Positive Entwicklung von Micronas im Geschäftsjahr 2012

(PresseBox) (Freiburg, ) .
  • Umsatzsteigerung gegenüber Vorjahr um 6 Prozent
  • Erhöhung der Bruttomarge auf 40 Prozent
  • Verbesserung des Betriebsgewinns um 17 Prozent
  • Steigerung der EBIT-Marge auf 14 Prozent
  • Antrag auf Ausschüttung von CHF 0.05 pro Namenaktie
  • Getrübter Ausblick für das angelaufene Jahr
Die positive Entwicklung des Unternehmens wurde im Geschäftsjahr 2012 fortgesetzt. Micronas hat die Umsatz- und Ertragswerte, insbesondere im Bereich Automotive, gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Der weltweite Automobilmarkt blieb im Jahr 2012 zunächst auf Wachstumskurs. Dabei haben sich die regionalen Automobilmärkte unterschiedlich entwickelt. Trotz der schwierigen Lage in Westeuropa hat die Dynamik in Nordamerika und Asien weltweit zu einem Wachstum des Pkw-Absatzes geführt. Japan meldete sogar das beste Neuzulassungsniveau seit 2006. Im vierten Quartal hat sich die weltweite Automobilkonjunktur deutlich abgeschwächt.

Der konsolidierte Umsatzerlös erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 auf CHF 168.5 Millionen und wuchs damit gegenüber dem Vorjahr um 6.1 Prozent. Die rückläufigen Umsätze bei den Dashboard- Controllern und das Auslaufen der Consumer-Produkte wurden damit überkompensiert. Währungsbereinigt (in Euro) steigerte sich der Umsatz um 8.9 Prozent. Hauptwachstumstreiber waren die Automotive-Kunden in Asien. Micronas profitierte vom ausgezeichneten Produktportfolio und vom Comeback der japanischen Automobilindustrie, welche sich aufgrund der Erholung von den Folgen des Erdbebens auf einer Aufholjagd befand. Gleichzeitig wirkte sich in den ersten neun Monaten der starke japanische Yen gegenüber dem Euro positiv auf den Umsatz aus. Die Abschwächung der Automobilindustrie im vierten Quartal bewirkte auch bei Micronas einen Umsatzrückgang gegenüber dem dritten Quartal. Die Bruttomarge stieg im Berichtsjahr auf 40.1 Prozent des Umsatzes, nachdem sie im Vorjahr noch 37.3 Prozent betragen hatte. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich auf CHF 28.9 Millionen, entsprechend 17.2 Prozent des Umsatzes. Der Betriebsgewinn (EBIT) der Micronas Gruppe verbesserte sich um 17.5 Prozent auf CHF 24.2 Millionen. Für das Geschäftsjahr 2012 weist Micronas eine EBIT-Marge von 14.4 Prozent des Umsatzes aus, nachdem diese im Vorjahr noch 13.0 Prozent betragen hatte.

Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses sowie eines Steuerertrags in Höhe von CHF 6.2 Millionen beträgt der Gewinn des Berichtsjahres CHF 19.3 Millionen, verglichen mit CHF 11.5 Millionen im Vorjahr. Dementsprechend steigerte sich der Gewinn pro Aktie auf CHF 0.66. Micronas weist per 31. Dezember 2012 flüssige Mittel und kurzfristige Finanzanlagen von CHF 169.9 Millionen aus, verglichen mit CHF 156.2 Millionen im Vorjahr. Mit einer Erhöhung des Eigenkapitals um CHF 22.8 Millionen auf CHF 152.0 Millionen verbesserte sich die Eigenkapitalquote auf 51.6 Prozent.

Die positive Performance im Geschäftsjahr 2012 veranlasste den Verwaltungsrat, der kommenden Generalversammlung vorzuschlagen, wiederum einen Teil des erwirtschafteten Gewinns, CHF 0.05 pro Namenaktie, an die Aktionäre auszuschütten.

Im Segment Automotive stieg der Umsatz 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 8.4 Prozent auf CHF 157.0 Millionen. Währungsbereinigt (in Euro) verbesserte sich der Umsatz um 11.3 Prozent. Der Betriebsgewinn (EBIT) erreichte CHF 25.5 Millionen, verglichen mit CHF 20.4 Millionen im Vorjahr. Die EBIT-Marge stieg von 14.1 auf 16.3 Prozent. In den ersten neun Monaten 2012 stieg die Nachfrage nach Hall-Sensoren und Micronas hat ihre führende Position ausgebaut. Durch die Abschwächung der Automobilindustrie im vierten Quartal verringerte sich allerdings der Automotive- Umsatz gegenüber dem Vorquartal.

