Die Welt zu Gast in Wels

Energiesparmesse offiziell eröffnet
Energiesparmesse offiziell eröffnet (PresseBox) (Wels, ) Die Bedeutung der Energiesparmesse als Innovationsplattform und europaweites Zentrum für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Energiesparen wird von den wachsenden Besucherzahlen an den beiden Fachbesuchertagen eindrucksvoll unterstrichen. Der SHK-Fachbesuchertag am 27. Februar war der bisher besucherstärkste und auch am allgemeinen Fachbesuchertag strömten die Experten nach Wels, um sich bei 923 Ausstellern aus 14 Nationen zu informieren. Noch bis Sonntag ist Österreichs umfangreichste Informations- & Beratungsplattform zum Thema Sanieren, Renovieren & Neubau täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Energiesparmesse in Wels ist die größte Messe für Energieeffizienz und erneuerbare Energie in Österreich und eine der größten in ganz Europa. In Oberösterreich gibt es hervorragende Unternehmen und eine lange Tradition im Bereich der Energieverantwortung. Gerade bei komplexeren Investitionen ist die Messe der ideale Ort, um individuelle Beratung einzuholen und sich einen Überblick über neueste Trends und Techniken zu verschaffen. „In Zeiten steigender Energiekosten und geringer Verzinsung von Sparguthaben ist das energiesparende Sanieren von Einfamilienhäusern besonders lohnend. Hier kommt die Energiesparmesse genau zur richtigen Zeit, um sich zu informieren. Aber auch wer neu baut, findet in Wels – und nur hier – die Marktführer aller Branchen an einem Ort“, so Mag. Robert Schneider, Geschäftsführer Messe Wels.

Wels ist eingebettet in eine der wirtschaftsstärksten und umweltbewusstesten Regionen Europas und international anerkannte Heimat des Energiesparens. „Die Energiesparmesse präsentiert die neuesten und modernsten Erkenntnisse und Produkte, mit denen nachhaltige, ressourcen- und umweltschonende Energie erzeugt werden kann. Die Messe Wels leistet damit einen wichtigen Beitrag bei der Suche nach neuen und alternativen Wegen zum Abdecken des ständig steigenden Energieverbrauchs“, so LAbg. Mag. Doris Schulz, Präsidentin der Messe Wels. Die Energiesparmesse entwickelt sich immer mehr zu einer beliebten Plattform für Geschäfts- und Kooperationsbörsen, Networking-Events, Treffen von Energieexperten und einer Vielzahl an Side-Events weit über die Grenzen Europas hinaus. „Auch heuer haben sich hochrangige Delegationen aus aller Welt angemeldet, darunter etwa aus China, Kanada, Moldawien, Mazedonien, Schweden, Kroatien, die nach Wels kommen, um von den Besten zu lernen und einen Blick in die Zukunft zu werfen“, so Schulz weiter.

Die Eröffnung der Energiesparmesse ist für den Welser Bürgermeister Dr. Peter Koits ein besonderer Tag für die Stadt Wels und die Messe Wels: „Die Energiesparmesse, die seit 1991 in Wels stattfindet und seit 1998 von der Messe Wels veranstaltet wird, war der Ausgangspunkt für die äußerst erfolgreichen Bemühungen, die Stadt Wels als Kompetenzzentrum für erneuerbare Energie zu positionieren. Heute ist Wels in aller Welt mit dem Thema Energie verbunden.“ „Bis 2030 soll die Energie für Strom und Raumwärme zu 100 Prozent aus dem erneuerbaren Bereich kommen“, ist Koits optimistisch, dieses Ziel zu erreichen.

„Ich höre so oft, warum etwas nicht geht. Hier in Wels erfährt man diese Woche, wie und was alles geht“, stellt Landesrat Rudi Anschober in seinem Eröffnungsinterview fest. Oberösterreich ist diese Woche das weltweite Schaufenster und Kompetenzzentrum für die Umsetzung der Energiewende, was die offensive Bewerbung Oberösterreichs als Vorreiter der Energiewende und der Produkte als weltweite Technologieführer vorantreibt. „Reformen im Photovoltaik-Bereich sind gefordert. Photovoltaik ist aus meiner Sicht ein gewichtiger Baustein bei der Energiewende“, ist Anschober überzeugt. „Unser Ziel muss sein, mittelfristig, d.h. bis 2020 bzw. 2025, einen PV-Anteil von rund zehn Prozent zu erreichen“, so Anschober. Er nennt die Entwicklung eines Masterplans für den Netzausbau in Oberösterreich, um langfristig auf die Strukturveränderungen beim Ausbau vorbereitet zu sein, als wichtigen Punkt, um die Vorreiterrolle voranzutreiben.

Landesrat Mag. Dr. Manfred Haimbuchner zog im Rahmen der Eröffnung fast ein Jahr nach der umfassenden Wohnbaureform eine positive Bilanz, vor allem im Bereich der Sanierung. Für heuer sind keine Änderungen der Wohnbaureform geplant. Trotzdem müssen sich lt. Haimbuchner die Fördersysteme weiterentwickeln, da sich die Zeiten und gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern. „Energie sparen muss immer auch Kosten sparen bedeuten. Es zahlt sich nicht immer alles aus und man muss Kosten und Nutzen gegenüberstellen und mit Hausverstand agieren“, regt Oberösterreichs Wohnbaulandesrat dazu an, sich selbst zu fragen: „Was macht für mich persönlich Sinn?“ Wichtig für Haimbuchner ist der Blick auf den Gesamtenergiebedarf, wo Oberösterreich eine Vorreiterrolle in Gesamtösterreich einnimmt.

