Spatenstich – Attraktiver Wachstumsmarkt Photovoltaik / Neue Produktionsanlage für Solarsilizium in Rheinfelden

(PresseBox) (Bonn, ) Mit dem Spatenstich fällt am heutigen Donnerstag, dem 31. August, im badischen Rheinfelden der Startschuss zum Bau einer Anlage zur Produktion von Solarsilizium. Dabei baut zum einen die Degussa AG, Düsseldorf, eine Anlage zur Herstellung von Monosilan. In unmittelbarer Nachbarschaft entsteht zum anderen eine Anlage zur Herstellung von Solarsilizium aus Monosilan; diese Anlage wird von der Joint Solar Silicon GmbH & Co. KG (JSSi), Freiberg, gebaut, einem Joint Venture der Degussa AG (51 Prozent) und der SolarWorld AG, Bonn. Der SolarWorld-Konzern fertigt aus Solarsilizium – dem wichtigsten Rohstoff der Solarindustrie – Solarsiliziumwafer, die weiter zu Solarzellen und -modulen verarbeitet werden.

„Degussa verstärkt mit diesem Projekt ihr Engagement im attraktiven Wachstumsmarkt Photovoltaik“, so der Vorstandsvorsitzende der Degussa, Dr. Klaus Engel. Aufgrund des begrenzten Vorrats an fossilen Energieträgern rückten alternative Energiequellen immer stärker in den Fokus von Degussa. Eine der zweifellos wichtigsten stelle hierbei die Solarenergie dar: Die Sonnenstrahlung stehe kostenlos zur Verfügung, könne je nach geographischer Lage intensiv genutzt werden und biete die Möglichkeit einer unabhängigen Energieversorgung. Zusätzlich sei sie ökologisch unbedenklich. „Degussa als Weltmarktführer der Spezialchemie besitzt hinsichtlich Materialien und Prozessen umfangreiches Know-how, das sich erfolgreich in die Erschließung der Solarenergie einbringen lässt“, betont Engel.

“Der Einstieg in die eigene Solarsiliziumproduktion ist ein wichtiger Schritt auf unserem weiteren Wachstumsweg“, unterstreicht Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG. „Mit dem Zugriff auf die qualitativ hochwertigen Solarsiliziummengen der Joint Solar Silicon sichern wir zukünftig einen wichtigen Teil unseres Rohstoffbedarfs für unsere internationalen Solarfertigungen zu vernünftigen Konditionen ab. Die Investition in Rheinfelden unterstreicht zudem die Bedeutung, die wir dem Standort Deutschland für die Zukunft der globalen Solarindustrie beimessen“, fügt Asbeck hinzu. Angesichts aktuell knapper Verarbeitungs­kapazitäten zähle die Sicherung einer zuverlässigen Rohstoffversorgung zu den wichtigsten Aufgaben der Solarindustrie in den kommenden Jahren.

„Was im Jahr 2001 bei der Aufnahme erster Gespräche noch Vision war, wird bereits jetzt mit der Installation eines komplett neu entwickelten Verfahrens Wirklichkeit“, freut sich Dr. Dietmar Wewers, Leiter des Geschäftsgebietes Silanes der Degussa und Vorsitzender des Beirats der Joint Solar Silicon GmbH & Co. KG. Bei dem Verfahren verwandelt zunächst Degussa Trichlorsilan in das Zwischenprodukt Monosilan um, aus dem JSSi im nächsten Schritt polykristallines Solarsilizium herstellt. In die Entwicklung des neuen Verfahrens waren auch führende Universitäten eingebunden. „Durch die integrierte Chlorsilan-AEROSIL®-Produktion ist der Standort Rheinfelden für die Herstellung von Monosilan bestens geeignet. „Ebenfalls hervorzuheben ist die deutlich bessere Energiebilanz dieses neuen gegenüber allen konkurrierenden Verfahren“, betont Wewers.

Nachdem bereits im vergangenen Jahr in Rheinfelden der Startschuss für eine Pilotanlage zur Herstellung von Solarsilizium gefallen war, wird am selben Standort 2008 die Produktion mit einer Jahreskapazität von zunächst 850 Tonnen Solarsilizium starten. Dr. Rainer Vierbaum, Leiter des Werkes Rheinfelden: „Ich freue mich, dass Degussa und JSSi diese richtungsweisenden Investitionen in Rheinfelden umsetzen. Darin sehe ich eine wesentliche Stärkung unseres Standorts.“


Als weltweite Nummer Eins in der Spezialchemie schafft Degussa mit innovativen Produkten und Systemlösungen Unverzichtbares für den Erfolg ihrer Kunden. Dies fassen wir in dem Anspruch „creating essentials“ zusammen. Im Geschäftsjahr 2005 erwirtschafteten rund 44.000 Mitarbeiter weltweit einen Umsatz von 11,8 Mrd. Euro und ein operatives Ergebnis (EBIT) von 940 Mio. Euro.

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