Trotz Schwäche der Euro-Länder: Saar-Exporte nehmen weiter zu - USA und Asien sorgen für Ausgleich

(PresseBox) (Saarbrücken, ) Das Jahr 2012 verlief wiederum erfolgreich für den Saar-Außenhandel: Für die Periode bis einschließlich November 2012 meldet die amtliche Statistik ein Plus von 1,5 Prozent bei den Exporten und nahezu Vorjahresstand bei den Importen. Aus Sicht der IHK Saarland bemerkenswert: Die teilweise zweistelligen Verluste in den Stammmärkten im Westen und Süden der EU konnten durch Steigerungen der Exporte nach den USA und Asien mehr als kompensiert werden. "Dies ist ein deutlicher Beleg dafür, dass sich saarländische Unternehmen zunehmend auch auf schwierigeren Märkten jenseits des Binnenmarktes durchsetzen!", so der für den Bereich International zuständige IHK-Vizepräsident Thomas Hempel.

Deutlich angestiegen sind auch die Exporte nach Großbritannien. Nun zeichnet sich - erstmals seit über 10 Jahren - ein Kopf-an-Kopf-Rennen Frankreichs und Großbritanniens um Platz eins in der Hitliste der Abnehmerländer ab. Jeweils rund zwei Milliarden Euro Umsatz sind das Ergebnis der ersten elf Monate 2012 nach Steigerung um ein Drittel im britischen und nach einem Minus von fünfzehn Prozent im französischen Fall. Auf dem dritten Platz folgen die USA (+13 Prozent) vor Italien (minus ein Drittel).

Im Falle USA gehen die Zuwächse fast ausschließlich auf die Zulieferung von Automobilteilen zurück - sie tragen zum Aufschwung des Kfz-Produktionsstandortes USA bei. Bei Großbritannien handelt es sich um breiter angelegte Lieferungen von Maschinen und Anlagen auch für andere Industriezweige.

In Asien sind es hauptsächlich Indien und die arabischen Länder, die in wachsendem Maße Automobilteile, Stahl, Maschinen und Anlagen "Made in Saarland" abnehmen. Die (vorübergehende) chinesische Wachstumsschwäche hat zur "Stagnation auf hohem Niveau" geführt: Die Volksrepublik belegt Platz fünf mit 625 Millionen Euro Exportumsatz bis November.

IHK Programm trägt wachsender Bedeutung des Drittlandhandels Rechnung

Entsprechend der wachsenden Bedeutung des Handels mit Ländern außerhalb der EU sind auch bei der IHK verstärkt Informationen zu den "Spielregeln" im Außenhandel gefragt: Zu den im vergangenen Jahr angebotenen 20 IHK-Veranstaltungen zum Zoll- und Exportkontrollrecht, Elektronisierung im Außenhandel sowie praktischen Fragen des Ursprungsrechts und zur Finanzierung kamen insgesamt 1.250 Unternehmensvertreter - auch dies eine Steigerung um rund ein Viertel. "Wir werden unseren Mitgliedsunternehmen auch weiterhin nach Kräften bei ihrem Erfolg auf Auslandsmärkten helfen!", so Vizepräsident Hempel. "Während für viele Unternehmen der EU-Binnenmarkt und seine Regeln bereits weitgehend Routine sind, stellen sich außerhalb der EU ganz andere und ständig neue Hürden in den Weg."

Die IHK hat für das 1. Halbjahr 2013 bereits eine ganze Reihe von entsprechenden Veranstaltungen angekündigt. Abrufbar auf der IHK-Webseite, Geschäftsbereich International.

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