In seiner Festansprache stellte Dr. Christoph Leitl, Präsident der Bundeswirtschaftskammer, fest, dass die Stadt Wels nicht nur Energiehauptstadt Europas ist, sondern weltweites Kompetenzzentrum der erneuerbaren Energien. Die Messe ist ein Schaufenster der Zukunft und die Welt kommt jetzt nach Wels, was auch die internationalen Gäste beweisen, die hier begrüßt werden. „Die Fragen der Umwelt- und Energieproblematik holen uns ein. Wir müssen nach Lösungen suchen, denn es hilft weder, sich zu beklagen noch Untergangsszenarien zu zeichnen. Wir sind dazu da, durch Kreativität, Innovation und durch aktives Marketing in der ganzen Welt dazu beizutragen, dass das von uns entwickelte Know-how mit der typisch österreichischen Philosophie der Nachhaltigkeit, der Langfristigkeit, der Ganzheitlichkeit und Vernetztheit für dieses Land umgesetzt wird“, so Leitl.

Landesrat KommR. Viktor Sigl betont die Bedeutung der Unternehmen. Oberösterreichs Wirtschaft ist eine der erfolgreichsten in Europa und vor allem die Entwicklungen im Technologiebereich eröffnen zahlreiche Möglichkeiten. „Die Frage der erneuerbaren Energien, der Energieeffizienz sowie dem Erzeugen und Sparen von Energie zieht sich quer durch die Gesellschaft. Technologische Entwicklungen sind es, die uns heute stolz machen. Der Wirtschaftsbereich rund um die erneuerbaren Energien wird heuer dazu beitragen, dass die Wirtschaft ein Wachstum – prognostiziert sind 5 bis 7 Prozent – generieren wird.“ Forschung und Entwicklung im Bereich Energie und Mobilität sind die Themen der Zukunft und die ganze Welt braucht die Ergebnisse. „Es muss gezeigt werden, wohin die Reise geht und die Energiesparmesse leistet einmal mehr einen wesentlichen Beitrag in diesem Bereich“.

Für Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner ist die Energiesparmesse wichtig, um die Verbindung zwischen Anspruch und Wirklichkeit zu schaffen. „Es braucht die Gruppe der Konsumenten, die Anregungen für ihre Bau- und Sanierungstätigkeit mitnehmen. Aber auch die Unternehmen und schließlich die Gruppe der verantwortlichen Interessensvertreter, die bei der Schaffung der Rahmenbedingungen mitwirken“, benennt Mitterlehner in seiner Festansprache Proponenten, um den Zielsetzungen zum Erfolg zu verhelfen. Für den Bereich der Photovoltaik-Förderung kündigt Mitterlehner verschiedene Neuerungen an. Die erneuerbaren Energien, und hier vor allem die Photovoltaik, boomen in Österreich. 2012 lag der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch bei 70 Prozent, bis 2020 sollen es 85 Prozent sein.

Bundesminister DI Niki Berlakovich eröffnete nach der Verleihung von Umweltzeichen die Energiesparmesse. In seiner Ansprache ging Österreichs Umweltminister auf die Bedeutung der Energiesparmesse als Leistungsschau ein, wo Lösungen für die Zukunft präsentiert werden: „Der Ausbau der erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz ist Österreichs Erfolgsrezept für eine unabhängige und saubere Energiezukunft. Die Energiesparmesse zeigt, wie jeder Einzelne durch nachhaltiges Bauen und Sanieren die Energiewende in den eigenen vier Wänden einleiten kann. Das senkt die eigenen Kosten maßgeblich, erhöht die Lebensqualität und ist ein wertvoller Beitrag zum Klima- und Umweltschutz“. Laut Berlakovich müssen Antworten auf die Herausforderungen der Zeit wie den höheren Energiebedarf durch die wachsende Bevölkerung und die steigenden Energiepreise gefunden werden. „Ein Umdenken ist notwendig, denn unser Wirtschaftssystem basiert auf den fossilen Energieträgern. Österreich ist ein Umweltmusterland, aber wir müssen besser werden. Ziel ist ein Energieeffizienzgesetz gemeinsam mit den Bundesländern und ich appelliere, zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen, da es eine gesellschaftspolitische und keine parteipolitische Frage ist.“

Die Energiesparmesse Wels ist bis Sonntag, 3. März täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen über Anreise, Aussteller, Neuheiten und das umfangreiche Rahmenprogramm unter www.energiesparmesse.at.


Das Österreichische Umweltzeichen wurde verliehen an:
- Wohnkeramik Günther Seyrlehner, Behamberg
- Huber Kachelöfen und Fliesen, Kremsmünster
- Anton Herzog, Saalfelden
- Wallner Öfen & Fliesen Ges.m.b.H, Graz
- swisspor Österreich GmbH CoKG, Gleiß/Sonntagberg
- Feuer in Form Steiner, Krems
- firetube GmbH, Elterlein
- Pertinger GmbH, Mühlbach/Bozen

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