Rekordjahr bei der MTU: Umsatz und Ergebnis 2012 so hoch wie nie zuvor

(PresseBox) (München, ) .
- Behle: "2012 Meilenstein auf dem Weg zum Umsatzziel von 6 Mrd. € im Jahr 2020."
- 2013 weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum


Vorläufige Zahlen - vorbehaltlich Zustimmung des Aufsichtsrats

Das Geschäftsjahr 2012 war das erfolgreichste in der Geschichte der MTU Aero Engines Holding AG. Das hat das Unternehmen bei der Vorlage des vorläufigen Jahresabschlusses am Dienstag, 19. Februar 2013, auf seiner Jahres-Pressekonferenz bekannt gegeben. Die MTU erzielte einen Rekordumsatz von 3.378,6 Mio. € (2011: 2.932,1 Mio. €). Damit übertrifft sie ihre Umsatzprognose von 3,3 Mrd. €. Das operative Ergebnis[1] ist um 14 % auf den Rekordwert von 374,3 Mio. € gestiegen (2011: 329,6 Mio. €) und erreicht damit klar den Zielwert von rund 370 Mio. €. Die Umsatzrendite lag bei 11,1 % nach 11,2 % im Jahr 2011. Den Gewinn nach Steuern[2] hat die MTU um 18 % von 197,7 Mio. € auf den Spitzenwert von 233,4 Mio. € verbessert; das Unternehmen hatte mit rund 225 Mio. € gerechnet.

"2012 haben wir die gute Marktpositionierung der MTU erfolgreich in ein deutliches organisches Wachstum umgesetzt, das sich in unseren Geschäftszahlen widerspiegelt. Wir haben im Jahresverlauf alle Prognosewerte angehoben und diese ehrgeizigen Ziele voll erreicht. Damit nicht genug: 2012 haben wir durchweg Rekordwerte erzielt", resümierte Egon Behle, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines Holding AG. "Dieses erfreuliche Ergebnis hat uns unserem Umsatzziel im Jahr 2020 von 6 Mrd. € ein wesentliches Stück nähergebracht."

Ausblick 2013

2013 wird der Passagierverkehr weiter zunehmen. Experten rechnen mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten im asiatischpazifischen Raum und in Lateinamerika. Dem Nahen und Mittleren Osten werden anhaltend gute Wachstumsaussichten bescheinigt. Die MTU ist in allen Wachstumsregionen sowohl im OEM-Geschäft als auch in der zivilen Instandhaltung gut vertreten, zum Teil auch mit Unternehmen vor Ort. "Damit können wir die Marktchancen, die das Jahr 2013 bietet, optimal nutzen", sagte Finanzvorstand Reiner Winkler. "Im zivilen OEM-Geschäft erwarten wir steigende Umsätze bei den Neuprogrammen GEnx und GP7000. Auch dürften die V2500-Auslieferungen weiter steigen, ferner kommt 2013 unser erhöhter Anteil an diesem Programm voll zum Tragen." Am stärksten wachsen dürfte 2013 das zivile Seriengeschäft mit einem Plus von 20 bis 25 % auf Dollar-Basis. Der Ersatzteilumsatz wird in US-Dollar voraussichtlich um rund 15 % zunehmen. Im militärischen Triebwerksgeschäft rechnet die MTU 2013 mit stabilen Umsätzen. Für die zivile Instandhaltung wird auf Dollar-Basis ein Umsatzanstieg im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet. Winkler: "Wir gehen von einer weiter steigenden Nachfrage nach Instandhaltungsleistungen für die Programme V2500, GE90 und CF34 aus." Den Konzernumsatz will die MTU 2013 um 10 bis 12 % erhöhen. Das operative Ergebnis (EBIT bereinigt) und der Gewinn nach Steuern (Net Income be-reinigt) sollen ebenfalls um 10 bis12 % verbessert werden. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand für die neuen Programme wird 2013 leicht sinken.

Umsatzplus in allen Segmenten

Der Umsatz ist 2012 in allen Geschäftsbereichen gestiegen. Der Umsatz im zivilen Triebwerksgeschäft lag bei 1.603,1 Mio. € und damit um 14 % höher als 2011 (1.401,1 Mio. €). Die wichtigsten Umsatzträger im zivilen Neu- und Ersatzteilgeschäft waren das V2500 für die Airbus A320-Familie, das PW2000 für die Boeing 757 und C-17 sowie der A380-Antrieb GP7000. Zunehmend an Bedeutung gewinnt das GEnx für die Boeing-Modelle 787 und 747-8.

Um 13 % gestiegen ist der Umsatz des militärischen Triebwerksgeschäfts - von 445,5 Mio. € auf 503,3 Mio. €. Hauptumsatzträger war der Eurofighter-Antrieb EJ200.

Das größte prozentuale Umsatzplus erreichte die zivile Instandhaltung. Hier kletterte der Umsatz um 17 % von 1.116,6 Mio. € auf 1.305,7 Mio. €. Der größte Umsatzanteil entfiel auf das V2500, das die Airbus A320-Familie antreibt.

"Die hohe Auslastung unserer Instandhaltungs-Shops, ein unerwartet hoher Instandhaltungsbedarf im Militärgeschäft, die anhaltend gute Umsatzentwicklung unserer zivilen Programme und nicht zuletzt der Ausbau unseres Anteils am V2500 haben der MTU 2012 ein sattes Umsatzplus von 15 % beschert", fasste Behle zusammen.