Im Bereich der Hall-Sensoren ist Micronas Weltmarktführer und bedient zahlreiche Anwendungen im Automobil, insbesondere die Detektion der Drosselklappen- und Gaspedalstellung sowie die Regelung der Abgasrückführung. Ein Schwerpunkt innerhalb der Produktentwicklung ist die Erweiterung der Sensorfamilien zur Bestimmung von Drehwinkeln und für die Erfassung von linearen Bewegungen auf Basis der 3D HAL-Technologie. Im Berichtsjahr wurde die Volumenproduktion dieser Produktfamilien erfolgreich gestartet und sie wurden an die entsprechenden Leitkunden ausgeliefert. Hall-Sensoren von Micronas werden zunehmend für die Messung von elektrischen Strömen eingesetzt. Dabei wird das Messergebnis potentialfrei und ohne Spannungsverlust vom Hall- Sensor ermittelt. Im zweiten Halbjahr hat Micronas mit dem CUR 3115 ihre Familie der Stromsensoren erweitert. Neben den Hall-Sensoren baut Micronas eine zweite Produktlinie auf: die embedded High-Voltage-Controller (HVC) für intelli gente Aktuatoren in Automobil- und Industrieanwendungen. Im Geschäftsjahr 2012 wurde die Produktion des ersten HV-Controllers für unseren Leitkunden PMDM Minebea aufgenommen.

Die Produkte des Bereichs Industrial und die noch verbleibenden Consumer-Produkte, welche unter "Others" zusammengefasst und ausgewiesen werden, erzielten im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von CHF 11.5 Millionen. Die geschäftliche Entwicklung des Bereichs Industrial verlief gemäss unseren Erwartungen. Die Vermarktung der Micronas Produkte im industriellen Umfeld wurde weiter vorangetrieben und in allen Regionen konnten mit neuen Kunden erste grössere Erfolge erzielt werden.

Micronas hat weltweit auf wichtigen Leitmessen die neuste Generation von Gassensoren auf Basis der mySENS-Technologie präsentiert. Neben reduzierter Baugrösse und zuverlässiger Branderkennung steht die Unempfindlichkeit der Gassensoren gegenüber Störfaktoren wie zum Beispiel Wasserdampf im Fokus. Im Gegensatz dazu können heute verfügbare Brandmelder den entstehenden Rauch nicht zuverlässig von Dämpfen wie Wasserdampf oder Staubentwicklung unterscheiden und sind anfällig für Fehlalarme. Einige Micronas Leitkunden haben im September auf ihrer wichtigsten Fachmesse, der Security in Essen, Brandmelder-Prototypen, basierend auf der mySENS-Technologie, vorgestellt. Die im Geschäftsjahr 2012 gestartete Bemusterung der Kunden mit den neuen Gassensoren wird weiter intensiviert und voraussichtlich Ende des Jahres 2013 in die Volumenproduktion übergehen.

Die auslaufenden Consumer-Produkte haben im Berichtsjahr letztmalig einen Umsatzbeitrag geleistet. Die Produktion und Auslieferung wurde Ende 2012 eingestellt.

Die Auslastung der Fertigungsanlagen lag im Berichtsjahr 2012 leicht unter 80 Prozent. Dabei wurde der Rückgang der auslaufenden Produkte (Consumer und Dashboard-Controller) durch den kontinuierlichen Anstieg der neuen Produkte (HAL und HVC) für den Automobil- und Industriemarkt überkompensiert. Durch die weltweite Abschwächung der Automobilindustrie im vierten Quartal verringerte sich die Auslastung der Fertigungsanlagen in den letzten drei Monaten des Jahres auf 73 Prozent.

"In den von uns adressierten Märkten ist der langfristige Trend zur Effizienzsteigerung und Erhöhung der Umweltfreundlichkeit ungebrochen und führt damit zu einem steigenden Bedarf nach unseren Sensoren und embedded Controllern", erklärt Micronas CEO Matthias Bopp. "Allerdings ist unser Geschäft derzeit von zwei wesentlichen Faktoren geprägt. Zum einen verstärkt sich die seit dem vierten Quartal anhaltende Schwäche des Japanischen Yens gegenüber dem Euro und hat aufgrund unseres hohen Marktanteils in Japan einen erheblichen Einfluss auf Umsatz, Marge und Betriebsgewinn. Zum anderen hält der seit dem dritten Quartal 2012 getrübte Ausblick für die Automobilindustrie durch die weltweit unklaren Konjunktursignale auch im ersten Halbjahr 2013 an."

Um die Abhängigkeit von Wechselkursveränderungen des Japanischen Yens zu verringern, wurde bereits in 2012 begonnen, vermehrt in Euro an japanische Kunden zu fakturieren. Dieser Trend wird sich im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres noch verstärken. Darüber hinaus reagiert Micronas auf die derzeitige Situation mit einem Kosteneinsparungsprogramm. Dieses beinhaltet unter anderem Kurzarbeit in Teilbereichen der Fertigung am Standort in Freiburg und eine temporäre Betriebsschliessung am Standort in Schottland. Weitere Massnahmen sind die Reduktion von externen Dienstleistungskosten mit der Fokussierung auf die strategisch wesentlichen Entwicklungsprojekte sowie die Reduzierung des Investitionsvolumens auf Investitionen für die Absicherung der laufenden Fertigung und für neue Produktanläufe.

Ausgehend von einem Wechselkurs des japanischen Yens zum Euro zwischen 120 und 125 rechnen Verwaltungsrat und Management für das erste Halbjahr 2013 mit einem Umsatz von ca. CHF 70 Millionen. Die EBIT-Marge wird im unteren einstelligen Prozentbereich erwartet und ist durch die Schwäche des Japanischen Yens um 6 bis 8 Prozentpunkte belastet.

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Micronas
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