Markt für digitale Consumer Electronics wächst 2006 um 18 Prozent auf erstmals über 10 Milliarden Euro

Umsätze mit Flachbild-Fernsehern sollen um 70 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro steigen
(PresseBox) (Berlin, ) Der deutsche Markt für Consumer Electronics wird in diesem Jahr voraussichtlich um 8,7 Prozent auf 13,1 Milliarden Euro wachsen. Das gab BITKOM-Präsident Willi Berchtold auf Basis einer aktuellen Studie der Marktforscher von GfK und EITO bekannt. "Das Marktwachstum wird dabei ausschließlich von digitalen Geräten getrieben. In diesem Segment steigt die Nachfrage um knapp 18 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro", so Berchtold. Der Markt der analogen Unterhaltungselektronik, also etwa Videorekorder, Stereoanlagen und Röhrenfernseher, schrumpft hingegen um fast 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Diese Entwicklung soll sich fortsetzen. Berchtold: "Für 2007 erwarten wir ein Plus von 5,4 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro bei digitalen Geräten. Für den analogen Bereich wird es um knapp 10 Prozent nach unten gehen, auf 2,6 Milliarden Euro. Der digitalen Welt gehört die Zukunft."

Für Flachbild-Fernseher werden die Verbraucher in Deutschland in diesem Jahr rund 3,6 Milliarden Euro ausgeben, 70 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Dabei steigen die Umsätze bei den Plasma-Geräten von 674 auf 911 Millionen Euro, bei den LCD-Fernsehern von 1,5 auf 2,7 Milliarden Euro. Flachbildschirme stehen derzeit für 28 Prozent des Gesamtmarktes für Consumer Electronics. 2007 rechnet der BITKOM in diesem Segment mit einem Plus von 20 Prozent auf dann 4,4 Milliarden Euro.

Ebenfalls im Aufwind befinden sich Spielekonsolen sowie digitale Set-Top-Boxen. Set-Top-Boxen legen in diesem Jahr voraussichtlich um 7 Prozent auf 450 Millionen und im nächsten Jahr um 17 Prozent auf 530 Millionen Euro zu. "Hier holen wir gerade erst so richtig Schwung", kommentiert der BITKOM-Präsident. Das bislang stürmische Wachstum bei Digitalkameras und DVD-Geräten wird sich demgegenüber beruhigen. Die Ausgaben für Digicams bleiben stabil bei rund 1,9 Milliarden Euro, DVD-Geräte bei rund 820 Millionen Euro.

Berchtold: "Man sieht deutlich, wie sehr die vielen Innovationen den Markt für Consumer Electronics in Bewegung halten." Laut Berchtold wird sich das Innovationstempo im Zuge der technologischen Konvergenz nicht verlangsamen, sondern weiter beschleunigen.

BITKOM präsentierte zudem die Ergebnisse einer repräsentativen und exklusiven Verbraucherbefragung, die TechConsult im Auftrag des BITKOM durchführte. Dabei wurden Verbraucher ab 15 Jahre nach der Verfügbarkeit und Nutzung von Consumer Electronics befragt. Die Untersuchung zeigte, dass in puncto Technik die Unterschiede zwischen Altersklassen, Männern und Frauen zunehmend verschwinden. Lediglich eine Gruppe zeigte sich wenig technikaffin: Frauen ab fünfzig.

Die Ergebnisse in Kürze:
Ausstattung der Haushalte: Im April besaßen 82 Prozent aller deutschen Haushalte mindestens ein Handy, in jedem zweiten deutschen Haushalt war mindestens eine Digitalkamera, in jedem vierten mindestens ein MP3-Player verfügbar.

Nutzung von Digitalkameras: Im Schnitt fast jeder zweite Deutsche über 15 Jahren nutzt eine Digitalkamera, bei den Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren sind es 75 Prozent, bei den über 50-Jährigen nur rund 30 Prozent. Insgesamt machen die Deutschen rund 25 Milliarden digitale Fotos im Jahr, 2 Milliarden im Monat, also 66 Millionen am Tag. Sieben Prozent der Deutschen gehören mit mehr als 100 Bildern im Monat zu den Vielfotografierern.

Handy-Nutzung: Fotografie ist inzwischen die mit Abstand meistgenutzte Zusatzfunktion von Handys. Dahinter folgt der Einsatz als MP3-Spieler. Zwei Drittel der Jugendlichen fotografieren mit dem Handy, jeder dritte hört damit Musik. Die über 50-Jährigen hingegen nutzen ihr Handy fast ausschließlich zum Telefonieren.

PC-Nutzung nach Altersklassen und Geschlecht: Knapp drei Viertel aller deutschen Jugendlichen und Erwachsenen nutzen einen PC. Bei dieser Technologie gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Frauen und Männern.

Art der PC-Nutzung: Auch heute sind noch mehr als 40 Prozent aller deutschen Haushalte komplett offline. Wer einen Internetanschluss hat, nutzt ihn in aller Regel sehr intensiv. Knapp zwei Drittel der Onliner kaufen im Internet ein, fast jeder zweite bucht Reisen oder Hotelzimmer online. Immerhin jeder fünfte nutzt das Internet zur persönlichen Weiterbildung, jeder sechste hört Web-Radio.

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