Energiewende auf dem Prüfstand: Leuchtturm oder Laterne?

Kongress zeigt Chancen und Zwänge auf / e.day 2013
Matthias Bongard vom WDR-Hörfunk (links) und ARD-Wetterexperte Sven Plöger (rechts) moderieren den e.day 2013. Bildquelle: Oliver Nauditt (PresseBox) (Dortmund, ) Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, intelligente Netze - Schlüsselbegriffe, die für die Energiewende stehen. Doch wohin führt die aktuelle Entwicklung? Auf dem e.day 2013 am 20. Juni 2013 im Kongresszentrum Westfalenhallen Dortmund durchleuchten hochkarätige Referenten und ein kompetentes Fachpublikum das Jahrhundertprojekt von allen Seiten. Veranstaltet wird der e.day - Energie im Dialog - von dem Dortmunder Beratungshaus evu.it GmbH. Co- Veranstalter sind die Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund und die Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen (IHK NRW). Interessenten können sich bereits jetzt unter www.eday2013.de für das Event anmelden.

Ist die Energiewende noch bezahlbar? Nicht nur durch die massive Erhöhung der EEG-Umlage Anfang 2013 gerät das Mammutprojekt zunehmend in die Kritik. Müssen sich die Energieversorgungsunternehmen völlig neu erfinden? Die Herausforderungen der Energiewende sind gewaltig, manches Geschäftsmodell wird dadurch grundlegend infrage gestellt. Befinden wir uns vielleicht sogar auf dem Weg vom liberalisierten Markt zurück in die Planwirtschaft? Die Energiewende gibt der seit Jahren zunehmenden Regulierung weitere Impulse und wirft noch viele Fragen auf, denn ein einheitlicher Fahrplan ist für viele Akteure und Betroffene nicht erkennbar. "Ideen und Vorstellungen unterscheiden sich mitunter stark von den tatsächlichen Möglichkeiten. Unsere Referenten aus Forschung, Energieversorgung, Politik und Industrie fühlen der Realität auf den Zahn", erklärt Frank Jürgen Solberg, zuständig für die Veranstaltungsplanung und -organisation bei evu.it.

Dimensionen eines Jahrhundertprojekts

Zum Auftakt wird Professor Dr. Klaus Töpfer, Exekutivdirektor des Instituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit, aufzeigen, wie und wo "Die Energiewende: Zwischen Hype und Notwendigkeit" in der Praxis zu positionieren ist. Johannes Remmel, Minister in NRW für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, betrachtet und bewertet die enge Verknüpfung zwischen Energiewende und Klimaschutz. "Wie viel Regulierung braucht die Energiewende?" Dieser Frage geht Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, nach. Der Geschäftsführer der RWE Effizienz GmbH, Dr. Norbert Verweyen, nimmt sich den schlafenden Riesen Energieeffizienz vor. Wie wirksam ist das Kostensenkungspotenzial wirklich? Innenansichten eines Energieversorgers im Hinblick auf die notwendigen Strukturänderungen durch die Energiewende präsentiert Michael G. Feist, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover AG (enercity).

"Die anschließende Podiumsdiskussion rundet die Vorträge ab", erläutert Solberg und ergänzt: "Mit ihrem geballten Fachwissen stellen sich unsere Referenten der Frage, ob bei der Energiewende nicht bereits der Weg das Ziel ist. Die Energiewende sollte mit der Strahlkraft eines 'Leuchtturmprojekts' national und international ein Signal setzen. Heute sehen wir die Gefahr, dass es letztlich gerade einmal reichen wird, um ein 'Laternenlicht' zu zünden."

Konkret und kontrovers

Die zweite Tageshälfte des e.day wird wie in den Vorjahren interaktiv. Zwei Fachforen thematisieren wichtige und strittige Kernaspekte der Energiewende. Unter dem Motto "Verteilnetze - die unbekannten Wesen: Wie viel Netz braucht die Energiewende?" stellen Professor Dr. Christian Rehtanz ("Mehr Verteilnetze für die Systemintegration erneuerbarer Energien"), Leiter des Instituts für Energiesysteme, Energieeffizienz und Energiewirtschaft von der TU Dortmund, und Robert Busch ("Verteilnetze - Weniger ist mehr!"), Geschäftsführer des Bundesverbandes Neuer Energieanbieter e.V., ihre kontrahierenden Standpunkte dar. Für die nötige Balance sorgt Moderator Matthias Bongard vom WDRHörfunk.

ARD-Wetterexperte und -Moderator Sven Plöger führt indes durch das zweite Forum "Die Preisfrage? Zahlen wir die (Energie) Wende aus der Portokasse?". Dirk Briese, Geschäftsführer der trend:research GmbH, geht der Frage nach, wer bei der Gemeinschaftsaufgabe Energiewende eigentlich was finanziert. Aus dem Blickwinkel der energieintensiven Industrie beleuchtet Dr. Martin Iffert, Vorstandsvorsitzender der TRIMET Aluminium AG, das Thema.

Der Teilnehmerpreis für den e.day 2013 beträgt 295 Euro pro Person zuzüglich Mehrwertsteuer.

Weitere Details und Anmeldung: www.eday2013.de

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