LogiMAT 2013 zeigt, was die Intralogistik der Zukunft prägt

Positionspapier zur LogiMAT 2013 in Stuttgart / Statement Peter Kazander, Messeleiter der LogiMAT
(PresseBox) (München, ) Die Intralogistik steht vor nachhaltigen Umbrüchen. Das Ausstellerangebot der LogiMAT 2013 zeigt, welche Trends die Zukunft der Branche prägen und mit welchen Produkten und Lösungen die Hersteller der Branchensegmente die Anforderungen in der Intralogistik decken.

Die LogiMAT, Internationale Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss, hat sich für die heterogene Branche der Intralogistik als "die wichtigste Logistikfachmesse in Deutschland" (Bertram Salzinger, Vorstandsvorsitzender der inconso AG) etabliert. Als "Marktplatz für Informationen und Produkte rund um die Intralogistik, von dem Betreiber, Hersteller und Dienstleister gleichermaßen profitieren" (Christian Baerwolff, Leiter STILL Marketing) zählt sie für die Aussteller "zu den führenden Logistikmessen weltweit" (Matthias Kramm, Geschäftsführer Vanderlande Industries GmbH).

"Dieses positive Feeback der Branche verstehe ich als Kompliment an die Organisation und das Konzept der LogiMAT", erklärt Messechef Peter Kazander. "Ich möchte es gern verbinden mit einem ganz persönlichen Dank an die Stuttgarter Messe, die uns in allen Belangen kooperativ unterstützt, und an die vielen Helfer, die seit Jahren im Hintergrund der Veranstaltung mit ihrem großem Engagement zum Gelingen und dem außerordentlichen Wachstum der LogiMAT beitragen. Ohne sie wäre der anhaltende Erfolg der LogiMAT in dieser Form nicht realisierbar."

Besonders in den vergangenen Jahren sei ein großer Organisationsaufwand erforderlich gewesen, um das kontinuierliche Wachstum der LogiMAT mit dem Anspruch, die "Fachmesse der kurzen Wege" zu sein, im Gleichgewicht zu halten. So sind in diesem Jahr mehr als 1.000 internationale Aussteller, darunter mehr als 130 Neuaussteller, in Stuttgart präsent. Allein bei der Ausstellungsfläche verzeichnet die LogiMAT 2013 mit der erstmaligen Belegung von sechs Hallen im Nord- und Südflügel des Messegeländes und insgesamt 74.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche einen Zuwachs von 16,5 Prozent gegenüber dem Rekordjahr 2012. "Unter dem Motto 'Intralogistik ohne Umwege - Marktplatz der Innovationen' setzt die 11. Internationale Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss gleich zu Beginn des Veranstaltungsjahres 2013 wieder neue Maßstäbe", sagt Kazander zufrieden. "Dabei spiegeln die von den Ausstellern in Stuttgart präsentierten Produkte und Lösungen die aktuellen Trends in den einzelnen Segmenten der Intralogistik. Die zeigen: Die Intralogistik steht vor nachhaltigen Umbrüchen - in der Branche und bei den Anwendern."

Sie seien, so die Analyse des Messechefs, gekennzeichnet von einer zunehmenden, segmentübergreifenden Verschmelzung der Angebotspalette. Während beispielsweise die Hersteller von Flurförderzeugen mit Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) und Shuttle-Lösungen ihr Produkt- und Leistungsangebot immer tiefer in den Bereich der klassischen Lager- und Fördertechnik ausdehnten, fokussierten sich die Fördertechnik-Hersteller neben Neuentwicklungen im Bereich der dynamischen Kommissionier- und Automationssysteme auf neue Geschäftsfelder im Segment der Informationstechnologie. "Immer öfter positionieren sich die Fördertechnik-Hersteller auch als Software-Anbieter und als Implementierungspartner von SAP-Lösungen für das Warehousing", erläutert Kazander. "Sie bieten ihren Kunden eigene Lagerverwaltungssysteme und den individuellen Zuschnitt von SAP-basierter Lager-Software, das so genannte Customizing. Vielfach vertiefen sie dabei mit speziellen, eigenen Applikationen das Funktionsspektrum und die Anwendungstiefe der Standardsoftware." Parallel dazu würden sich die reinen Software-Anbieter unterschiedlichster Ebenen und mit verschiedensten Schwerpunkten immer stärker auf die Entwicklung von IT-Lösungen zur Steigerung von Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit der Anwender konzentrieren. "Funktional stehen die Reduzierung der Durchlaufzeiten, die Verringerung der Bestände und die Erhöhung der Liefertreue im Vordergrund", so Kazander. "Strategisch zielen die Entwicklungen auf die Einbeziehung prospektiver Kennzahlen für ein umfassendes Controlling, zur Erschließung weiterer Optimierungspotenziale sowie der Generierung zukunftsfähiger, belastbarer Szenarien für die strategische Netzwerkplanung."

