Freiwillig, polyzentral und partnerschaftlich

Die Metropolregion Nürnberg soll ein Licht am Himmel werden
Gründungsfest des Fördervereins Wirtschaft für die Europäische Metropolregion Nürnberg e.V. (Foto: Thomas Scherer Nürnberg) (PresseBox) (Leipzig, ) Ein rot leuchtendes „N“ ragt über die Weltkarte wie ein Stern am Firmament. Doch es ist kein Stern, kein Satellit oder ein anderer Flugkörper. Das mit „Gebündelte Strahlkraft“ betitelte N steht für die Metropolregion Nürnberg und diese hat einen neuen Partner an die Seite gestellt bekommen: den Förderverein Wirtschaft für die Europäische Metropolregion Nürnberg e.V. „Wir leuchten gemeinsam in der Metropolregion Nürnberg!“, lautete das Thema des Gründungsfestes im Januar. Deshalb schalteten auch die anwesenden Gründungsmitglieder ihre Lampen gemeinsam an und schufen damit ein lichtstarkes Metropolregion-N auf einer großen Weltkarte. Prof. Dr. Klaus L. Wübbenhorst, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins, sagte dazu: „Die Europäische Metropolregion Nürnberg ist kein Spielfeld, auf dem wenige spielen und viele zuschauen, sondern ein Spielfeld mit 3,5 Millionen aktiven Spielern und Botschaftern. Gemeinsam haben wir die Chance, unsere vielen kleinen Taschenlampen zu einem großen, weit leuchtenden Strahl zu bündeln, um die Europäische Metropolregion Nürnberg national und international stärker ins Bewusstsein der Menschen zu rücken“.

Gestaltungswille der Leuchttürme

Einige „Leuchttürme“ – 17 an der Zahl - sind mit einem finanziellen Engagement in Höhe von mehr als 10.000 Euro Mitgliedsbeitrag dabei. Alle neun Wirtschaftskammern in der Metropolregion aus Unterfranken, Oberfranken, Mittelfranken und der Oberpfalz sind dem Verein bereits beigetreten.
Weitere gut 35 Mitglieder engagieren sich mit Beiträgen zwischen 500 Euro und 7.000 Euro. Ziel der Akteure ist es, möglichst viele Unternehmen aus der gesamten Metropolregion für das Mitmachen zu begeistern. Die „Leuchttürme“ um Siemens, die Sparkassen in Mittelfranken, die Nürnberger Versicherungsgruppe, die Volksbanken und Raiffeisenbanken, Datev, die Bayern LB, Adidas, Faber-Castell, GfK, die Leonhard-Kurz-Stiftung, Müller Medien, N-ERGIE, die NürnbergMesse, Rödl & Partner sowie TeamBank und die Industrie- und Handels- und auch die Handwerkskammern bekräftigen damit ihren Gestaltungswillen.

Dazu hat der Rat der Metropolregion seine regionale Willensbildung und seine Gremien weiterentwickelt. Der Wirtschaft stehen nun über den neu gegründeten Förderverein nachhaltige Mitwirkungsmöglichkeiten bei Strategieentwicklung und Themensetzungen offen. Mitgestalten heißt, dass die Wirtschaft über den Förderverein Gelder zur Verfügung stellt und gleichzeitig über einen eigenen Wirtschaftsvorsitzenden (sowie zweier Stellvertreter) Einfluss auf die strategischen Schwerpunkte und Projekte der Metropolregion nimmt.

Die Welt kommt nicht an uns vorbei

In einer Talkrunde befragte Dr. Christa Standecker, Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg, Gründungsmitglieder und Politikvertreter über ihre Motivation, sich gemeinsam zu engagieren. Der Erlanger Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis freut sich, „dass die Wirtschaft einen wichtigen Beitrag leistet, damit die Metropolregion als bedeutende Wirtschaftsregion und attraktiver Lebensraum wahrgenommen wird.“ Heribert Trunk, Präsident der Industrie- und Handelskammer Bayreuth für Oberfranken, zweiter Vorstandsvorsitzender des Fördervereins und selbst Unternehmer, hebt besonders die Zusammenarbeit aller neun Wirtschaftskammern hervor: „Fünf IHKn und vier HWKn sind sich einig geworden. Wenn alle ihr Licht auf einen Punkt richten, dann kommt die Welt nicht an uns vorbei.“ Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly formulierte mit Blick in die Zukunft, dass die Metropolregion dann erfolgreich sein wird, wenn sie sich ihre drei Tugenden bewahrt: Die Freiwilligkeit, Polyzentralität und die Stadt-Land-Partnerschaft. Heinz Brenner, Leiter des Regionalreferat Erlangen-Nürnberg und dritter Vorstandsvorsitzender des Fördervereins fasst zusammen: "Wettbewerb bedeutet: auch wenn man gut ist, man muss noch besser werden. Daran zu arbeiten zahlt sich für uns alle aus“.

Auch Mittelstand als Schlüsselrolle?

Es lässt sich zwischen „natürlich gewachsenen“ und „definierten“ Metropolregionen unterscheiden. Als gewachsen können die Gebiete rund um Moskau, Istanbul oder London gelten. In diesen drei Ballungsräumen leben mehr als 15 Millionen Einwohner. Die Gebiete besitzen eine Schlüsselrolle für Entwicklung und Struktur der Nachbarregionen. Die Ministerkonferenz für Raumordnung definierte 1995 erstmals Metropolregionen in Deutschland. „Als Motoren der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung sollen sie die Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit Deutschlands und Europas erhalten und dazu beitragen, den europäischen Integrationsprozess zu beschleunigen“ (BMBau, 1995). Mit Ausnahme der Region Rhein-Rhur sind die anderen zehn, bis 2005 deklarierten Ballungsräume im internationalen Vergleich dünn besiedelt. Neben Nürnberg umfasst die Metropolregion auch die Städte Bamberg, Bayreuth, Erlangen, Fürth und Hof. Für den „Großen Preis des Mittelstandes“ wurden 2013 insgesamt 27 Mittelständler allein aus diesen sechs Städten nominiert. Das sind 22 Firmen mehr als noch im Vorjahr. Die Gründungsmitglieder des Fördervereins erhielten auf einer großen Leuchttafel ein eigenes Licht, um zu symbolisieren, dass sie nun gemeinsam mit der Metropolregion leuchten. In Nürnberg, in Bayern und in die ganze Welt.

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