Continental gewinnt weiter an Stärke

Dr. Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender der Continental AG, und Wolfgang Schäfer, Finanzvorstand der Continental AG, präsentierten am 7. März 2013 auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt/Main nicht nur die vorläufigen Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2012 sondern auch das besondere rote Kfz-Kennzeichnen eines im US-Bundesstaat Nevada zugelassenen Fahrzeugs, das als hochautomatisierter Versuchsträger für sicheres und komfortables Fahren sorgt (PresseBox) (Hannover/Frankfurt/Main, ) .
- Gewinn auf knapp 1,9 Milliarden Euro gesteigert / Dividendenvorschlag 2,25 Euro
- Netto-Finanzschulden 2012 um fast 1,5 Milliarden Euro gesenkt
- Verschuldungsgrad sinkt auf 58 Prozent / Mittelfristiges Ziel vorzeitig erreicht
- Umsatz um 7,3 Prozent auf 32,7 Milliarden Euro gewachsen
- Operatives Ergebnis (EBIT) überschreitet Marke von 3 Milliarden Euro / Marge 9,4 Prozent
- Bereinigtes operatives Ergebnis 3,5 Milliarden Euro / Marge 10,8 Prozent
- Ausblick 2013: Umsatzplus von mehr als 5 Prozent auf mehr als 34 Milliarden Euro


Der Continental-Konzern hat 2012 in einem teils schwierigen Marktumfeld neue Rekordmarken gesetzt und seine Ziele bei wichtigen Finanzkennzahlen vorzeitig erreicht. Der Erfolgskurs soll sich 2013 fortsetzen: Trotz verhaltener Marktaussichten will der internationale Automobilzulieferer in diesem Jahr beim Umsatz um 5 Prozent auf mehr als 34 Milliarden Euro zulegen. Die bereinigte Marge soll weiter mehr als 10 Prozent betragen.

"Continental hat 2012 den Gewinn gegenüber dem Vorjahr um gut 50 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro gesteigert. Wir liegen mit einem Ergebnis pro Aktie von 9,42 Euro fast im zweistelligen Bereich. Zudem haben wir unsere Nettoverschuldung um fast 1,5 Milliarden Euro auf ein angemessenes Maß reduziert", sagte der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart am Donnerstag auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt/Main. "Gleichzeitig haben wir unseren erweiterten Spielraum genutzt und mit erhöhten Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie Investitionen unser künftiges Wachstum kraftvoll angeschoben".

"Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung in Hannover am 15. Mai 2013 vor, für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende in Höhe von 2,25 Euro pro Aktie zu zahlen. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von unverändert rund 24 Prozent des den Anteilseignern zuzurechnenden Konzernnettoergebnisses", sagte Degenhart. "Über die Dividende hinaus profitieren unsere Aktionärinnen und Aktionäre von der höchst erfreulichen Kursentwicklung unserer Aktie im Geschäftsjahr 2012 mit einem Plus von 82 Prozent. Damit waren wir der Wert mit dem stärksten Kurszuwachs im DAX."

Der Continental-Konzern hat 2012 seinen Umsatz um 7,3 Prozent auf 32,7 Milliarden Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs erneut überproportional um 18,3 Prozent auf knapp 3,1 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge betrug 9,4 Prozent nach 8,5 Prozent im Geschäftsjahr 2011. Das insbesondere um die akquisitionsbedingten Abschreibungen und Sondereffekte bereinigte EBIT legte um fast 16 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu. Die Quote betrug 10,8 Prozent nach 10,0 Prozent vor einem Jahr.

Die Netto-Finanzschulden lagen Ende 2012 mit 5,3 Milliarden Euro deutlich unter dem anvisierten Ziel von weniger als 6,5 Milliarden Euro. "Wir haben unser Ziel durch eine sehr positive Entwicklung der freien Mittel um mehr als eine Milliarde Euro übertroffen. Dadurch sank der Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) mit 58,2 Prozent vorzeitig unter unser Mittelfristziel von 60 Prozent. Im Jahr 2013 wollen wir die Netto-Finanzschulden weiter senken und trotz negativ wirkender veränderter Vorschriften bei der Rechnungslegung den Verschuldungsgrad unter 60 Prozent halten", kündigte Degenhart an. "Die mittelfristig als Ziel gesetzte Eigenkapitalquote von 30 bis 35 Prozent haben wir Ende 2012 mit 33,5 Prozent ebenfalls vorzeitig erreicht. Trotz der auch hier negativ wirkenden neuen Vorgaben für die Rechnungslegung wollen wir Ende 2013 über 32 Prozent liegen."