Auftragsbestand als Basis für Geschäftserfolg

Mit 11.479,6 Mio. € (2011: 10.537,1 Mio. €) entspricht der Auftragsbestand der MTU einer Produktionsreichweite von über drei Jahren. "Unser Auftragsbestand hat 2012 ein sehr hohes Niveau erreicht - und das, obwohl eine Reihe von Aufträgen noch nicht gebucht ist", so Behle. "Vor allem die Getriebefan-Triebwerke der PW1000G-Familie und das V2500 spielen im Auftragsbestand eine tragende Rolle. Sie werden auch in Zukunft die Pfeiler des Erfolgs der MTU sein." Das V2500 treibt die Airbus A320-Familie an. Die Antriebe der PW1000G- Familie werden im Airbus A320neo, in der Bombardier CSeries, im Mitsubishi Regional Jet, in der Embraer E-170 und E-190 sowie in der Irkut MS-21 zum Einsatz kommen.

Anhaltend hohe Ertragskraft

2012 hat die MTU mit einer zweistelligen Umsatzrendite erneut ihre hohe Ertragskraft unter Beweis gestellt. Im OEM-Geschäft legte das operative Ergebnis um 11 % auf 264,7 Mio. € zu (2011: 238,9 Mio. € ). Die EBIT-Marge lag bei 12,6 % (2011: 12,9 %).

Deutlich verbessert hat das Unternehmen die Ertragslage in der zivilen Instandhaltung: In diesem Segment stieg das EBIT um 20 % von 93,7 Mio. € auf 112,1 Mio. €. Die EBIT-Marge erreichte mit 8,6 % ein Plus von 0,2 Prozentpunkten.

"Vom Rekordergebnis der MTU sollen auch unsere Aktionäre mit einer angemessenen Dividende profitieren", sagte Winkler. "Das Vertrauen, das sie uns im abgelaufenen Geschäftsjahr entgegengebracht haben, möchten wir mit einer kontinuierlichen Fortsetzung unserer bisherigen Dividendenpolitik belohnen." Der Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung, die am 3. Mai 2013 stattfindet, wird nach der Aufsichtsratsentscheidung am 13. März bekannt gegeben. Für 2011 waren 1,20 € je Aktie ausgeschüttet worden.

11 % des OEM-Umsatzes für Forschung und Entwicklung

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen 2012 vor Aktivierung bei 241,4 Mio. € (2011: 261,9 Mio. €). Bezogen auf das OEM-Geschäft, in dem die Forschungs- und Entwicklungsausgaben anfallen, entspricht das rund 11 % des Umsatzes. Die eigenfinanzierten F&E-Aufwendungen gemäß Gewinn- und Verlustrechnung beliefen sich auf 113,0 Mio. € (2011: 131,6 Mio. €). "Auch 2012 war die Getriebefan-Technologie der Schwerpunkt unserer F&E-Aktivitäten", ergänzte Behle. "Da die Entwicklung der Getriebefan-Programme inzwischen weit fortgeschritten ist und einige Modelle bereits kurz vor der Zulassung stehen, waren die dafür erforderlichen Aufwendungen erwartungsgemäß rückläufig."

Free Cashflow bei 85,7 Mio. €

Der Free Cashflow erreichte 2012 mit 85,7 Mio. € (2011: 129,0 Mio. €) wie geplant einen Wert im hohen zweistelligen Millionenbereich.

Investitionen in die Zukunft

2012 betrugen die Investitionen in Sachanlagen 99,4 Mio. € nach 113,7 Mio. € im Jahr 2011. Investiert wurde vor allem in den Neubau einer Halle für die Blisk-Produktion am Standort München und deren Ausstattung mit technischen Anlagen und Maschinen sowie in den Ausbau der MTU Maintenance Zhuhai.

4 % mehr Mitarbeiter

Mit 8.541 Mitarbeitern war die Belegschaft der MTU 2012 um 4 % größer als 2011 (31. Dezember 2011: 8.202 Mitarbeiter). Neue Mitarbeiter wurden eingestellt, um den globalen Ausbau des Instandhaltungsgeschäfts voranzutreiben, die V2500-Anteilserhöhung erfolgreich umzusetzen und gezielt Kapazitäten für die Getriebefan-Programme aufzubauen.

Die MTU Aero Engines veröffentlicht ihren Geschäftsbericht am 13. März 2013.

[1] EBIT adjusted = Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern, vergleichbar gerechnet
[2] Net Income adjusted = Ergebnis nach Ertragsteuern, vergleichbar gerechnet


Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen der Geschäftsführung der MTU Aero Engines wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse der MTU Aero Engines und Entwicklungen betreffend die MTU Aero Engines können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, die Zyklizität der Flugzeugindustrie und Risiken in Zusammenhang mit der Beteiligung der MTU Aero Engines an Konsortien für die Entwicklung und den Bau von neuen Triebwerken. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere in Bezug auf steuerliche Regelungen und Gesetze betreffend die Herstellung und den Einsatz von Triebwerken im Luftverkehr, sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen der MTU Aero Engines haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die MTU Aero Engines übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

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