Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Klassische Methoden der strengen Arbeitszeiterfassung bringen gegenüber flexiblen Arbeitszeitmodellen oft betriebswirtschaftliche Nachteile mit sich.
(PresseBox) (München, ) Mit der herkömmlichen Zeiterfassung können Mitarbeiter zwar ihre Stundenzahlen dokumentieren, ihre Leistung und ihren Einsatz jedoch nicht. Die dafür erforderlichen Systeme sind kostenintensiv, binden Personalkapazität und nehmen zugleich dem einzelnen Mitarbeiter den verantwortlichen Umgang mit seiner eigenen Arbeitszeit ab. Nicht selten birgt diese Art der Zeiterfassung die Gefahr, dass massenhaft Überstunden aufgebaut werden. Der Unternehmer sieht erst dann Handlungsbedarf, wenn hunderte Überstunden in Freizeit oder Geld auszugleichen sind. Dem lässt sich auch durch entsprechende Abgeltungsklauseln in den Arbeitsverträgen nur in begrenztem Umfang gegensteuern.

Erfolgversprechend hingegen ist die Einführung intelligenter Arbeitszeitregelungen. Dazu rät Thomas G.-E. Müller, Rechtsanwalt bei Ecovis: „Sie ist in der Mehrzahl der Fälle praktikabel umzusetzen; denn diesbezüglich steht dem Unternehmer ein einseitiges Leistungsbestimmungsrecht zu. Das bedeutet: Die Einführung neuer Arbeitszeitenregelungen bedarf grundsätzlich keiner Zustimmung der Arbeitnehmer.“

Wenn Modelle wie z. B. die Vertrauensarbeitszeit umgesetzt werden, kann das Unternehmen ganz auf eine betriebliche Zeiterfassung verzichten. Denn die Erfüllung der Arbeitszeitverpflichtung wird dem Arbeitnehmer auferlegt und an die Erledigung des Arbeitspensums gekoppelt. Im Betrieb kann es auch nicht mehr zum Absitzen der täglichen Regelarbeitszeit kommen. Rechtsanwalt Müller: „Die diesbezüglichen Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig und bieten Unternehmern enorme Einsparungs- und Effizienzpotenziale.“

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