Auch produktseitig, das zeigten die auf der LogiMAT präsentierten Lösungen, würden in allen Segmenten die klassischen Systemgrenzen überwunden. Das reiche von den wachsenden Angeboten im Bereich multisite-fähiger, standortübergreifender Software-Funktionalitäten und -Systemen, den Cloud-Lösungen und dem Mobile Warehousing im IT-Segment über die sowohl von den Stapler- als auch Fördertechnik-Herstellern gezeigte zunehmende Automatisierung des intralogistischen Warentransportes mit neuen, sich im Lager frei bewegen Shuttle- und FTS-Systemen bis hin zur Vernetzung von Stapler- und Lagertechnikgeräten mit den Produktions- und Logistikprozessen und den damit verbundenen Datenströmen.

Als Treiber dieser Entwicklungen sieht Kazander die zunehmende Globalisierung der Procurement- und Distributionsnetze sowie den wachsenden E-Commerce-Markt. "Der Online-Handel ist inzwischen laut BDD Studie der wichtigste Einkaufskanal für nahezu alle Produkte des täglichen Lebens", so der Messeschef. "Der allein in Deutschland mit einem Marktvolumen im Jahr 2012 von 25,4 Milliarden Euro und 12 Prozent Wachstum im Vergleich zum Vorjahr anhaltend boomende E-Commerce fordert flexibel skalierbare Lösungen für die Lagerprozesse hinter dem Online-Shop. Parallel dazu sind insbesondere die international tätigen Unternehmen bemüht, ihre logistischen Netze zu optimieren und ganzheitlich zu steuern. Mit ihren Produkten und Neuentwicklungen, das zeigen die auf der LogiMAT 2013 vorgestellten Innovationen der Aussteller, decken die Software-Anbieter sowie die Hersteller der Förder-, Lager- und Flurfördertechnik die entsprechenden Herausforderungen an die Intralogistik und Netzwerkgestaltung ab."

So stehen die drei im Nordflügel des Messegeländes belegten Hallen 1, 3 und 5 während der LogiMAT in diesem Jahr ganz im Zeichen der Fördertechnik, ihrer Steuerung und der überlagernden IT-Systeme. Während die Aussteller der Fördertechnik in den Hallen 1 und 3 intelligente, ergonomisch ausgereifte Kommissionierlösungen für hohe Durchsätze und ermüdungsfreies Arbeiten nach dem Prinzip Ware-zum-Mann vorstellen, demonstrieren in Halle 5 die Software-Anbieter - von Branchenprimus SAP bis hin zu den Software-Divisionen der Fördertechnik-Hersteller - die aktuellen Lösungsansätze, mit denen sich Optimierungspotenziale bei der Ressourceneffizienz etwa durch die Verknüpfung von Systemen und Geräten der Informations- mit denen der Kommunikationstechnik erschließen lassen. "Wer die Hardware-Komponenten für effiziente Materialflüsse sucht, kann die Neuheiten, die die Branche zu bieten hat, in den Hallen 1 und 3 auf dem Stuttgarter Messegelände in Augenschein nehmen", so Kazander. "Wer an den Software-Lösungen dieser Hersteller interessiert ist, kann ihre Angebote in der Halle 5 direkt mit den Produkten der Software-Entwickler vergleichen."

Die Dynamik in den gegenüberliegenden Hallen 4, 6 und 8 ist geprägt von den Automationssystemen für Kennzeichnung und Verpackung sowie von den Innovationen in der Verlade- und Flurfördertechnik. "Das Marktsegment, in dem weltweit jedes Jahr allein rund 960.000 Stapler bei den Herstellern geordert werden, ist von einem hohen Wettbewerbsdruck geprägt", erklärt Kazander. "Die LogiMAT 2013 bildet mit ihrem Ausstellerangebot den Staplermarkt nahezu vollständig ab - und bietet den Fachbesuchern damit hohe Transparenz für Vergleich und Auswahl der richtigen Flurförderzeuge."

