Wuppertals Wahrzeichen zeigt Mut zur Farbe

Im Innenraum der neuen Schwebebahnzüge werden drei Farbkonzepte umgesetzt
(PresseBox) (Wuppertal, ) Die Würfel sind gefallen, die neuen Schwebebahnwagen bekommen ordentlich Farbe. Neuartige Materialien machen es möglich, Böden in kräftigen Farben für das berühmte Verkehrsmittel zu nutzen. Die Designer von büro+staubach aus Berlin haben diese Möglichkeit gerne aufgegriffen und Geschäftsführung sowie Aufsichtsrat der WSW mobil GmbH attraktive und farbenfrohe Designvorschläge für den Innenraum gemacht. Die Mitglieder beider Gremien waren begeistert. Da die Entwürfe mehrheitlich überzeugten, wurden schließlich drei Farblinien ausgesucht, die in jeweils einem Drittel der Fahrzeuge realisiert werden. "Farben sind ja auch immer Geschmacksache, aber da ist wirklich für jeden etwas dabei", freut sich Ulrich Jaeger, Geschäftsführer der WSW mobil GmbH.

Im Blickpunkt sind dabei eindeutig die Böden in den Farbtönen Grün, Ziegelrot und Gelb. Sie sollen den Eindruck der erweiterten Durchgängigkeit des Fahrzeuges unterstützen. Feine Streifen in den grauen Polstern der Sitze greifen diesen Farbton dann auf. Das Holz der Sitze wird farblich gut mit den Böden harmonieren. Noch steht nicht ganz fest, ob es Sitzbänke oder Einzelsitze geben wird, da laufen noch die Verhandlungen mit den Herstellern. Insgesamt wird es wie in den heutigen Fahrzeugen 45 Sitzplätze geben.

Im Kontrast zum farbigen Boden steht die eher noble Zurückhaltung des übrigen Interieurs. Helle Wände und graue Haltestangen dominieren das sonstige Ambiente. Die Fenster bleiben von innen zu öffnen, sodass Frischluftzufuhr nicht nur durch die Belüftungsanlage in der Decke gewährleistet ist. Für Informationen sorgen zwei Displays, die zum einen in der Trennwand des Fahrerstandes und zum anderen im Mittelteil des Fahrzeugs untergebracht sind. Wie in den Bussen werden hier die nächsten Haltestellen angezeigt. Schmuckstück im hinteren Teil des Fahrzeugs bleibt die Panoramascheibe.

Für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität ist an der ersten Tür der neuen Schwebebahnen eine Klapprampe für Rollstühle vorgesehen. Im vorderen Teil des Fahrzeugs befindet sich auch ein Multifunktionsbereich, in dem Rollstuhlfahrer einen sicheren Platz für die Fahrt finden. Wird der Raum nicht benötigt, kann dort auf Klappsitzen Platz genommen werden.

Im Vergleich zu den fast 40-jährigen Fahrzeugen der aktuellen Serie wird im Fahrerstand Hightech Einzug halten. Über mehrere Touchscreens können die Fahrer die Fahrt überwachen und steuern. Zusammen mit dem hochmodernen Betriebssystem, das gleichzeitig mit den neuen Bahnen Einzug halten wird, bedeutet das ein weiteres Plus an Sicherheit.

Von außen hat sich gegenüber den ersten Entwürfen der Designer nicht viel an den Fahrzeugen geändert. Am auffälligsten ist, dass die Kunststoff-Verkleidung der Drehgestelle verschwunden ist. Auf vielfachen Wunsch bleibt der Blick auf die Fahrzeugtechnik damit gewährleistet. Es dominieren ansonsten die schwarzen Fensterbänder und der markante Fahrzeugkopf. Auch für das Äußere der neuen Schwebebahnzüge haben die Designer Farbvorschläge gemacht. Hier hat sich wenig überraschend ein heller Blauton durchgesetzt. "Blau ist unsere Firmenfarbe, die Bahnen werden zwar heller werden als Busse und Haltestellen, aber wir bleiben damit der Richtung treu. Es hat für diesen Farbvorschlag eine breite Unterstützung gegeben", so Jaeger. Im Gegensatz zum Innenraum wird es aber keine unterschiedlich lackierten Bahnen geben.

Die Konzeptionsphase ist weitgehend abgeschlossen, mit dem Bau der Bahnen soll bald begonnen werden. Plangemäß wird die erste Bahn im Herbst 2014 in Betrieb gehen.

Weitere Informationen und viele Bilder finden Sie auf der überarbeiteten Internetseite www.neue-schwebebahn.de.

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