Ergebnisbeitrags der Stadtwerke Solingen aus. Dr. Müller: "Wir nutzen weiter die aus dem Umbau des Energiesystems erwachsenden Chancen für unser profitables Wachstum. Unser Investitionsprogramm hat weiter kräftig Fahrt aufgenommen, und wir ernten nun die ersten Früchte aus den Investitionen in erneuerbare Energien und in die Energieeffizienz."

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