Besonders im Fokus von Ausstellern und Fachbesuchern: alternative Energiespeicher. Immer öfter setzen Hersteller und Anwender auf die neue Lithium-Ionen-Technologie. Vorteil der Lithium-Ionen-Akkus gegenüber herkömmlichen Blei-Säure-Batterien: sie sind hundertprozentig wartungsfrei, lassen sich in wenigen Minuten schnell- und zwischenladen, erzeugen keine Abgase und bieten eine deutliche längere Lebenserwartung. Vor allem aber weisen sie eine um 15 Prozent höhere Energieverfügbarkeit und einen etwa 20 Prozent höheren Systemwirkungsgrad aus. Dabei haben die Lithium-Ionen-Akkus ein deutlich geringeres Batterievolumen und nur rund ein Zehntel des Gewichts der herkömmlichen, rund 150 Kilogramm schweren Blei-Säure-Akkus. "Gerade bei den Lagertechnik-Geräten, das belegen die auf der LogiMAT 2013 vorgestellten Produkte der Aussteller, kommt die neue Energiespeichertechnologie immer öfter zum Einsatz", so Kazander. "Hersteller wie Anwender setzen auf Ressourceneffizienz."

Einen weiteren Produktschwerpunkt auf der LogiMAT 2013 sieht der Messechef in der deutlich gestiegenen Präsenz von Herstellern Fahrerloser Transportsysteme (FTS). "Die bereits seit mehr als 50 Jahren in Deutschland eingesetzte Technologie erlebt unter der Bezeichnung Automated Guided Vehicles (AGV) gegenwärtig offenbar eine Renaissance in der Intralogistik", urteilt Kazander. "Auf der LogiMAT 2013 zeigen 15 namhafte Hersteller, mithin ein Abbild des gesamten Branchensegmentes, die jüngsten Optionen, die diese Systeme den Anwendern bieten."

Eine erste große Nachfragewelle nach FTS war in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch die Automobilindustrie ausgelöst worden. Danach gerieten die Geräte in der Intralogistik etwas in Vergessenheit. Flankiert von den rasanten Veränderungen in den Kommunikationstechnologien, in der Sensor-, der Sicherheits- und der Informationstechnik, sind die Realisations- und Anwendungsmöglichkeiten für FTS inzwischen jedoch deutlich gestiegen - während die Systempreise zunehmend sanken. "Mittlerweile übernehmen die automatisch gesteuerten Helfer eine Vielzahl gängiger Staplerfunktionen", sagt Kazander. "Mit einem attraktiven Preis/Leistungs-Verhältnis, das zeigen die auf der LogiMAT 2013 vorgestellten Geräte, sind FTS auch für Anwendungen in mittelständischen Unternehmen wirtschaftlich interessant geworden."

Zum Konzept der LogiMAT gehört neben der Leistungsschau der Branche ein interessantes Rahmenprogramm mit einem umfangreichen Informationsangebot. Neben einer Vielzahl von Ausstellervorträgen und vier Live-Events werden in diesem Jahr rund 100 hochkarätige Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und internationalen Fachmedien auf sechs Forenflächen in 24 Vortragsreihen aktuelle Themen der Intralogistik diskutieren, Lösungen vorstellen und Handlungsdirektiven ableiten.

Die LogiMAT 2013, das zeigen die genannten Beispiele, ist gleichermaßen Abbild der wirtschaftlichen Entwicklung wie auch Trendbarometer, Kontaktbörse zur Bildung neuer Netzwerke und Forum für einen Informationsaustausch auf Kongressniveau - interdisziplinär und international. "Dabei sind wir besonders stolz, dass wir trotz des markanten Wachstums mit der neuen Hallenbelegung das Konzept der LogiMAT, auf einer Messe der kurzen Wege einen kompakten Branchenüberblick zu bieten, erhalten konnten", resümiert Kazander. "Die LogiMAT zeigt, was die Branche bewegt und die Zukunft der Intralogistik prägen wird."

Weitere Informationen finden Sie unter: www.logimat-messe.de.

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