Fußballroboter lediert aber glücklich aus Berlin zurückgekehrt

Rückblick auf das musikalische Fußballspiel zwischen den Roboten der Uni Kassel und der Uni Eindhoven im Haus der Kulturen der Welt Berlin
Die Kasseler Roboter und ihre Ingenieure (PresseBox) (Kassel, ) Vom 21. bis 24. Februar 2013 sind die Fußballroboter des Kasseler Lehrstuhls von Professor Dr. Kurt Geihs gegen die Roboter der Uni Eindhoven angetreten. Im Haus der Kulturen der Welt Berlin, auch gekannt als “Schwangere Auster”.

Wer liebt sie nicht: die kleinen, sympathischen Androide, die uns regelmäßig aus Hollywood geschickt werden, um zum Generalmarsch auf unsere menschlichen Herzen zu blasen? Ganz egal, wie widersinnig uns diese Gefühle erscheinen mögen, wir lieben sie alle, E. T., Woody, WALL.E und ihre animierten Artverwandten.

Das mag daran liegen, dass sie Persönlichkeiten mit menschlichen Gefühlen und Charaktereigenschaften sind, die eigens dazu erschaffen wurden, uns zu rühren und unser rationales Denken zu untergraben.

Sie deshalb abgeklärt ins Reich der Phantasie abzuschieben, wäre ebenso ignorant wie überholt. Denn wie die moderne Robotik uns lehrt, können etwa Roboter auch in der realen Welt von äußerst großem Nutzen sein. Denkbare Einsatzgebiete und derzeitige Forschungsschwerpunkte reichen vom privaten Haushalt über die industrielle Produktion bis hin zu medizinischen Dienstleistungen am Menschen selbst.

Im Fachbereich Informatik der Uni Kassel, genauer am am Lehrstuhl „Verteilte Systeme“ von Professor Dr. Kurt Geihs sind Roboter entstanden, die ganz ohne menschliches Zutun Fußball spielen können! Vom 21. bis 24 Februar haben sie dies im Haus der Kulturen der Welt Berlin unter Beweis gestellt. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Unmenschliche Musik“ sind sie gegen die Roboter der Uni Eindhoven angetreten und haben dabei nicht nur „das Runde ins Eckige“ befördert, sondern dabei auch ihre eigenen Bewegungen vertont. Die Idee dazu stammt vom Berliner Tonkünstler Ralf Hoyer, der die Roboterbewegungen mittels Rückkopplungseffekten in Akustik umgesetzt hat.

„Fußballspiele zwischen Deutschland und Holland sind immer spannungsreiche Begegnungen“, so Professor Geihs, „da unterscheiden sich Roboter kaum von den Menschen“.

Die Micromata sorgt jetzt dafür, dass die verausgabten Roboter im Nachgang eine ordentliche “medizinische Versorgung” erhalten und mit Ersatzteilen wieder fit gemacht werden können. Denn schließlich steht ihnen dieses Jahr noch die Robocup-Weltmeisterschaft in Eindhoven bevor. Mit 15 Mannschaften aus ganz verschiedenen Ländern, darunter Portugal, China und Japan.

Auf dem Foto zu sehen von links nach rechts:

Hintere Reihe: Tareq Haque (Doktorand), Andreas Witsch (Doktorand), Professor Dr. Kurt Geihs, Dominik Kirchner (Doktorand), Tim Schlüter (Student) und Daniel Saur (Doktorand)

Vordere Reihe: Ralf Hoyer (Tonkünstler und Komponist)

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Jule Witte
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