Finanzvorstand Wolfgang Schäfer wies darauf hin, dass Continental 2012 einen ungewöhnlich starken Free Cashflow verzeichnet hat: "Mit mehr als 1,6 Milliarden Euro lag der Free Cashflow deutlich über unseren Erwartungen. Das ist das Ergebnis unseres guten Nettoergebnisses sowie der erfolgreichen Bemühungen zur Verringerung unserer Working Capital-Quote im Verhältnis zum Umsatz. Geholfen hat auch das vergleichsweise ruhige Geschäft im Dezember, wodurch in dem Monat weniger Kundenforderungen entstanden. Im selben Monat sind zudem mehr Kundenforderungen abgebaut worden als erwartet", erläuterte Schäfer. "Die operativen Forderungen sind im Vergleich zum Vorjahr um rund 360 Millionen Euro zurück gegangen. Das Working Capital verringerte sich um gut 560 Millionen Euro. Im laufenden Jahr wollen wir einen Free Cashflow von mehr als 700 Millionen Euro erzielen."

"Unsere guten Kennzahlen und die stabile Finanzierungsbasis unseres Unternehmens zahlen sich auch bei unseren Zinsaufwendungen aus: Sie fielen 2012 um fast 100 Millionen Euro auf noch rund 564 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2009 und 2010 waren es jeweils mehr als 760 Millionen Euro", sagte Schäfer.

"Dabei behalten wir die Option im Auge, von den ab 2015 fällig werdenden Anleihen eine oder auch mehrere gegebenenfalls vorzeitig abzulösen. Möglich wäre dies ab der zweiten Jahreshälfte 2013. Ein solcher Schritt würde bei heutigem Stand der Kreditmärkte in den Folgejahren die Zinsaufwendungen weiter reduzieren."

Die positive Unternehmensentwicklung zeigt sich auch an der Zahl der Beschäftigten, die binnen Jahresfrist um 5.850 auf rund 170.000 zum Jahresende 2012 gewachsen ist.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen mit deutlich über 1,7 Milliarden Euro nochmals rund 10 Prozent über dem Vorjahreswert. "Allein in der Automotive Group haben wir fast 8 Prozent des Umsatzes für Forschung und Entwicklung ausgegeben und liegen dabei über dem Branchendurchschnitt. 2013 wollen wir dieses für den Ausbau unserer Zukunftsfähigkeit notwendige Niveau halten", sagte Degenhart. "2012 haben wir zudem mehr als 2 Milliarden Euro in Sachanlagen und Software investiert und uns damit auf weiteres Wachstum programmiert. Die Quote lag bei kräftigen 6,2 Prozent. Im laufenden Jahr werden wir unsere Wachstumspläne auf ähnlichem Niveau weiter in die Tat umsetzen. Gleichwohl werden wir uns die Entwicklung der Märkte sehr genau ansehen."

"Insgesamt wollen wir auf der 2012 vorzeitig erreichten starken Finanzbasis unsere Position als einer der führenden Automobilzulieferer, Reifenhersteller und Industriepartner ausbauen. Der 2012 verbuchte Auftragseingang auf der Rekordhöhe von 25 Milliarden Euro in der Automotive Group zeigt das weiter gewachsene Vertrauen unserer Kunden. Deshalb sehen wir diesem Jahr und der Folgezeit grundsätzlich mit Zuversicht entgegen", sagte Degenhart.

Kontakt

Continental Reifen Deutschland GmbH
Büttner Straße 25
D-30165 Hannover
Dr. Felix Gress
Continental AG
Leiter Unternehmenskommunikation
Hannes Boekhoff
Continental AG
Leiter Medien

Bilder

Social Media