Geldbeutel vor Umweltschutz - Deutsche Autokäufer wollen noch nicht mit Strom fahren

(PresseBox) (München, ) Mülltrennung, Biolebensmittel, Klimaschutz: Eigentlich sind die Deutschen im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn recht umweltbewusst. Geht es um den Autokauf, entscheiden sie hingegen meist nach finanziellen Faktoren und sagen noch überwiegend Nein zu Elektroautos. Warum die deutschen Autofahrer so zögerlich sind, zeigt zum Genfer Autosalon eine aktuelle europaweite Yahoo!-Studie.

Die Deutschen zögern, ein Fahrzeug mit Steckdose zu kaufen - ganz im Gegenteil zu ihren europäischen Nachbarn. Das hat eine Befragung von Yahoo! unter Internetnutzern in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien ergeben, die den Kauf eines Autos planen oder vor kurzem ein Auto gekauft haben. Nur 13 Prozent der deutschen potenziellen Autokäufer spielen mit dem Gedanken, sich in den nächsten zwei Jahren ein Elektroauto zu kaufen. Damit liegen sie deutlich hinter Italien (34 Prozent), Spanien (28 Prozent), Frankreich (22 Prozent) und Großbritannien (17 Prozent).

In der Zukunftsvision der Automobilbranche spielen Elektroautos bereits eine wichtige Rolle. Das zeigt auch die Zahl der ausgestellten Fahrzeuge mit alternativen Antrieben auf dem Genfer Autosalon. Der Großteil der befragten Europäer teilt die Meinung der Industrie, dass sich Elektro- und Hybridmotoren durchsetzen werden - nur die Deutschen sind hier noch etwas zögerlich: Die Befragten hierzulande rechnen nicht damit, dass sie sich in den kommenden zehn Jahren als ernsthafte Alternative zu fossilen Brennstoffen etablieren werden. Nur jeder Zweite der unter 25-Jährigen meint, dass Autos umweltverträglich sein müssen. In der Altersgruppe der über 55-Jährigen spielt dies immerhin für 76 Prozent eine Rolle.

Werbung sollte finanzielle Vorteile der Elektromobilität betonen

Im Gegensatz zu anderen EU-Ländern herrscht derzeit in Deutschland die Meinung vor, dass Elektroautos die Umwelt schonen, nicht jedoch den Geldbeutel. Da es gerade finanzielle Anreize sind, die den größten Einfluss auf die Kaufentscheidung ausüben, bremst dies die allgemeine Kaufbereitschaft hierzulande deutlich. "Mit Blick auf diese Studienergebnisse gilt es für die Werbetreibenden der Automobilindustrie vor allem die finanziellen Vorteile beim Kauf eines Elektroautos in den Vordergrund zu stellen. Gerade für junge Autokäufer - die grundsätzlich an einer solchen Technologie interessiert wären - ist das ein stärkerer Kaufanreiz als die Umweltverträglichkeit", erklärt Heiko Genzlinger, Geschäftsführer und Vice President Sales von Yahoo! Deutschland. Darüber hinaus spielt für die attraktive Zielgruppe der 18- bis 34-Jährigen, die das größte Potential für den Kauf eines Elektrofahrzeugs haben, die Markenpersönlichkeit beim Erwerb eines Autos eine große Rolle. Für die 35- bis 54-Jährigen fällt der Faktor Innovation am deutlichsten ins Gewicht, für die Älteren (55 Jahre+) das Kriterium Sicherheit.

Zu teuer und zu unerprobt

Weitere Gründe, warum die Befragten beim Kauf von Elektroautos noch zögern: 57 Prozent in Deutschland wollen erst einmal abwarten, bis die Technologie besser erprobt und verlässlich ist (EU5-Durchschnitt: 48 Prozent). Jeder Zweite (48 Prozent) ist der Meinung, dass es deutschlandweit noch zu wenige Ladestationen für Elektroflitzer gebe, ebenso viele halten Elektrofahrzeuge für zu teuer. 47 Prozent schreckt die Notwendigkeit des häufigen Aufladens der Batterie ab. Dass Elektrofahrzeuge nicht so schnell sind wie die Konkurrenz mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren, spielt hingegen nur für 15 Prozent der Befragten eine Rolle.

Über die Studie

Für die online-repräsentative Studie wurde von Yahoo! im November 2012 eine Panelbefragung durchgeführt. Es wurden mehr als 11.400 Onliner ab 18 Jahren in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien befragt; die aufgeführten Studienergebnisse beruhen auf den Angaben von 5.439 Internetnutzern in EU5, die in den vergangenen zwei Jahren ein Auto gekauft haben oder innerhalb der nächsten zwei Jahre beabsichtigen, ein Auto zu kaufen.

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